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Welpenzeit – Spaziergänge mit dem Welpen

© Sabine Schmidt – Fotolia.com

Ist der Welpe eingezogen, wird man von seinem Tatendrang, alles zu entdecken schnell angesteckt. Man hat das Gefühl, der Welpe wird niemals müde. Doch muss man sich selbst genau an dieser Stelle bremsen.

Die Spaziergänge mit einem Welpen sollten noch nicht lange sein, denn übertreibt man es mit den Spaziergängen im Welpenalter, kann es später zu Schäden an den Gelenken kommen. Unternehmen Sie lieber kurze, aber dafür besonders spannende Spaziergänge! Denn in der Sozialisierungsphase, in der sich der Welpe von der 8. bis zur 16. Woche befindet, ist es wichtig, die Welt zu entdecken und kennenzulernen. Also unternehmen Sie draußen lieber 10 Mal am Tag 10 Minuten Spannendes!

Außerdem brauchen Welpen am besten täglichen Kontakt zu anderen Hunden und das Spiel mit anderen Welpen. Jede Rasse kommuniziert anders und Welpen lernen im Spiel mit diesen Unterschieden umzugehen. Das macht sie sicher für die Zukunft und vermeidet, dass der Welpe später als erwachsener Hund Unsicherheiten oder Ängste gegenüber bestimmten Rassen hat, weil er nicht gelernt hat, mit diesen zu kommunizieren.

Haben Sie keine Angst wenn Ihnen ein großer Hund entgegen kommt. Und nehmen Sie den Welpen nicht auf den Arm. Denn dadurch lernt der Welpe, dass irgendetwas mit diesem Hund nicht stimmt und wird vor diesem Hund – oder dieser Rasse – Angst haben. Welpen beschwichtigen durch ihr Verhalten ihr Gegenüber und so wird es zwischen Welpen und gut sozialisierten Hunden nicht brenzlig. Beachten Sie aber, dass Welpen außerhalb ihres Rudels keinen Welpenschutz haben! Erwachsene Hunde haben das Recht, kleine aufdringliche Welpen auch mal in ihre Schranken zu weisen. Und auch das ist wichtig für die Lernerfahrung des Welpen. Denn so lernt er, dass nicht jeder Hund mit Begeisterung reagiert, wenn der kleine Welpe spielen möchte. Achten Sie aber darauf, den Welpen bei sich zu behalten, wenn ein anderer Hund an der Leine ist. Es hat immer einen Grund, warum Hunde angeleint sind. Vielleicht ist er krank, vielleicht aggressiv,.. Hinterfragen Sie zuerst bei dem Besitzer, ob ein Kontakt zwischen dem Welpen und dem anderen Hund in Ordnung ist und lassen Sie den Welpen erst dann Kontakt aufnehmen.

Wenn Sie mit dem Welpen spazieren gehen, wird er immer mal wieder anhalten, um sein Geschäft zu erledigen. Loben Sie ihn dafür! Denn Sie möchten ja, dass er lernt, draußen sein Geschäft zu verrichten und nicht drinnen. Schauen Sie sich auch den Kot des Welpen an. So können Sie kontrollieren, ob der Welpe gesund ist. Haben Sie immer ein paar Hundekottüten dabei, falls ein Haufen mal auf dem Gehweg oder in Nachbars Garten landet. Lesen Sie hier mehr zum Thema Stubenreinheit!

Bei Begegnungen wie Joggern, Radfahrern, Autos und Mofas locken Sie den Welpen zu sich. Viele Radfahrer möchten nicht absteigen müssen, weil ein kleiner Hund ihnen den Weg versperrt. Und manche Jogger haben Angst vor Hunden – auch vor so kleinen. Haben Sie den Welpen zu sich gelockt, schauen Sie sich das „Ereignis“ in Ruhe an. So lernt der Welpe, dass von Joggern und Co. keine Gefahr droht und wird sie später als selbstverständlich wahrnehmen. Außerdem werden Sie das ein oder andere „Danke“ hören, wenn Sie mit dem Welpen den Weg frei machen.

Sind Sie im Straßenverkehr unterwegs ist es ratsam, immer auf der Gehwegseite zu gehen, wo dem Welpen die Autos entgegen kommen. So hat er nicht das Gefühl, von den Autos gejagt zu werden und er kann sich so an die Autos gewöhnen. Machen Sie immer mal wieder Pausen und lassen Sie den Welpen gucken. Setzen Sie sich auch mal in eine Bushaltestelle und schauen Sie gemeinsam Busse beim anhalten und losfahren zu. Bedenken Sie immer, dass ein Hund um einiges besser hören kann als wir und so der Spaziergang im Straßenverkehr schnell zu Stress führen kann. Bauen Sie deshalb auch immer wieder kurze Spaziergänge zum lernen an der Straße ein, um den Welpen für später zum coolen Verkehrsteilnehmer zu machen.

Haben Sie immer ausreichend viele, spannende Leckerlis dabei, um den Welpen belohnen zu können, wenn er etwas richtig gemacht hat und um ihn locken zu können (Radfahrer, Jogger,…). Auch ein interessantes Spielzeug macht sich gut in der Welpen-Ausgehtasche.

Gestalten Sie die Spaziergänge immer interessant und zeigen Sie dem Welpen jeden Tag aufs Neue, wie viel Spaß es macht, mit Ihnen unterwegs zu sein. Ihre Aufgabe ist es, immer daran zu arbeiten, für Ihren Welpen das Spannendste auf der Welt zu sein!

Viel Spaß dabei!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Ein Kommentar

  1. das ist gut !^^ aber was soll ich machen wenn mein hund einfach sitzen bleibt und mich so nach dem motto anguckt : was willst du denn von mir ?

    ich rufe ihn dann aber es kommt nix rüber ^^

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