Du bist hier: Startseite » Welpen » Ein Welpe kommt ins Haus!

Ein Welpe kommt ins Haus!

Eins ist klar: ein Welpe ist zuckersüß! Doch lassen Sie uns einmal sehen, was noch alles dazu gehört, einen Welpen bei sich aufzunehmen und großzuziehen…

Mit ca. 8 Wochen wechselt ein Welpe sein zu hause. Sein zu hause beim Züchter, bei seiner Mama und bei seinen Geschwistern. Seiner gewohnten Umgebung und Gewohnheiten. Bestenfalls sind die neuen Besitzer frühzeitig mit dem Züchter in Kontakt getreten, haben sich schnell für einen Welpen entschieden und konnten dieses kleine Lebewesen von seinen ersten Momenten an beobachten und sehen, wie er aufwächst und seine Umwelt anfängt wahrzunehmen und zu entdecken. Bei seriösen Züchtern sind diese Besuche sehr erwünscht! Denn je öfter ein Welpe beim Züchter Kontakt mit seinen neuen Besitzern hatte, desto leichter wird ihm der, trotzdem noch schwere, Abschied fallen. Ein verantwortungsvoller Züchter hat bis zur Abgabe des Welpen den „Grundstein“ für eine gute Entwicklung und Zukunft des Welpen gelegt. Er hat den Welpen an viele Dinge gewöhnt, mit denen er in seinem Leben konfrontiert werden wird… Kinder, ältere Menschen, behinderte Menschen, Menschen mit verschiedener Kleidung (Mützen, Regenmäntel, Schlapphut,…), unterschiedlichste Eindrücke in Form von Spielzeug, verschiedene Untergründe (Teppich, Kies, Pflastersteine, Laminat,…), und und und… Der Welpe hat nur ein gewisses Zeitfenster um sich an all diese Dinge zu gewöhnen. Man spricht von der Sozialisierungsphase, die in der 8. Woche beginnt und spätestens in der 16. Woche endet. In dieser Zeit hat der Mensch die Möglichkeit, den guten Vorarbeiten beim Züchter anzuknüpfen und die Entwicklung seines Welpen zu fördern. Alles, was in dieser Zeit versäumt wurde, ist schwer oder gar überhaupt nicht mehr zu lernen. Ich spreche hier nicht von Sitz oder Platz sondern von Eindrücken, die der Welpe kennen lernen muss, bevor er groß ist und das Zeitfenster sich schließt. Gehen Sie mit Ihrem Welpen überall hin, wo Sie auch in Zukunft mit Ihrem Hund gern hingehen möchten. Nehmen Sie ihn mit ins Restaurant, in die Einkaufspassage, fahren Sie mit ihm Bahn, Bus und/oder Auto, gewöhnen Sie ihn an Geräusche und fahren Sie Fahrstuhl! All diese Eindrücke werden Ihren Welpen sicher und selbstbewusst in die Zukunft schauen lassen! Wichtig bei der Sozialisierung: Überfordern Sie Ihren Welpen nicht! Machen Sie immer nur kleine Schritte, die das kleine Welpengehirn auch verarbeiten kann. 5-10 Minuten höchstens. Achten Sie darauf, dass Ihr Welpe entspannt bleibt, denn nur ein entspannter Welpe kann lernen und wird die Situation auch zukünftig als nicht schlimm empfinden. Gönnen Sie Ihrem Welpen nach solch spannenden Eindrücken eine Pause um zu schlafen. Nur so kann er das Erlebte verarbeiten.

Ein ebenfalls sehr, sehr wichtiger Teil der Sozialisierung ist der Kontakt zu anderen Hunden! Welpen lernen im Spiel wie sie sich mit anderen Hunden verständigen müssen. Jede Hunderasse kommuniziert anders… Ein Border Collie spielt anders als ein Labrador. Das muss Ihr Welpe lernen und kann dies nur im Spiel mit anderen. Hat ihr Welpe nicht gelernt mit z.B. Einem Briard zu kommunizieren, wird er später wahrscheinlich eine Scheu oder sogar Angst gegenüber diesen Hunderassen entwickeln, weil er sie einfach nicht kennen gelernt hat! Lernt Ihr Welpe nie mit einem schwarzen Hund zu spielen und dadurch dann auch zu kommunizieren, wird er zeitlebens ängstlich bei Begegnungen mit schwarzen Hunden reagieren. Um das alles zu lernen und umzusetzen, hilft Ihnen eine gut geführte Welpengruppe. Dort nehmen viele verschiedene Hunderassen teil und es werden die grundlegenden Dinge für eine verantwortungsvolle Förderung Ihres Welpen vermittelt. Wichtig bei der Auswahl einer Welpengruppe: Es darf nicht mit Starkzwangmethoden gearbeitet werden! Leinenruck, Sprühhalsbänder oder andere schlimme altertümliche Erziehungsmethoden haben in der Hundeerziehung keinen Platz! Außerdem ist es wichtig, dass die Welpen die Möglichkeit haben zu spielen! Denn das wichtigste im Welpenalter ist das Spielen. So lernen sie fürs Leben! Sie lernen zu kommunizieren und dass jeder Hund unterschiedlich ist! Ihre neue Welpengruppe sollte Ihnen zeigen, wie Sie an der Bindung von Ihnen und Ihrem Welpen arbeiten. Wie Sie mit ihm spielen… Wie Ihr Hunde kommuniziert… Sitz und Platz lernt sich fast von selbst, wenn der Hund verstanden hat, dass Sie als Mensch eine Spaßkanone sind! Welpen wollen Spaß… Nur mit Spaß und Freude können Welpen lernen! Geht es uns Menschen nicht genauso? Also sollte Ihrem Hund auch die Welpengruppe Spaß machen! Es ist von Gruppen anzuraten, die den Hund lange sitzen lassen oder in der es lange Wartezeiten gibt. Ein Welpe kann sich noch nicht lange konzentrieren und das sollte Ihre Welpenschule auf jeden Fall berücksichtigen! Natürlich geht es im Leben nicht nur um Spaß… Genauso sollte Ihnen Ihr Trainer vermitteln, wie Sie Ihrem Welpen Grenzen aufzeigen können. Grenzen, die für Sie in Zukunft im Zusammenleben mit Ihrem Vierbeiner wichtig sind. Aber auch das sollte Hundegerecht geschehen!

Achten Sie auf Ihren Hund und hören Sie auf Ihr Herz… Beide zusammen werden Ihnen die richtige Hundeschule zeigen!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Ein Kommentar

  1. […] gibt einige Dinge, die man vor dem Einzug des Welpen beachten sollte. Ein Welpe ist wie ein kleines Kind. Und wo man bei Kindern die Wohnung […]

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Scroll To Top