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Welpenzeit – bevor der Welpe einzieht…

Es gibt einige Dinge, die man vor dem Einzug des Welpen beachten sollte. Ein Welpe ist wie ein kleines Kind. Und wo man bei Kindern die Wohnung Kindersicher gestalten muss, sollte man das neue Heim eines Welpen Welpensicher machen.

Haben Sie Erbstücke, Lieblingsvasen oder Blumentöpfe, die der Welpe im Spiel aus Versehen umwerfen könnte? Dann räumen Sie sie am Besten für ein paar Monate auf den Dachboden. Dort liegen sie sicher und bleiben heil! Wenn der Welpe die Welpenzeit hinter sich gelassen hat kann man die Gegenstände wieder zurück an ihre Plätze räumen. 

Auch Zimmerpflanzen sollten für den Welpen unzugänglich sein. Viele Welpen knabbern an den Blättern, die giftig sein können, oder buddeln die Töpfe der Pflanzen um.

Sichern Sie die Treppen in Ihrem Haus. Der Welpe kann noch keine Treppen steigen und darf es in dem ersten halben Lebensjahr auch noch nicht. Seine Gelenke können Schaden nehmen! Es ist nicht schlimm, wenn der Welpe ab und zu eine Treppe steigt. Das ist sogar wichtig, damit er es lernt und später nicht hilflos vor Treppen steht und nicht weiß, was er machen soll. Doch grundsätzlich sollte man Treppen sichern. Es gibt Kindergitter, die man auch für Welpen verwenden kann.

Es gibt für Steckdosen Kindersicherungen. Sichern Sie alle für den Welpen zugänglichen Steckdosen, damit er keinen gefährlichen Stromschlag bekommt, wenn er mit der feuchten Welpennase zu dicht an die Steckdose kommt. Kabel hinter dem Sofa oder dem Fernseher werden auch oft mit großer Freude von Welpen angenagt. Doch leider kann auch das für ihn gefährlich werden. Also sichern sie diese Kabel, oder legen Sie sie so, dass sie für den Welpen unzugänglich sind.

Sie haben einen Garten? Toll! Zäunen Sie ihn sicher ein, damit der Welpe nicht entwischen kann. Achten Sie darauf, dass er keine kleinen Löcher hat, die der Welpe mit seinen Zähnen größer nagen kann. Schwachstellen an Zäunen werden oft schnell vom Welpen erkannt und genutzt!

Natürlich braucht der Welpe auch einen schönen kuscheligen Schlafplatz, auf dem er gerne schläft und seine Ruhephase genießen kann. Man kann auch mehrere Schlafplätze im neuen zu hause einrichten, damit der Welpe stets weiß, wo seine Ruhezone ist. Diese sollten dann aber möglichst ihren Platz behalten, damit der Welpe nicht verunsichert wird. Zeigen Sie Ihrem Welpen immer wieder wo sein Schlafplatz ist und lassen Sie ihn seine Ruhe, wenn er dort schläft.

Planen Sie nach dem Einzug des Welpen einen Besuch bei dem zukünftigen Tierarzt. Nicht, um den Welpen impfen zu lassen, sondern um „Hallo“ zu sagen. Viele Tierärzte haben immer eine Dose mit Leckerlis, die sie gerne an mutige Welpen verteilen. Bei diesem Besuch lernt der Tierarzt Ihren Welpen kennen und der Welpe verknüpft gleich etwas Positives mit dem Tierarzt und den eigenartigen Geruch, der in der Luft einer Tierarztpraxis liegt.

Ihr Welpe braucht einen Platz, an dem er sein Wasser und Futter findet. Der Wassernapf muss für den Welpen immer an einem Ort stehen und immer mit Wasser gefüllt sein. Statten Sie sich mit ausreichend Welpenfutter aus. Von vielen Züchtern bekommt man ein Starterpaket an Welpenfutter mit nach Hause. Bewahren Sie das Futter trocken und kühl auf und wählen Sie einen Platz, den der Welpe nicht erreichen kann. Sonst wird er bestimmt bald kopfüber in dem Futtersack hängen… Stellen Sie Ihrem Welpen immer nur zu seinen Mahlzeiten den Futternapf hin. Hat er aufgegessen oder wird dem Napf ein paar Minuten keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt, stellen Sie es hoch. Sonst lernt Ihr Welpe, dass Futter immer zur Verfügung steht und dass er auch später fressen kann. So können Sie schlecht einschätzen, wann der Welpe sein Geschäft erledigen muss. Denn Welpen müssen immer fast direkt nach dem Fressen! Außerdem darf sich ein Welpe ca. eine Stunde nach dem Fressen nicht viel bewegen, da die Gefahr einer Magendrehung besteht. Frisst er immer über den ganzen Tag verteilt, können Sie dies nicht kontrollieren. Und natürlich werden Sie für Ihren Hund spannend wenn er merkt, dass von Ihnen das Futter kommt! Also Futter immer hochstellen wenn nicht mehr gefressen wird.

Halsband und Leine gehört auch zur Erstausstattung eines Welpen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Es gibt Unmengen an verschiedenen Spielzeugen im Handel. Viele Welpen mögen Zerrtaue, mit dem Sie mit dem Welpen Zerrspiele spielen können. Besorgen Sie Spielzeug, auf denen der Welpe nagen kann. So können Sie ihm eine Alternative zu Ihren Sofakissen geben, wenn es mal so kommen sollte… Spielzeuge die quietschen, eignen sich gut als kleine Motivationsstütze und um kurzzeitig die Aufmerksamkeit des Welpen zu bekommen. Doch stumpft der Welpe schnell ab, wenn er das Geräusch ständig hört. Bei allen Spielsachen gilt: Sie verwahren es an einem Ort, wo der Welpe nicht ankommt. Bestimmen Sie wann gespielt wird und welches Spielzeug der Welpe wann bekommt. Das macht Sie interessant, weil Sie eine Schatztruhe mit tollen Spielzeugen verwahren!

Ist der Welpe eingezogen braucht er ein wenig Zeit, um sich einzugewöhnen. Er muss sich im neuen zuhause zurecht finden. Fragen Sie den Züchter, ob sie eine kuschelige Decke oder ein Stück Stoff mit dem Geruch seiner Mutter und seiner Geschwister mit bekommen können. Das macht es dem Welpen leichter, sich einzugewöhnen. Sie können dem Züchter auch die zukünftige Kuscheldecke des Welpen da lassen – diese kann dann bis zur Abgabe den Geruch der alten Heimat annehmen.

Lassen Sie den Welpen in den ersten Nächten nicht alleine schlafen… Er ist es gewohnt Mitten in einem großen Haufen voller Geschwister zu schlafen. Wie muss er sich fühlen, wenn er dann allein auf seinem Platz schlafen muss?! Platzieren Sie einen Schlafplatz direkt neben Ihrem Bett und gestalten Sie ihn mit vielen Decken zu einem gemütlich warmen Schlafplatz. Sie können auch eine kleine Wärmflasche unter die Decken legen. Aber achten Sie darauf, dass diese nur warm, nicht heiß ist! Mit einem alten tickenden Wecker, den man unter die Decken des Schlafplatzes legt, kann man den Welpen zusätzlich beruhigen. Doch kann man seinen Welpen auch durchaus mit ins Bett nehmen. Das bleibt jedem selbst überlassen. Jeder Welpe kann auch nach ein paar Tagen lernen, neben dem Bett auf seinem Platz zu schlafen, auch wenn er vorher im Bett geschlafen hat. Aber die Entscheidung muss jeder Hundebesitzer für sich treffen.

Achten Sie in den ersten nächsten darauf, ob der Welpe mal muss. Ist er unruhig oder jammert er, kann es sein, dass er sein Geschäft erledigen muss. Tragen Sie ihn dann schnell hinaus, damit er sich lösen kann und loben Sie ihn dabei!

Ich wünsche viel Spaß in der Welpenzeit!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

2 Kommentare

  1. Da sind ja wirklich viele gute Infos in dem Text. An die Steckdosen in unserem Haus habe ich bisher gar nicht gedacht! Danke für die Warnung! 🙂
    Eine Frage habe ich allerdings und dazu leider noch nirgendwo eine passende Antwort gefunden: Macht es Sinn, dem Hund von Anfang an Zimmer zu „verbieten“? Meine Frau möchte nämlich gerne, dass der Hund lernt, dass das Ankleidezimmer und das Gästezimmer für ihn tabu sind. Nun möchten wir aber nicht, dass er sich in den ersten tagen „ausgesperrt“ oder allein gelassen fühlt, wenn wir uns in diesen Zimmern aufhalten. Kann man da quasi wie beim im-Bett-Schlafen ebenso eine anfängliche Ausnahme machen oder kann man das ruhig von Anfang an konsequent durchsetzen?

  2. Wir bekommen bald einen Leonberger und es waren viele hilfreiche Infos in dem Text! Zum Beispiel bei der Welpen-Erstausstattung vom Züchter. Das war uns noch unklar…. Vielen Dank!

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