Das schlechte Gewissen

Viele sagen, dass Hunde ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie etwas angestellt haben. Doch kennt ein Hund wirklich diese Emotion?

Ein Hundebesitzer kommt nach hause und sieht sein Lieblingssofakissen zerschreddert auf dem Wohnzimmerboden liegen… sofort verfinstert sich die Miene des Besitzers und er wird wütend. Er schimpft, weil es doch sein liebstes Kissen war! Sein Hund kommt währenddessen auf ihn zu, mit eingezogener Rute, wendet seinen Blick ab, macht sich klein und schleckt sich über die Lefzen…

Unser Gedanke: „der weiß genau was er gemacht hat“. Doch weiß er genau das nicht. Er kann keine Verbindung zu seiner Tat und der Reaktion seines Besitzers herstellen, da sie Tat und die Reaktion viel länger als eine Sekunde auseinander liegen. Der Hund versteht also die Reaktion seines Besitzers überhaupt nicht. Stattdessen sieht der nur, wie sein Besitzer wütend vor ihm steht und schimpft. Er reagiert auf dieses Verhalten, in dem er seinen Besitzer beschwichtigen will. Aber nicht, weil er ein schlechtes Gewissen hat, sondern, weil es für ihn eine normale Reaktion auf angespanntes oder aggressives Verhalten ist.

Ein Hund reagiert also nur auf unsere Emotionen. Nicht auf die Tat, die bereits länger zurück liegt. Er kennt also kein schlechtes Gewissen!

4 Kommentare
  1. jessica sagt:

    Aber wiso macht mein hund das auch wenn ich garnicht sehe was er gehtan hat und ich ganz freudig ihn begrüsen will?

    das zeigt mir das ein hund wohl doch weiss das er edwas gethn hat was er eigentlich nicht darf!

  2. Hallo Jessica!

    Hunde können keinen Zusammenhang zu Taten stellen, die mehr als 1 Sekunden her sind. Wenn die “Tat” also länger als 1 Sekunde her ist, bezieht sich die Reaktion des Hundes auf unsere Körpersprache.

    Was macht Dein Hund denn genau wenn Du nach Hause kommst und er Dich begrüßt? Welche Signale zeigt er?

    Liebe Grüße

  3. Sarah sagt:

    Also im Grunde stimme ich dem zu! Manch ein Hund sitzt ja sogar noch schwanzwedelnd mit dem zerpflückten Kissen in der Schnauze da =D
    Damals wurde der Hund von meiner Mutter immer von den Nachbarskindern geärgert und irgendwann hatte er wohl die Schnauze voll und hat einem Jungen in den Oberschenkel gebissen (das erste und einzige mal!), danach ist er gleich nach Hause gelaufen. Bisher haben wir immer gesagt, dass er wohl gleich wusste, dass er nen Fehler gemacht hat und eigentlich wollte ich dies ja als Beispiel des schlechten Gewissens nennen. Aber nun wo ich so drüber nachdenke, hatte er wahrscheinlich einfach nur Angst… Angst vor dem “Gegner” bzw. durch den Schrei des Jungen!?

  4. Marion sagt:

    also bei meiner hündin bin ich mir mit dem gewissen nicht so sicher, wenn ich nach hause komme und sie in der küche auf ihrem platz liegt rute einzieht und mich nicht begrüßt weiß ich eigentlich schon das sie irgendwas angestellt hat :) denn normal freut sie sich wenn ich nach hause komm … Also muss da doch irgendwas dran sein

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