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Das schlechte Gewissen

Viele sagen, dass Hunde ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie etwas angestellt haben. Doch kennt ein Hund wirklich diese Emotion?

© jogyx – Fotolia.com

Ein Hundebesitzer kommt nach hause und sieht sein Lieblingssofakissen zerschreddert auf dem Wohnzimmerboden liegen… sofort verfinstert sich die Miene des Besitzers und er wird wütend. Er schimpft, weil es doch sein liebstes Kissen war! Sein Hund kommt währenddessen auf ihn zu, mit eingezogener Rute, wendet seinen Blick ab, macht sich klein und schleckt sich über die Lefzen…

Unser Gedanke: „der weiß genau was er gemacht hat“. Doch weiß er genau das nicht. Er kann keine Verbindung zu seiner Tat und der Reaktion seines Besitzers herstellen, da sie Tat und die Reaktion viel länger als eine Sekunde auseinander liegen. Der Hund versteht also die Reaktion seines Besitzers überhaupt nicht. Stattdessen sieht der nur, wie sein Besitzer wütend vor ihm steht und schimpft. Er reagiert auf dieses Verhalten, in dem er seinen Besitzer beschwichtigen will. Aber nicht, weil er ein schlechtes Gewissen hat, sondern, weil es für ihn eine normale Reaktion auf angespanntes oder aggressives Verhalten ist.

Ein Hund reagiert also nur auf unsere Emotionen. Nicht auf die Tat, die bereits länger zurück liegt. Er kennt also kein schlechtes Gewissen!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

14 Kommentare

  1. Aber wiso macht mein hund das auch wenn ich garnicht sehe was er gehtan hat und ich ganz freudig ihn begrüsen will?

    das zeigt mir das ein hund wohl doch weiss das er edwas gethn hat was er eigentlich nicht darf!

  2. Hallo Jessica!

    Hunde können keinen Zusammenhang zu Taten stellen, die mehr als 1 Sekunden her sind. Wenn die „Tat“ also länger als 1 Sekunde her ist, bezieht sich die Reaktion des Hundes auf unsere Körpersprache.

    Was macht Dein Hund denn genau wenn Du nach Hause kommst und er Dich begrüßt? Welche Signale zeigt er?

    Liebe Grüße

  3. Also im Grunde stimme ich dem zu! Manch ein Hund sitzt ja sogar noch schwanzwedelnd mit dem zerpflückten Kissen in der Schnauze da =D
    Damals wurde der Hund von meiner Mutter immer von den Nachbarskindern geärgert und irgendwann hatte er wohl die Schnauze voll und hat einem Jungen in den Oberschenkel gebissen (das erste und einzige mal!), danach ist er gleich nach Hause gelaufen. Bisher haben wir immer gesagt, dass er wohl gleich wusste, dass er nen Fehler gemacht hat und eigentlich wollte ich dies ja als Beispiel des schlechten Gewissens nennen. Aber nun wo ich so drüber nachdenke, hatte er wahrscheinlich einfach nur Angst… Angst vor dem „Gegner“ bzw. durch den Schrei des Jungen!?

  4. also bei meiner hündin bin ich mir mit dem gewissen nicht so sicher, wenn ich nach hause komme und sie in der küche auf ihrem platz liegt rute einzieht und mich nicht begrüßt weiß ich eigentlich schon das sie irgendwas angestellt hat 🙂 denn normal freut sie sich wenn ich nach hause komm … Also muss da doch irgendwas dran sein

  5. Haette da auch mal ne frage…
    Was kann ich tun wenn mein kleiner yorki auf einmal anfaengt wahllos in der wohnung zu markieren….da es nur markieren sein kann meiner meinung nach. „Weil er schon ziemlich oft raus kann fuer son kleinen finde ich……weis mir keinen rat mehr weil es mittlerweile echt ueberall vorkommt….. zum bedauern sogar couch und bett….er is 3jahre und hat vorher das nicht gemacht……:( hab ich ne chancee mit nem katzenklo? /?? Vielleucht?? ? Freu mich ueber jeden rat von euch

    Lg herrchen bjoern und otis

  6. Hallo Björn,

    ist Dein Hund kastriert? Ich denke, dass es nichts damit zu tun hat, dass er mehr Möglichkeiten benötigt um sich zu entleeren. Für mich sieht es so aus, als ob er zeigen möchte, was alles ihm gehört. Wie sieht euer Tagesablauf aus, was darf Dein Hund, was nicht? Erzähl mal ein bisschen, wie euer Zusammenleben so aussieht.

    Vielen Dank und liebe Grüße
    Nina

  7. Hallo, ich weiß nicht ob es zu diesem Thema passt, aber es geht um Verhalten. Meine 6 Jährige Hündin wird seit geraumer Zeit immer aggressiver Fremden gegenüber, die auf den Hof kommen oder am Haus vorbei fahren. Mit Rad zb. Vorwiegend sind es Männer und Kinder die lauter sind. Der Grund warum sie Probleme mit Männern hat, ist mir bekannt. Es gab da einen Vorfall im Welpenalter. Der zur Folge hat, das sie alle und jeden anknurrt und anbellt der sich ihr mit Helm.Mütze oder derartigem nähert. Das hatten wir aber schon gut im Griff. Aber seit geraumer Zeit, ( kann das leider nicht richtig in einen Zeitraum fassen) wird es immer schlimmer. Vor kurzem erst ist sie auf den Nachbarssohn zugeschossen, der mit seinem Bagger oder was das war, am Haus vorbeifuhr. Da hatte ich das erste mal richtig Angst, das sie zubeisst. Ich kann mir Ihr Verhalten nicht erklären. Wir wohnen hier schon 3 Jahre. Und vorher war sie nicht so. Es ist auch nur zu Hause so. Also draußen ist sie der tollste Hund. Sie ist ein ängstlicher Hund. Das war sie schon als Welpe. Wie kann ich Ihr denn sicherheit vermitteln? In solchen Situationen dringt nichts mehr zu Ihr durch. Da kann ich machen was ich will. Über einen Rat wäre ich sehr dankbar. Glg

  8. Hallo, habe seit 10 Wochen eine Bolonka Zwetna-Yorkshir Mischlings Dame, kastriert, 5 Jahre alt aus dem Tierheim. Nachts hat sie immer in die Wohnung gemacht, doch seit ca. 4 Wochen macht sie jede Nacht in ihr Nest. Ich bin ratlos. Dabei gehen wir 3x tägl. mit ihr raus und sie geht tagsüber auch selbstständig auf die Wiese im Garten und bevor der Letzte ins Bett geht entleert sie sich noch einmal. Aber Nachts…?
    Wer weiß Rat?
    Lg
    Claudia

  9. Hallo Claudia,

    macht sie direkt auf Ihren Schlafplatz? Kann es sein, dass sie etwas undicht ist und nicht merkt, dass sie nachts Urin verliert?

    Viele Grüße
    Nina Adebahr

  10. Hallo Kerstin,

    waren Sie mit Ihrer Hündin schon einmal bei Tierarzt? Vielleicht hat Sie Ohrenschmerzen oder etwas anderes, was Sie so Geräuschempfindlich macht?

    Viele Grüße
    Nina Abebahr

  11. Barbara Schendera

    Hallo,

    ich habe seit vier Monaten einen Schäfer-Labrador BorderCollie Mix, er ist bereits 10 Monate alt und ich bekam ihn mit 6 Monaten. Er konnte bereits Sitz und Platz und ist auch sehr lernwillig, er spielt gerne und oft mit mir und meinem Mann. Wir gehen tagsüber sechs bis acht Mal hinaus, um zu spielen und damit er gassi gehen kann. Haben einen Garten und eine kleine Tochter die mit ihm auch gut auskommt. Mein Problem liegt darin das er seit geraumer Zeit alles was er findet zerbeisst. erst gestern hat er seinen Hundeplatz das aus einem Hundekissen(beim Fressnapf besorgt) besteht und auch alle Schuhe die er findet.Ich weiss mir keinen Rat, ich bin mom noch den ganzen Tag zu Hause und er ist immer in alles involviert. Er darf mit Einkaufen er geht mit Rad fahren er liegt bei mir im Arbeitszimmer und er bekommt genug Kausachen die für Hunde geeignet sind und trotzdem zerstört er alles. Seit neuestem auch die Hauswände, die schabt er mit den Zähnen ab. bitte um Hilfe!!

  12. Mein Hund legt sich immer wenn ich nicht zu Hause bin auf MEINE Couch. Ihr „Bettchen“ steht nebenan. Wenn ich wieder nach Hause komme und ich nur die Couch anfasse geht sie gleich „in Deckung“. Schimpfen hilft also nicht mehr bei ihr. Nächsten Tag das Gleiche 🙁 Außer die Couch jedesmal zu „verbauen“ weiß ich mir keinen Rat mehr. Sie wird auch belohnt wenn sie in „Ihr“ Bettchen geht.

  13. Hallo Sandra,

    da hilft es nur, die Couch für Deine Hündin unzugänglich zu machen. Kissen, Stühle, Klebeband… Wenn Du die Möglichkeit hast, kannst Du auch die Tür geschlossen halten während Du weg bist, so dass sie sich in einem anderen Raum aufhalten muss.

    Warum möchtest Du nicht, dass Deine Hündin auf der Couch ist? Vielleicht wäre es ja für Dich in Ordnung, wenn sie während Deiner Anwesenheit nicht mit drauf darf, wenn Du weg bist aber schon. Und wenn Du wieder nach hause kommst, muss sie wieder runter.

    Liebe Grüße
    Nina

  14. Hallo Barbara,

    wenn alles andere ausgeschlossen werden kann, ihr nichts anders macht als vorher und Dein Hund ausreichend Beschäftigung (mit anderen Hunden toben, laufen, Schnüffeln und geistige Auslastung – bei Deinem Mix sehr wichtig) bekommt, sieht es für mich so aus, als wenn Dein Hund in der Pubertätsphase ist.

    Ich würde alles aus seinem Sichtfeld räumen, was er gerne anknabbert und vielleicht darüber nachdenken, ihn für die Zeit zuhause eine Box zu kaufen. Ausreichend groß kann er sich dorthin zurück ziehen, einen Knochen knabbern und zur Ruhe kommen. Natürlich müsste er gut daran gewöhnt werden. Hier habe ich beschrieben wie: http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/gewohnung-an-eine-transportbox.html . Dein Hund sollte aber dort nicht als Strafe hineingeschickt werden.

    Alles Gute!

    Liebe Grüße
    Nina

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