Martin Rütter – “Der Hundeprofi” auf VOX

Mittlerweile sollte ihn jeder Hundebesitzer kennen… spätestens aber durch seine wöchentlichen TV-Auftritte bei VOX als „Der Hundeprofi“ ist Martin Rütter in aller Munde.

Viele Hundebesitzer sitzen jeden Samstag um 19:15 gespannt vor dem Fernseher um zu sehen, welche Lösungen Martin Rütter den besorgten Hundebesitzern in dieser Staffel geben kann. Nach konsequentem Training ist zu sehen, wie viel es im Verständnis zwischen Mensch und Hund zu lernen gibt und wie wichtig es ist, hundliche Bedürfnisse zu kennen und darauf einzugehen.

Martin Rütter zeigt in der Serie „Der Hundeprofi“ deutlich, dass es kein Patentrezept allein gültig für alle Hunde gibt. Jeder Hund ist anders! Jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit, auf die der Hundeprofi eingeht. Jede Persönlichkeit benötigt ein auf den Hund zugeschnittenes Training ohne Schmerz und ohne Zwang.

Martin Rütter betreibt seit 1995 das Zentrum für Menschen mit Hund und hat mittlerweile in einem deutschlandweiten Netzwerk von Zentren seine Trainingsphilosophie weitergeben können.

Der Tierpsychologe vertritt die gewaltfreie Ausbildung von Menschen und ihren Hunden. Der Schwerpunkt seiner Philosophie D.O.G.S. “Dog Orientated Guiding System” (am Hund orientiertes Führungssystem) besteht darin, Hunde besser einschätzen zu können und individuelle Trainingskonzepte zu entwerfen.

Seien Sie offen für eine gewaltfreie Beziehung zwischen Mensch und Hund. Geben Sie Ihrem Hund die Chance mit Ihnen zu kommunizieren und horchen Sie genau hin! Unsere Vierbeiner haben uns so viel zu sagen. Sie haben es verdient, dass wir Ihnen zuhören…

 

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86 Kommentare
  1. Hallo Hanni,

    wahrscheinlich fühlt sie sich sicher und geschützt in den Kuhlen, die sie sich gräbt. Es ist alles neu für sie und wenn sie aus einer Tötungsstation kommt, hat sie auch einiges durchgemacht. Vielleicht ist sie es gewohnt, sich kleine Gruben zu buddeln und sich so einen Schlafplatz zu schaffen. Wahrscheinlich gab es dort wo sie her kommt keine warmen Decken und Schlafplätze – deshalb kann sie mit diesen zur Zeit nichts anfangen. Lass sie sich ihren Schlafplatz aussuchen – wenn sie sich in ihren Kuhlen wohl fühlt, ist das doch schön. Es kann ja durchaus sein, dass sie nach einiger Zeit der Eingewöhnung, andere Schlafplätze aufsucht und sich dann auch dort wohl fühlt. Sie hat ein dickes Fell – ich denke nicht, dass sie sich verkühlen wird. Gib ihr Zeit und Raum sich einzugewöhnen.

    Wenn Du ihr eine Alternative anbieten möchtest, kannst Du es mit einer Hütte oder einem überdachten Platz versuchen. Lass sie aber immer freiwillig wählen, wo sie liegen möchte. Natürlich soll sie nicht draußen übernachten, aber wenn Du auch im Garten bist, sind die Gruben doch ok.

    Viel Spaß mit Deiner Hündin und liebe Grüße

  2. jennifer sagt:

    guten morgen habe eine frage mein hund ist 11 wochen . ein bernersennen -cocker mix. haben ihn seit 4 tagen.er zwickt öfters und fest wie bekomm ich sowas schnell raus.weil wir auch kinder in der familie haben und ich nicht möchte das sie auch gezwickt werden.sonst ist es ein toller hund.
    lg jenny

  3. Hallo Jenny,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zum Familiennachwuchs!

    Es ist ganz normal, dass Welpen zwicken. Sie haben noch keine Beißhemmung, wissen also nicht, wie doll sie zwicken können, ohne dass es dem Spielpartner weh tut. Diese Beißhemmung erlernen Welpen erst im Spiel untereinander. Sie lernen, wie doll man mit den verschiedensten Rassen toben kann, ohne dem anderen weh zu tun. Ist das Spiel zu grob oder zwickt ein Welpe zu fest, quietscht der Spielgefährte und signalisiert somit seinem Gegenüber, dass das zu doll war. Er wird das Spiel unterbrechen – wer hat schon Lust mit jemanden zu spielen, der einem weh tut! So lernt der Welpe, der zu fest gespielt hat, das nächste Mal sanfter zu spielen. Denn er möchte ja keinesfalls dass das lustige Spiel aufhört! Das kurz zur Erklärung, warum Dein Welpe dies tut. Er hat es einfach noch nicht gelernt. Hinzu kommt, dass Welpenzähne sehr spitz sind und deshalb nochmal doppelt so doll weh tun.

    Wenn Dein Welpe zu fest zwickt, unterbreche das Spiel und ignoriere ihn. Du kannst auch einen kurzen Laut von Dir geben. Wenn er dann immer noch nicht aufhört, gehe aus dem Raum und entgehe so der Situation. Wenn Du schimpfst, könnte er das als Anfeuerung sehen und noch wilder werden.

    Also: zwickt der Welpe zu doll – Spiel unterbrechen oder aus dem Raum gehen. Ist er wieder ruhig, kann das Spiel – von Dir beginnend – von Neuem beginnen. So lernen Welpen es im Spiel untereinander und er wird es so auch zu hause lernen.

    Wenn Du noch Fragen hast stelle sie gerne!

    Viel Freude mit Deinem Welpen und liebe Grüße

  4. jennifer sagt:

    hallo
    ich habe nochmal eine frage. im auto ist unser kleiner sehr frech. er attackiert öfters uns . derjenige der bei ihm sitzt.in arme. gehen jetzt auch zur hundeschule .aber vielleicht bekomm ich jetzt schon mal nen tipp.

  5. Hallo,

    wo hat denn euer Welpe im Auto seinen Platz? Gib ihm etwas zum Kauen, einen Knochen oder ein Spieltau, wo er rein beißen kann und versucht es so gut es geht zu ignorieren und ruhig zu bleiben. Welpen haben spitze Zähne und noch keine Beißhemmung. Sie wissen noch nicht, was ihrem Spielpartner wann weh tut und wann es zu viel ist. Das lernen sie erst mit der Zeit im Spiel mit anderen Welpen und ihm Spiel mir ihren Besitzern. Ist das Spiel zu doll, wird es beendet. Der Welpe wird versuchen, sich immer mehr anzupassen, weil er ja nicht möchte, dass das Spiel aufhört.

    Vielleicht kann euer Welpe ja auch schon im Kofferraum sitzen und einer auf der Rückbank, damit er Blickkontakt mit einer vertrauten Person hat. Ist er sonst während der Fahrt ruhig?

    Liebe Grüße vom HundetrainerBlog-Team

  6. Zucker Ulrike sagt:

    Hallo Hr Lütters
    Ich bräuchte bitte ihren Rat. Wir haben nen Belgischen Schäferhündin Mix die 4 Jahre alt ist, und auf jeden Hund los geht den es gibt ich kann sie teilweise gar nicht mehr von der Leine lassen sobald sie einen anderen Hund sieht geht es auch schon los ich bin am Verzweifeln ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Wir haben sie erst gute 3 Jahre und sie hat ne schlechte Vergangenheit sie mag Kinder und Katzen. Einen Freund hat sie denn sie auch überalles liebt.
    Bitte helfen sie mir

  7. Hallo Frau Zucker,

    vielen Dank für Ihren Eintrag. Ich bin nicht Martin Rütter, versuche Ihnen aber gerne zu helfen.

    Wenn sie in der Vergagenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, sitzt so ein Erlebnis meistens sehr tief. Welche Erfahrungen hat sie mit anderen Hunden gemacht? Was meinen Sie, wenn Sie sagen, dass sie auf andere Hunde los geht? Hat sie schon mal gebissen?

    Sie können mir auch gerne eine Email schicken. Vielleicht finden wir jemanden, der Ihnen vor Ort helfen kann. Aber vielleicht kann ich Ihnen auch ein paar Tipps geben…

    Liebe Grüße

  8. jennifer sagt:

    guten morgen ich hab noch mal eine frage unser chiko ist jetzt knapp 8 mon und er ist immer gern auto gefahren aber seit kurzen bellt er immer während der fahrt.woran kann das liegen , ist das vielleicht die pubertät.wir wissen keinen rat. sonst hat er sich klasse entwickelt.nur das is das einzige problem mit dem fahren.
    lg jenny

  9. Hallo Jenny,

    verbindet er mit dem Autofahren vielleicht etwas besonders Schönes? Vielleicht steuert ihr mit dem Auto immer die für ihn schönsten Ziele an und er ist super aufgeregt und in freudiger Erwartung wenn es los geht. Oder hast Du das Gefühl, dass er bellt weil er gestresst ist? Fängt er bereits an zu bellen wenn das Auto noch steht oder erst wenn die Fahrt los geht?

    Wenn er sich freut und aufgeregt ist auf das was kommt, könnt ihr in nächster Zeit auch mal Ziele anfahren, die für ihn nicht so spannend sind. Nehmt ihn z.B. mit zum Einkaufen, lasst ihn die Zeit über im Auto und fahrt dann kommentarlos einfach wieder nach hause. So merkt er, dass Autofahren nicht immer ein Highlight für ihn bedeutet, sondern manchmal auch ganz langweilig sein kann.

    Wenn er negativen Stress hat während der Fahrt kann das viele Gründe haben. Deshalb würde ich mich freuen, wenn Du mir noch etwas mehr erzählen könntest… Aber vielleicht konnte ich Dir ja auch schon helfen. Melde Dich gerne wenn Du noch Fragen hast.

    Viele Grüße

  10. Kevin sagt:

    Hallo,
    wir haben zwei kleine Mops Welpen, Sie 14 Wochen, Er 12 Wochen, wir hatten Sie zuerst und haben uns entschieden einen Rüden dazu zu holen um einen Spielpartner zu bekommen. Nun ist es so das die sich untereinander etwas Beissen beim Spielen. Die beiden haben schon kleine blutige Stellen. Schlafen aber zusammen im Körbchen obwohl mehrere Ausweichmöglichkeiten vorhanden sind. Verstehen sich sonst gut. Wie kann man das beissen unterbinden?

    Viele Mops Grüße

  11. Hallo Kevin,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zum vierbeinigen Nachwuchs!
    Welpen haben sehr spitze Milchzähne, mit denen sie sich beim Spielen häufig den ein oder anderen Kratzer zufügen. Da sie noch nicht wissen, wie sie mit ihren spitzen Zähnen spielen, ohne jemandem weh zu tun, müssen sie dies lernen. Sie müssen eine Beißhemmung aufbauen. Das lernen sie, in dem der andere Hund, dem das Spiel zu doll wird qiekt und so signalisiert, dass ihm weh getan, oder es ihm zu ruppig wurde. Doch muss der andere erst lernen, was er mit dem Qieken anfangen soll.
    Hast Du das Gefühl, dass sich die beiden im Spiel weh tun? Also qiekt einer der beiden während des Spiels? Wenn dem so ist, trenne die beiden kurz, also nehme sie auseinander, ohne grob zu sein und kommentarlos. So lernt der Welpe, der zu doll gespielt hat, dass das Spiel zuende ist wenn er zu grob ist. Und nicht mehr Spielen zu dürfen ist für Welpen ja bekanntlich fast das Schlimmste. :-) Wenn ein bisschen Ruhe eingekehrt ist, also wenn sich der Welpe in Deinen Händen wieder ruhig verhältl, lässt Du sie wieder spielen.
    Das ist bei jedem Welpen so und der eine lernt es schneller, der andere braucht etwas länger. Sei beim Spiel immer dabei und unterbreche es kommentarlos und ruhig wenn es einem Welpen zu viel wird. Halte den, der zu grob wurde kurz fest und warte, bis er ruhig ist. Dann lasse sie wieder zusammen. Genauso kannst Du es übrigens auch anwenden, wenn die Welpen mit Dir zu doll toben und Dich mit ihren Milchzähnen kneifen. Beende das Spiel, steh auf oder gehe aus dem Raum und komme erst wieder, wenn der Welpe sich beruhigt hat.
    Viel Erfolg!

  12. Anne sagt:

    Hallo,
    ich habe eine fast 4 jährige Foxterrier-Hündin, sie ist absolut der tollste Hund den man sich vorstellen kann, jedoch habe ich leider meine Nachbarn und meinen Vermieter im Nacken…

    Sobald ich die Wohnung verlasse, fängt sie nach kurzer Zeit an wie verrückt zu bellen, als würde sie sich vergessen fühlen, sie wird immer total panisch und bellt sich so auch fast die Seele aus dem Leib…ich hab es schon auf viele Weise probiert ihr das abzugewöhnen, ich habe ihr einen Kong geholt, den ich immer verstecke bevor ich weggehe, aus dem sie dann ihr Futter rausfischen kann, damit beschäftigt sie sich dann auch immer, aber sobal sie fertig ist, bekommt sie wieder ihre Verlustängste und bellt bellt und bellt. Ich habe zur Probe auch schon die Wohnung verlassen und bin rein und habe sie gelobt, wenn sie ruhig war, aber sie bessert sicht einfach nicht.

    Wenn ich einkaufen bin ist sie auch so schlimm…Sobald ich sie anbinde und ein Paar schritte weggehe quikt und bellt sie ganz laut…ich bin wirklich nicht oft weg, da mein Hund ja auch mein Hobby ist und ich viel Zeit mit ihr verbringe, aber sobald ich weg bin, gibt es großes Theater…was kann ich nur machen? :( ich will meine Sheila nicht weggeben, sie ist mein aller größter Schatz und die Wohnung möchte ich auch nicht aufgeben müssen.

    Ich weiß echt nicht weiter, mit solche Halsbänder die irgendwelche stromschläge absondern hab ich absolut Probleme, da ich meinem Hund keine Schmerzen zufügen will…

    Ich hoffe Sie können mir helfen…

    Liebe Grüße Anne.

  13. Hallo Anne,
    üben Sie das Alleinebleiben so, als wäre Ihre Hündin noch ein Welpe. Fagen Sie von vorne an und üben Sie es täglich in ganz kleinen Schritten. Vielleicht reagiert Ihr Hund bereits auf den Schlüssel, den Sie in die Hand nehmen? Oder die Jacke, die Sie anziehen? Üben Sie jeden Schritt so oft, bis Ihre Hündin Sie gelangweilt ansieht und kein Interesse mehr an dem Traing zeigt. Erst dann gehen Sie raus, kommen aber gleich wieder rein, bevor sie anfängt zu bellen. Nur ein paar Sekunden! Lesen Sie hierzu den Beitrag, Sie können genauso beginnen, als wäre Ihre Hündin noch ein Welpe – also von vorne. So können Sie das Alleinebleiben sicher und positiv trainieren.
    Die Idee mit dem Kong ist gut! Versuchen Sie aber zurück zu kommen BEVOR sie den Kong geleert hat. Also zurück kommen bevor sie anfängt unruhig zu werden. Lasten Sie ihre Hündin immer ausreichend aus bevor Sie sie alleine lassen. Wenn Sie zurück kommen, tun Sie so, als wäre gar nichts passiert. Sprechen Sie Ihre Hündin nicht an, egal wie aufgeregt sie ist. Ignorieren Sie sie wenn Sie nach hause kommen.
    Es ist wichtig, Hunde regelmäßig alleine zu lassen, damit sie es gewohnt sind. Nur so kann es für sie auch Normalität sein und sie werden ruhig reagieren.
    Stromhalsbänder sind ein absolutes NEIN! Jeder, der Ihnen diese Methode “verkaufen” will, ist nicht geeignet für ein Hundegerechtes Training. Und Sie werden Ihre Hündin nicht weggeben müssen… Ganz kleine Schritte, ganz kleine Zeiteinheiten, immer wieder rein gehen bevor sie bellt oder sich aufregt und sie ignorieren wenn Sie zurück kommen.
    Wenn Sie draußen an der Leine mit ihr üben, binden Sie sie fest und drehen sich von ihr weg. Warten 2 Sekunden und wenn sie ruhug ist gehen Sie zu ihr zurück und binden sie los. Aber auch dort ist es wichtig, dass Sie sie nicht loben oder ansprechen. Es ist ganz normal, dass Sie gehen und wieder kommen! Das können Sie immer weiter üben, Schritt für Schritt und erst wenn Ihre Hündin eine größere Entfernung entspannt aushält, können Sie mal hinter einer Ecke verschwinden. Wenn Ihre Hündin doch anfängt zu bellen oder zu jammern, warten Sie bis sie aufgehört hat! Und gehen Sie dann erst wortlos zu ihr zurück. Versuchen Sie aber gar nicht erst soweit zu gehen, gehen Sie vorher zu ihr zurück. Sie müssen den richtigen Moment abpassen…
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!!!
    Liebe Grüße

  14. Erika sagt:

    Hallo,

    mein Hund, ein Podenco-Mix, ist jetzt knapp 2 Jahre alt. Sie wurde in einer spanischen Auffangstation geboren und lebte einige Zeit bei einer deutschen Tierhilfe. Sie hat nie gelernt sich zu melden wenn sie raus muß. Inzwischen tut sie das zwar, aber es kommt immer wieder vor, dass sie sich trotzdem klammheimlich in das entfernteste Zimmer oder den Keller verzieht, aber nur wenns keiner sieht. Wenn ich nach ein paar Tage dann drauf stoße kann ich sie ja auch nicht mehr dafür schimpfen. Gibt es irgendwelche Tricks außer sie einfach nicht aus den Augen zu lassen um sofort reagieren zu können?

    Vielleicht sollte ich zwischenrein erwähnen, Training mit Leckerlis interessiert sie überhaupt nicht. Leckerlis verstecken und suchen lassen ist doof. Leckerli aus der Hand wird angeschaut und das wars dann. Spielzeug mit Leckerlis innen drinnen ist zum spielen langweilig und wenn man es aus den Augen läßt dann ist es verdammt schnell geknackt, zerlegt und geleert.

    Wenn ihr langweilig ist fängt sie das Jammern an. Lautstark. Und wenn man nicht darauf reagiert wird es immer schlimmer. Das kann stundenlang gehen. Äußerst zufrieden ist sie, wenn man einfach eine Runde mit ihr spielt. Aber das soll ja nicht der Hund bestimmen wann. Wenn man sie schimpft und das sehr konsequent dann hört sie auf. Bis ich mich auch nur einen Zentimeter bewege und es geht wieder los. Da hilft nur Konsequenz, oder?

    Eigentlich ist sie ein sehr sozialverträgliches Geschöpf – egal ob andere Hunde, Jogger, Radfahrer. Blos manchmal, ich weiß nicht warum und woran das liegt und woher das kommt, da schneidet sie dem Jogger der ihr gestern total egal war laut bellend den Weg ab oder will den Radfahrer vom Rad holen. Manchmal geht sie schwanzwedelnd auf andere Menschen zu und an anderen Tagen sträubt sie das Fell und macht einen auf Monster. Als sie zu mir kam war sie sehr ängstlich, vorallem wenn Hände auf sie zu kamen. Kann es sein das diese Urangst immer mal wieder hoch kommt – ist ja so eine schöne Erklärung – oder ist sie einfach launisch, warum auch immer? Auch beim Gassi gehen, wenn ich sie laufen lasse (weit entfernt von Wald und Wild) hat sie manchmal total seltsame Tage, da rennt sie wie irre kreuz und quer, schlägt Haken, kriegt nichts mehr mit. Ist das eine Art aufgestauter Lauftrieb durch den Windhund-Anteil?

    Ende des Jahres gibt es bei mir Nachwuchs und dadurch dass sie sehr an mir hängt und manchmal so unerwartet krass reagiert habe ich etwas Angst, dass sie dann eifersüchtig reagiert und sich vernachlässigt fühlt. Ich versuche jetzt schon ihr etwas weniger Beachtung zukommen zu lassen soweit es geht. Wesentlich weniger Kuschelstunden, schlafen muß sie nur noch in ihrem Bettchen, keine morgendliche Kuschelstunde mehr bei mir. Was kann ich noch im Vorfeld tun und worauf muß ich achten wenn es dann soweit ist?

    Viele kleine Fragen und Problemchen bei denen mir einfach die Sicherheit fehlt ob das was ich tue richtig und verständlich für meinen Wauz ist… drum freu ich mich wahnsinnig auf Antwort!

    Erika

  15. Hallo Erika,

    wie lange lebt Ihre Hündin schon bei Ihnen? Wenn sie nie gelernt hat, sich zu melden wenn sie mal muss, bzw. keine andere Möglichkeit hatte, ihr Geschäft zu erledigen, kann es einige Zeit dauern, bis sie sich daran gewöhnt hat. Geben Sie ihr oft die Möglichkeit, sich draußen zu lösen und loben Sie sie dafür. Vielleicht hat sie Lieblingsecken im Haus, wo Sie die Türen schließen können und ihr so die Möglichkeit nehmen, sich geheime Ecken zu suchen. Das kann dauern, bleiben Sie geduldig und gehen Sie lieber einmal mehr mit ihr vor die Tür.

    Wenn sie jammert dürfen Sie nicht reagieren. Sie gehen dann auf Ihre Hündin ein und sie bekommt die Aufmerksamkeit, die sie ja durch ihr Jammern erreichen wollte. Auch wenn Sie in dem Moment nichts Schönes mit ihr beginnen, dass Sie auf Ihr “Rufen” regieren, reicht bereits aus. Wann wird ihr denn langweilig? Hat sie genug um die Ohren, dass sie zuhause müde und ausgelastet ist? Auch wenn es schwer fällt, aber sie müssen Ihren Hund ignorieren wenn Sie bellt und jammert und was Schönes mit ihr machen wenn sie still ist. Nur so lernt sie, dass es sich nicht lohnt laut zu jammern, sondern dass Ruhe sich auszahlt. Auch schimpfen ist eine Art von Aufmerksamkeit und es wird Sie nicht weiterbringen, Ihr Hund wird dadurch nicht weniger jammern oder bellen. Geben Sie ihr BEVOR sie jammert, vielleicht nach dem Spaziergang etwas zur Beschäftigung. Kaut sie gerne Knochen oder zerreist sie gerne Pappe? Was frisst sie als Mahlzeiten? Wenn es Trockenfutter ist, können Sie Ihrer Hündin die Mahlzeit in einem Pappkarton servieren, vielleicht noch ausgefüllt mit etwas Küchenpapier. Das kann sie dann nach Herzenslust zerreißen, kommt so an ihr Futter und hat gleich auch noch was zu tun, gegen die Langeweile. Natürlich macht das etwas Unordnung, aber viele Hunde lieben es! Sie können den Schwierigkeitsgrad nach Herzenslust erhöhen, wenn Ihre Hündin den Dreh schnell raus hat. So muss sie auch gleich noch etwas für ihr Fressen arbeiten. :-)

    Dass Ihr Hund launisch ist denke ich nicht. Da Sie ihre Vergangenheit nicht genau kennen, kann man nicht genau sagen, was sie alles erlebt hat. Vielleicht hat sie Tage, an denen sie sich sehr sicher fühlt und andere, an denen sie sich unsicher fühlt. Das kennen wir Menschen von uns ja auch… Das kreuz und quer rennen interpretiere ich jetzt einfach mal als Freude am Leben! Vielleicht spielt der Windhundanteil auch eine Rolle, aber vielleicht ist Ihr Hund in solchen Momenten einfach besonders happy und freut sich ihres Lebens! :-)

    Herzlichen glückwunsch zu dem geplanten Nachwuchs! Ich würde sie nicht weniger Beachten, sondern sie in die Planung mit einbeziehen. Sie bekommt ja mit, dass in Ihrem Körper etwas vor sich geht. Hunde sind äußerst sensibel! Sie könnte Ihr Verhalten mit der Schwangerschaft und später vielleicht auch mit dem Kind in Verbindung bringen und so würden Sie die Eifersucht nur noch schüren. Kuschelstunden dürfen nicht fehlen! Hunde sind Familienmitglieder… Stellen Sie sich vor, jemand, der Ihnen sehr lieb ist, streicht Ihnen die geliebten Schmuseeinheiten… Kuschelstunden sind auch später möglich und total wichtig, wenn das Kind da ist. Lassen Sie die beiden nicht alleine und legen Sie Ihr Kind immer außer Reichweite zum Schlafen. Aber versuchen Sie, Ihre Hündin ebenfalls als Familienmitglied zu sehen und sie nicht auszugrenzen. Das wird eher die Probleme anziehen. Haben Sie die beiden immer im Blick, unternehmen Sie viel Schönes gemeinsam mit Kind und Hund. Ihre Hündin wird dann merken, dass Sie Ihnen trotzdem wichtig ist und dass das Kind nun dazu gehört, dies aber nichts an Ihrer Beziehung zueinander ändert. Sie sind dann eine Familie mit Kind und Hund. Dass sie nicht mehr in Ihrem Bett mit schläft ist für später bestimmt sinnvoll. Denn wahrscheinlich wird Ihr Kind die ein oder andere Nacht bei Ihnen sein. So ist sie es später bereits gewöhnt und bringt auch den “Rauswurf” aus dem Bett nicht mit dem Kind in Verbindung.

    Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich gerne!

    Ich wünsche Ihnen alles Gute!

    Viele Grüße
    Nina Adebahr

  16. Isabella sagt:

    Hallo liebes Hunde Team ,

    ich hab seit fast einem Monat einen 13 Wochen alten Zwergpinscher – Mischling und ich weiß nicht wie ich ihn stubenrein bekomme. Er hat immer die Möglichkeit in der Garten hinaus zu gehen , und ich geh mit ihm auch öfters am Tag spatzieren . Jedoch des öfteren passiert es das er sobald wir heim kommen mir ins Haus rein macht ?!
    Ich hab schon versucht ihn jedesmal wenn er sein Geschäft draußen machen ihn mit einem Leckerli zu belohnen , jedoch ohnen erfolg.
    Was oder wie soll ich am besten vorgehen ?

    Danke & Liebe Grüße Isabella

  17. Hallo Isabella,

    herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs! Les Dir mal diesen Artikel durch http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/stubenreinheit.html – dort wirst Du fündig…

    Dass Welpen nach Spaziergängen in die Wohnung machen passiert häufig. Draußen ist es einfach zu spannend – da kann das Geschäft schon mal vergessen werden…

    Versuche Deinen Welpen nur mit leiser Stimme zu loben. Ein Leckerli oder zu euphorisches Loben könnte ihn zu sehr von der eigentlichen Tat ablenken.

    Gib Deinem Welpen Zeit. Stubenreinheit kann lange dauern oder ganz schnell gehen…

    Viele Grüße, viel Erfolg und viel Spaß mit Deinem Welpen!

  18. Christin sagt:

    Hallo, ich habe ein Problem.
    Meine Hündin (Jack Russel T. – 3 Jahre) ist kastriert und mein Rüde (Zwergpinscher – 10Monate) will sie trotzdem immer und immer wieder hinten bespringen und ist auch sichtlich erregt. Gibt meine Hündin trotzdem Duftstoffe ab oder was ist es?

  19. Hallo Christin,

    kann sein, dass Deine Hündin gut riecht und für Deinen Rüden deshalb interessant ist. Vielleicht entdeckt er sich aber auch gerade selbst und findet Deine Hündin an sich schon interessant genug. Wie fühlt sich Deine Hündin dabei? Hast Du das Gefühl, dass sie sich unwohl fühlt?

    Viele Grüße
    Nina

  20. Christin sagt:

    Naja sie knurrt ihn schon öfters an, aber mehr macht sie nicht. Wenn er eben dran riecht oder auch leckt, setzt sie sich immer schnell hin.

  21. Biene sagt:

    Ich brauche echt dringed hilfe…Hab mir eine 1 Jahre junge Stafford-Shar Pei Dame aus dem Tierheim geholt…
    sie wurde schwer misshandelt und geschlagen. war tagelang an den Heizkörper gekettet.Hatte keine festen Zeiten zum gassi gehen(wenn die mal wirklich mit ihr draußen waren) Erst im Tierheim hat sie erste wirkliche soziale Kontakte geknüpft…
    zum Problem: sie knurrt meine Besuch an und versucht zu beissen…
    Sie macht mir in die Wohnung , selbst wenn ich vorher mit ihr draussen war und nur 10 Minuten weg bin…desweiteren ist sie sehr schreckhaft,was wohl an ihrer Vergangenheit liegt…Bitte um Hilfe LG Jan

  22. Hallo Jan,

    wie verhält sich Dein Besuch wenn er die Wohnung betritt? Wichtig ist, dass dieser Deine Hündin völlig ignoriert. Ihr auch nicht versucht, gut zuzureden. Sie fühlt sich anscheinend bedroht von Fremden – was ja bei ihrer Geschichte auch verständlich ist. Lass sie sich erstmal einleben und zu Dir Vertrauen fassen. Ich gehe davon aus, dass das Problem mit dem Knurren bei Dir nicht ist? In weiteren Schritten, wenn sie sich eingelebt hat, könntest Du Deinem Besuch eine Schüssel mit Futter an die Haustür stellen und jedesmal wenn Besuch kommt, wird ein Leckerli gekullert, oder ein Ball oder das, was sie besonders toll ist. Ich denke aber, dass sie immer Fremden gegenüber misstrauisch sein wird.

    Dass sie in die Wohnung macht, liegt daran, dass sie nicht gelernt hat, ihr Geschäft draußen zu verrichten. Für sie scheint es normal gewesen zu sein, dort hin zu machen, wo sie gerade muss. Bzw. sie scheint keine andere Möglichkeit gehabt zu haben. Lasse Dir Zeit damit, sie wird sie brauchen. Lobe sie wenn sie draußen macht und wische es drinnen weg. Hier kannst Du zum Thema Stubenreinheit mehr lesen http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/stubenreinheit.html .

    Sie scheint nichts wirklich kennengelernt zu haben und die Sozialisierungsphase wohl auch nicht sinnvoll verbracht zu haben. Sie wird immer ein ängstlicherer Hund bleiben, aber Du kannst ihr jetzt auch noch viel zeigen. Aber überfordere sie nicht. Suche unterschiedliche Plätze zum Spazierengehen auf und mache alles so, wie man es mit einem Welpen machen würde http://www.hundetrainerblog.de/welpen/ein-welpe-kommt-ins-haus.html .Bestätige sie nicht wenn sie Angst zeigt, sondern hocke Dich zu ihr und sei einfach bei ihr. Schau Dir gemeinsam die Dinge an, die ihr Angst bereiten. Aber streichel sie nicht und versuche ihr auch nicht gut zuzureden, das könnte sie bestätigen und ihr zeigen, dass Du auch Angst hast. Hier stehen auch ein paar Tips http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/gerauschangste-bei-hunden.html

    Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne.

    Viele Grüße und viel Erfolg!

  23. Spiss Sabrina sagt:

    Hallo,
    Ich habe zwei Hunde und leider auch zwei Probleme und hoffe sehr dass sie mir weiter helfen können.
    Ich fange mal mit der kleinen an. Sie ist eine sehr kleine Chihuahua Hündnin und wird am 20. September schon 6 Monate leider ist sie immer noch nicht stubenrein. Ich habe wirklich alles probiert, bin mit ihr nach dem essen, spielen, schlafen raus gegangen aber sie macht einfach nicht. Ich habs mit Welpenklo probiert aber wenn ich sie rein setze weil ich weiss dass sie muss sieht sie mich nur mit ihren grossen Augen an und wartet bis sie wieder raus darf.
    Nun zu meiner zweiten.
    Sie ist keine Ahnung was, wir haben sie aus der Tötungsstation und ich denke mal dass sie eine Chihuahua Mix Hündin ist. Sie ist wirklich ein Engel und sehr brav, nur leider mag sie das Auto fahren überhaupt nicht. Sie bricht mir jedes mal wenn ich sie irgendwo hin mit nehme. Und mir konnte bislang auch kein Tierarzt helfen. Ich hoffe wirklich sehr dass sie mir nun weiterhelfen können und bedanke mich im voraus für Ihre Hilfe und Bemühungen.
    Mit ganz lieben Grüssen aus Tirol!!

  24. Hallo Sabrina,
    wartet Ihre Hündin bis sie wieder drinnen sind und macht dann ins Haus? Oder macht sie sowohl als auch – drinnen wie draußen – ihr Geschäft? Haben Sie schon diesen Artikel gelesen? http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/stubenreinheit.html

    Zeigt Ihre andere Hündin Angst, wenn sie ins Auto steigt? Wo hat sie im Auto ihren Platz? Dauert es eine Weile bis ihr schlecht wird, oder geht es gleich am Anfang los?

    Viele Grüße

  25. Franke Gabriele sagt:

    hallo, ich suche dringend hilfe, unsere hündin ist 2 jahre alt, wurde in ungarn im tierheim geboren und kam mit 4 monaten zu uns, sie ist ein sehr ängstlicher hund, vor allem mag sie keine männer, wir kommen mit ihr sehr gut zurecht, nur sowie jemand fremdes ins haus kommt, will sie immer beissen. oder wenn wir in einem biergarten sind, darf keiner uns bedienen ohne dass sie aggressiv reagiert.
    ich hab ihr schon eine nylon maulkorb gekauft, damit sie nicht jemanden beissen kann.
    ich konnte nicht zur hundeschule mit ihr gehen, da ich rollstuhl fahrerin bin, und einen privaten hunde trainer kann ich mir nicht leisten.
    unsere nachbarn im haus werden ebenso aggressiv angefaucht.
    was kann ich machen.
    auch nervt es, dass sie jeden hund, der an unserem haus vorbei läuft hinterher bellt, kann man ihr das ab gewöhnen???
    wir haben fenster bis zum boden-mittlerweile zu geklebt bis zur hälfte.
    aber sie hört das woghl auch, wenn ein hund vorbei läuft und bellt trotz dem.
    liebe grüße
    gabriele frane

  26. Hallo Frau Franke,

    soll Ihnen Ihr Hund auch im Alltag zur Seite stehen? Also bei Alltagsdingen helfen? Als Rollstuhlbegleithund scheint mir Ihr Hund nicht ausreichend sozialisiert zu sein und die Entscheidung, einen ängstlichen Hund aus dem Tierheim zu sich zu nehmen scheint mir in Ihrem Fall nicht passend gewesen zu sein…. Ein gut sozialisierter Hund von einem liebevollen Züchter, oder ein Welpe, den Sie von Anfang an an Ihre Situation hätten gewöhnen können, wäre die angenehmere Wahl gewesen – für beide Seiten. Damit meine ich nicht, dass es Ihr Hund bei Ihnen nicht gut hat, aber Sie schildern Probleme, die mit entsprechender Sozialisierung nicht passiert wären.

    Ein Maulkorb aus Nylon würde ich nicht verwenden, da dieser zu eng sitzt und die Hunde mit ihm nicht hecheln und somit Ihren Wärmehaushalt nicht regulieren können. Ein normaler Mailkorb ist angenehmer für den Hund.

    Wichtig ist für Ihre Hündin, dass sie nicht bedrängt wird. Dass Sie Rückzugsmöglichkeiten im Haus hat und von Ihren Besuchern und von Fremden nicht angesprochen und somit bedrängt wird. Einen so ängstlichen Hund würde ich einer Situation im Biergarten oder ähnlichen öffentlichen Orten nicht antun so lange sie sich dort so unwohl fühlt. Bzw. mir dort immer die ruhigste Ecke aussuchen wo ihr niemand zu nahe kommen kann. Loben Sie dort immer die Momente in denen sie ruhig ist. Nehmen Sie etwas zum Kauen mit – das baut Stress ab. Und wenn die Bedienung kommt, füttern Sie Leckerlis – wenn sie ruhig ist. So verknüpfen Sie nach und nach diese für Ihre Hündin blöde Situation mit etwas Positivem.

    Sie können ihr dadruch Sicherheit geben, dass sie sie auf ihrem Platz legen wenn Besuch kommt und dieser dann nicht in die Nähe ihres Platzes kommt. Jederzeit loben, wenn sie mag mit Futter, wenn sie ruhig ist, ignorieren wenn sie bellt und auf Ihren Platz bringen. Wie reagiert Ihre Hündin wenn Sie das Haus in dem Moment verlassen wenn sie bellt?

    Es kann sein, dass Ihr Hund sie beschützen möchte. Ihr Hund ist unsicher, bekommt von Ihrer Seite vielleicht nicht die Sicherheit, die sie benötigt und hat so das Gefühl, viele Dinge übernehmen zu müssen.

    Wie lasten Sie Ihre Hündin täglich aus? Was bereitet ihr Freude?

    Alles Gute für Sie und Ihre Hündin!

  27. Sabrina sagt:

    Hallo liebes Hunde Team, ich brauche Ihre Hilfe. Ich habe mir vor einem Jahr meinen 4 jährigen Pinscher- Mix Tibar aus dem Tierheim geholt. Der kleine Mann kommt aus der Slowakai (Tötungsanstallt),lebte dort wohl lange zeit auf der Straße.
    Mir wurde gesagt das er mit anderen Hunden sehr gut kann und auf Menschen immer einen Positven eindruck gemacht hat. Er war von anfang an stubenrein und kommandos wie ,,sitz und platz” klappen nach langem training auch sehr gut, nur leider ,,bei Fuß “laufen will er nicht, daher mache ich ihn auch nicht von der leine los,weil sein Jagttrieb doch sehr stark ausgeprägt ist.Was kann ich da tun?

    Nun ich bin vor einiger Zeit mit meinem Verlobten zusammen gezogen, Tibar war anfangs immer ruhig und hat dem Besuch nie was gemacht,bis vor wenigen Monaten,er knurrt gäste an und stellt diese auch.
    Vor zwei tagen hat er einer bekannten dabei in die Hand gebissen und seit dem bin ich sehr vorsichtig geworden,was das mit freunden einladen angeht.

    Sofern wir mit ihm drausßen sind macht er den Personen nichts, spielt mit ihnen und lässt sich streicheln, nur drin verhält er sich komisch.

    Vielleicht könnt ihr mir helfen,damit er sich wieder fängt. Weil ansich ist er ein prima Hund.

    Lg
    Sabrina

  28. Hallo Sabrina,

    “bei Fuß” gehen hilft Dir leider nicht dabei, Deinen Hund von der Leine zu lassen. Bei Fuß gehen sollte immer nur ein kurzes Signal für den Hund sein, um den Hund für kurze Situationen bei sich zu behalten. Ich würde eher an einem funktionierendem Rückruf arbeiten, damit Du ihn trotz Jagdtrieb frei laufen lassen kannst. Schau Dir dazu gern diesen Artikel an: http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/kommt-ihr-hund-wenn-sie-ihn-rufen.html

    Was mag Dein Hund besonders? Futter, Ball?

    Ein Hund, der ständig angeleint ist, kann Agressionen entwickeln, die vorher nicht da gewesen sind. Es ist überaus wichtig, notwendig und eigentlich gar nicht anders möglich, dass jeder Hund die Möglichkeit des Freilaufes hat. Ohne diesen kann er sich nicht artgerecht bewegen, sich austoben, entspannen, seine Energie freien Lauf lassen….. Daran musst Du arbeiten um einen glücklichen Hund zu haben und auch um an den häuslichen Problemen arbeiten zu können. Du kannst auch mit einer Schleppleine mit ihm trainieren. Bist Du mit dem Futterdummy vertraut? Das wäre eine gute Möglichkeit, Deinen Hund auszulasten und seinen Jagdtrieb vernünftig umzuleiten. Denn es hilft nichts, den Hund an die Leine zu nehmen um das Jagen zu unterbinden. Der Trieb bleibt und wir Menschen müssen unseren Hund eine Alternative bieten. Ich habe selbst einen Jagdhund und kann nur den Futterdummy empfehlen. Ganz besonders wichtig sind für Deinen Hund Beschäftigungen, bei denen er seine Nase einsetzen muss. So lastet Du ihn aus, er darf seine gute Nase benutzen und Du kannst seinen Jagdtrieb sinnvoll umlenken. http://www.hundetrainerblog.de/beschaftigung/nasenarbeit-und-suchspiele.html

    Sprechen die Gäste Deinen Hund an wenn sie in die Wohnung kommen? Hat er die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen? Er sollte nicht mit Ihnen an der Tür sein wenn Besuch kommt. Bringe ihn auf seinen Platz wenn Besuch kommt und belohne ihn immer wieder wenn er dort bleibt. Du könntest ihn auch mit einer leichten Leine im Haus sichern. An einem Brustgeschirr kann diese dran bleiben und mit schleifen. So kannst Du ihm, mit ausreichend langer Leine, vielleicht auch an seinem Platz fest machen, wenn er nicht sicher nach Deinem Signal auf seinem Platz bleibt. Achte darauf, dass sein Platz eine ungünstigere Position bekommt. Also dort, wo der Besuch nicht direkt an dem Platz vorbei muss. Spreche mit Deinen Gästen, dass sie Deinen Hund nicht ansprechen und ihn nicht anfassen! Er soll nicht bedrängt werden und zum handeln gezwungen werden. Wenn das gut klappt, können wir einen Schritt weiter gehen. Melde Dich dann gerne wieder bei mir!

    Und schreib mir auch wenn Du noch Fragen hast!

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

  29. Sabrina sagt:

    Hallo,
    ja der Futterdummy ist mir bekannt,werde dies auch mal umsetzen und das mit der leine haben wir auch schon ausprobiert..funktiniert aber nur auf kurzer dauer.

    Ja normaler weise sprechen sie den kleinen immer gleich an und gehen auf sie zu wenn er kommt. Daher hatten wir das heute abend gleich mal ausprobbiert mit dem nicht beachten.Hat kurz geklappt und er ist auch nach dem ,,gucken,wer ist da” auch gleich wieder verschwunden, bis die jenige kam die er gebissen hat,da hielt das ruhig bleiben nicht lange und ich musste ihn wieder weg tun. Ist das sinnvoll wenn ich den Hund gleich weg sperre??klar für den gast schon aber für ihn?!

    Dann hätte ich noch eine frage, der kleine Mann hat keine ruhe.Ist den ganzen tag aufgedreht und bleibt ungerne liegen,geschweige möchte überall mit mischen.
    Ich gehe spiele schon so oft wie es geht mit ihm,sei es im Garten und Hof wo er sich frei bewegen kann oder in der Wohnung mit einem Ball. Doch wenn er mal ruhig liegt und man selber aufsteht hängt er gleich wieder an den Versen.
    Wie kann man das in den griff bekommen??hatte zwar daran gedacht ihn zu kastrieren doch das würde ich nur ungerne tun.

    Ich werde eure Tipps mal in angriff nehmen und bedanke mich für diese.

    LG
    Sabrina

  30. Hallo Sabrina,

    ich würde ihn dann auf seinen Platz bringen, bzw. ihn eher schon bereits von Anfang an dort lassen wenn Besuch kommt. Es klingelt, er bleibt auf seinen Platz und der Besuch kommt ohne Begrüßung rein. Grundsätzlich sollte jeder Besuch ihn die ganze Zeit über ignorieren. Schließlich kommt der Besuch ja auch zu Ihnen. :-)

    Ich würde ihm sein Futter nur noch aus dem Futterbeutel geben. Bedeutet, er arbeitet mit Ihnen zusammen und bekommt dafür Futter. Dies würde ich allerdings nicht nur im Garten trainieren, sonder überall, auch, oder gerade, auf Spaziergängen. Nehmen Sie eine Schleppleine mit und sichern Sie ihn so damit er mit dem Dummy nicht verschwinden kann. Locken Sie ihn nach dem Werfen immer wieder zu sich und geben Sie ihm dann erst etwas aus dem Beutel. Kommt er nicht, können Sie ihn mit Hilfe der Schleppleine zu sich ran holen.

    Achten Sie darauf, Nasenspiele in den Alltag einzubauen. Nur Ballwerfen macht zwar Spaß, lastet aber viele Hunde nicht so aus und puscht sie manchmal eher noch auf. Alles zum Thema Suchen, ob es der Ball ist, der Dummy oder Leckerli, ist für Jagdhunde optimal!

    Zu hause wechseln Sie immer wieder den Raum und verschließen Sie die Tür hinter sich, so dass Ihr Hund Ihnen nicht folgen kann. Gehen Sie kommentarlos wieder in den Raum und setzen sich hin…. Das wiederholen Sie immer und immer wieder mehrere Einheiten über mehrere Minuten täglich. Ignorieren Sie Ihren Hund dabei völlig, als ob es total normal wäre. Irgendwann wird es ihm zu langweilig und zu blöd werden, Ihnen zu folgen.

    Dass Sie Ihren Hund deswegen kastratieren lassen müssen sehe ich nicht. Das sind Alltagsprobleme, die Ihnen genauso gut auch mit einem Kastraten passieren können. :-)

    Viel Erfolg weiterhin! …. Und dran bleiben! Geduldig und konsequent sein, dann klappts sicher!

  31. Fuhrmann sagt:

    Hallo liebes Hundeteam,

    ich brauchte da dringend mal einen Rat!

    Ich habe eine Hündin und die ist 9Jahre.

    Soweit habe ich keine großen Probleme, aber meine Hündin geht immer an den Tapeten und reißt die ab…das macht sie nicht nur wenn sie mal alleine bleiben muss, dass macht sie auch, wenn sie nicht alleine ist. habe es schon mit einige Mittel versucht, aber sie macht es immer noch…vielleicht kann mir da mal einer einen Rat geben, was ich da machen könnte..Danke

    Lg Kerstin

  32. Hallo Kerstin,

    was hast Du denn bereits alles versucht? Macht sie es in jedem Raum, oder nur in einem bestimmten? Es gibt eine Salbe, die bitter schmeckt. Die gibt es im Fachhandel für Pferdezubehör. Die kann man auf Tapeten und sonstige Gegenstände schmieren (ist durchsichtig und lässt sich gut wieder abwischen). Du könntest ihr Alternativen zum Kauen anbieten. Es könnte an der Auslastung liegen… Es gibt viele Möglichkeiten, deshalb bräuchte ich etwas nähere Infos dazu, was Du schon alles versucht hast und wann sie anfängt, die Tapeten anzuknabbern.

    Viele Grüße
    Nina

  33. Manfred sagt:

    Hallo liebes Hundeteam
    Habe mir vor einen halben Jahr einen mini podenco geholt. Sie bellt alles an wenn ich Sie im Auto habe,sie beißt auch alles in Auto kapput wenn Sie mal alleine ist , was kann ich da machen. Was bedeutet es wenn Sie ihre Nase wenn sie liegt überall rein drückt

  34. Nina Adebahr sagt:

    Hallo Manfred,

    hast Du mit ihr das Alleinebleiben geübt? Sonst lese dazu gerne in meinem Artikel zum Thema Alleinebleiben: http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/trennungsangst-bei-hunden.html

    Kann es sein, dass sie sich einfach wohl fühlt und deshalb die Nase in ihre Decke drückt? Oder was meinst Du?

    Welchen Platz hat sie in Deinem Auto? Vielleicht würde es ihr helfen, dass sie nicht so viel von ihrer Umgebung draußen mitbekommt und von den Reizen “ferngehalten” wird. Manche Hunde reagieren extrem auf Bewegung – so könnte es auch bei Deiner Hündin sein. Vielleicht hilft ihr eine Transportbox um sich sicherer zu fühlen? http://www.hundetrainerblog.de/welpen/hunde-und-autofahren-wie-sie-coole-beifahrer-werden.html

    Liebe Grüße
    Nina

  35. Chrissy sagt:

    Hallo! :)
    Wir haben seit knapp 2 Monaten einen Welpen (Deutsche Dogge). Er ist sehr gelehrig und kann die meisten Kommandos bereits. Es gibt 2 Probleme: beim Autofahren “meckert” er. Kein Kläffen oder Bellen, eher ein Winseln, oder “Singen”. Wie können wir das abstellen?

    Und das 2., gravierendere Problem ist, dass er mit Menschenmassen nicht klar kommt. Wir leben auf ‘nem Dorf, wo nie viel los ist und einem kaum jemand entgegen kOmmt, sind aber sehr viel in Touristenorten unserer Umgebung unterwegs. Sobald mehr um ihn herum los ist, fängt er auch da zu singen und winseln an, zieht wie verrückt an der Leine, obwohl er sonst sehr gut “Fuß” läuft. Und er bekommt Durchfall vor lauter Stress. Man hat aber nicht das Gefühl, dass er Stress hat. Er hechelt nicht, ist sehr interessiert und aufgeschlossen anderen Leuten gegenüber und läuft – bis auf das Leineziehen – relativ gut mit. Zeigt keine Angst oder Aggression. Für uns ist es wichtig, dass er damit klar kommt, weil wir oft mit ihm etwas unternehmen möchten. Kann es sein, dass er auf unsere beiden Töchter aufpassen will? Wenn sie ihn an der Leine haben, hört er zumindest auf zu winseln. Aber sie sind mit 4 und 2 Jahren zu klein, um ihn an der Leine führen zu können. Wir wissen nicht, wie wir das abstellen können und stressen uns selbst auch damit. LG Chrissy

  36. Nina Adebahr sagt:

    Hallo Chrissy,

    schau mal hier nach zum Thema Autofahren : Hunde und Autofahren. Wahrscheinlich ist euer Hündchen ein wenig unsicher und Autofahren ist noch neu für ihn. Nimm Dir Zeit und hab Geduld.

    Und das Verhalten eures Welpen ist normal, da er ja durch das “Landleben” nicht häufig auf solche Situationen trifft. Wichtig ist, dass er an so etwas gewöhnt wird wenn ihr absehen könnt, dass sich solche Situationen in Zukunft häufen werden. Schau mal hier nach: Sozialisierung eines Welpen.

    An der Leine fühlt er sich bestimmt sicherer, da er dann an eurem “verlängertem Arm” hängt. Das ist wie ein Kind an die Hand nehmen. :) Ich denke, ihr solltet gut dosiert viele Sachen mit eurem Welpen machen, die ihn sicher für die Welt machen. Er braucht ein bisschen Selbstvertrauen.

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

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