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Hunde chippen – neue Chippflicht für reisende Vierbeiner

Wer im kommenden Sommer mit seinem Vierbeiner verreisen will, der sollte am besten schon jetzt vorsorgen. Denn ab dem 3. Juli gilt innerhalb Europas eine Chipflicht für Hunde, womit das Chippen von Hunden, Katzen und Frettchen laut EU-Verordnung gesetzlich vorgeschrieben ist. Heißt: Wer Reisen innerhalb der EU vornehmen will, muss seine Hunde vorsorglich Chippen und registrieren lassen, damit an der Grenze nicht im schlimmsten Fall die Einreise verweigert wird. In einigen Bundesländern besteht die Chippflicht bereits seit 2007, nun greift sie in Kürze deutschland- bzw. europaweit.

Um Hunde und Katzen identifizieren zu können, war in den vergangenen Jahren bereits die Implantierung eines Chips möglich. Übergangsweise waren auch Tätowierungen als Methode zur Kennzeichnung erlaubt. Mit dem Stichtag 3. Juli wird diese Regelung hinfällig und nur wer sein Tier mit einem Chip versieht, kann problemlos reisen. Bei bereits tätowierten Vierbeinern entfällt eine nachträgliche Chippflicht, wobei hier der Halter in der Beweispflicht steht: Bei vielen Tätowierungen ist kein Datum vermerkt, sodass es bei Reisen ins Ausland zu Problemen kommen kann.

Da die Implantierung ein recht komplexes Thema ist, haben wir für Sie alle wichtigen Fakten zu Mikrochip und Co. zusammengefasst, damit Sie wissen, was auf Sie und Ihr Tier zukommt: Der Mikrochip, der eingesetzt wird, ist ca. 12 x 2 mm groß und wird vom Tierarzt über eine Kanüle platziert. Meist direkt unter dem Nackenfell, wo er lebenslang verbleibt. Für den Hund oder die Katze ist das kein großer Eingriff, häufig muss nicht einmal eine Betäubung vorgenommen werden.

Der Chip hat aber durchaus einen Sinn, denn eingesetzt reicht das Darüberhalten eines Lesegeräts und schon werden alle elektronischen Daten zum Tier angezeigt. Besonders bei entlaufenen Vierbeinern kann dies hilfreich sein und viel Zeit sparen. Denn die gespeicherten Daten lassen sich dank kostenloser Registrierungsdienste wie ‚Deutsches Hausstierregister“ und ‚Tasso e.V.‘ meist langfristig zurückverfolgen und werden in Datenbanken gespeichert, die international abrufbar sind. Sollte es also passieren, dass Hund oder Katze im Urlaub verschwinden, dann können Sie anhand des Chips und einem Lesegerät identifiziert und entsprechend zugeordnet werden.

Als Tierhalter müssen Sie für das Chippen mit Kosten in Höhe von ca. 50 Euro rechnen. Diese sind einmalig bei der Implantierung fällig, sichern Sie und Ihr Tier aber langfristig ab. Für eine Registrierung können gegebenenfalls weitere Gebühren entstehen.

Es ist eine Überlegung wert, seinen Hund chippen zu lassen. Nicht nur für die nächste Reise ins europäische Ausland. Viele verschollene Tiere konnten dank eines implantierten Mikrochips identifiziert und zu ihren glücklichen Besitzern zurück gebracht werden.

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