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Neue Initiative „Stoppt die Hundesteuer!“

Eine repräsentative DOGS-Umfrage zeigt: Jeder zweite Hundebesitzer findet, dass Tierliebe nicht besteuert werden darf. Die Mehrheit der Deutschen weiß nicht, dass die Hundesteuer nicht für die Reinigung von Gehwegen verwendet wird.

Das Hundemagazin DOGS, der Deutsche Tierschutzbund, der Verband für das Deutsche Hundewesen und die Tierschutzorganisation TASSO wollen die Hundesteuer abschaffen und haben unter dem Motto „Deutschland, zeig dein Herz für Hunde!“ gemeinsam die Initiative „Stoppt die Hundesteuer!“ gegründet. Ziel der Aktion ist es, über die Ungerechtigkeit der Abgabe aufzuklären und Stimmen gegen die umstrittene Sondersteuer zu sammeln.

Wer die Initiative unterstützen möchte, kann seine Stimme gegen die Hundesteuer entweder über einen Coupon in der DOGS-Ausgabe 3/2012 oder online unter www.stopptdiehundesteuer.de abgeben. Die gesammelten Stimmen wollen die Initiatoren dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg vorlegen und damit die hier vorliegende Klage eines Rechtsanwaltes unterstützen.

„Deutschland, Österreich und Namibia sind einige der ganz wenigen Länder, in denen Hundebesitzer zur Kasse gebeten werden. Zahlreiche Staaten, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Schweden und Dänemark, haben die Hundesteuer längst abgeschafft“, erklärt Thomas Niederste-Werbeck, Chefredakteur von DOGS. „Wir glauben, dass die Hundesteuer auch in Deutschland nicht mit geltendem Recht vereinbar ist und wollen diese mit der neu gegründeten Initiative ´Stoppt die Hundesteuer` kippen.“

DOGS, das Lifestyle-Magazin für Hundefreunde, nennt in der aktuellen Ausgabe gleich eine Reihe von Gründen gegen die Sondersteuer, darunter:

  1. Die Hundesteuer ist sozial ungerecht und belastet einseitig für Hundehalter: Alle anderen Tierarten, z.B. Katzen, Pferde oder Reptilien, dürfen steuerfrei gehalten werden.
  2. Da die Hundesteuer nicht zweckgebunden verwendet werden muss, ist sie eine unfaire Luxussteuer: Die Hundesteuer wandert, wie alle Steiereinnnahmen, in einen großen Topf und dient allein der Erhöhung der kommunalen Einnahmen. So zahlen Hundehalter unter anderem das Flicken von Schlaglöchern. Anders als häufig vermutet, können Hundebesitzer für ihre Sondersteuer nicht erwarten, dass Gehwege gesäubert oder Freilaufzonen eingerichtet werden.
  3. Es ist unethisch, Steuern auf Tierliebe zu erheben: Laut Grundgesetz sind Tiere als „Mitgeschöpfe“ zu betrachten und daher ist es unethisch, sie zu besteuern. Aus diesem Grund wurde die Hundesteuer in England bereits 1990 abgeschafft.

 

Ergebnisse der Forsa-Umfrage im Auftrag von DOGS

Die repräsentative DOGS-Umfrage zeigt, dass Deutschland eher hundefreundlich eingestellt ist: Die Mehrheit der Deutschen hat nichts gegen Hunde (88 Prozent). Es gibt sogar deutlich mehr Hundefreunde (36 Prozent) als Hundegegner (12 Prozent). Etwa die Hälfte der Deutschen ist Hunden gegenüber neutral eingestellt. Jeder dritte Deutsche über 14 Jahren (38 Prozent) und mehr als die Hälfte aller Hundefreunde (56 Prozent) sind bereits gegen die Hundesteuer und stimmen der Aussage zu: „Tierliebe darf nicht besteuert werden.“ Die Mehrheit der Deutschen weiß allerdings nicht, dass die Hundesteuer nicht zweckgebunden verwendet wird. 62 Prozent der Bürgerinnen und Bürger halten sie daher für sinnvoll, weil es ihrer Ansicht nach für die Gemeinden teuer ist, Gehwege und öffentliche Plätze von Hundedreck zu reinigen. Jeder zweite Hundebesitzer (51 Prozent) kennt sich in diesem Punkt aus und stimmt der Aussage zu: „Die Hundesteuer dient den Kommunen und Gemeinden lediglich als willkommene Einnahmequelle für andere Zwecke.“ Hier will DOGS Aufklärungsarbeit leisten.

Unstrittig ist, dass sich fast alle Deutschen (82 Prozent) ärgern, wenn Hundehalter die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners liegen lassen. Dabei zeigt die Umfrage, dass es für den Großteil der Hundebesitzer selbstverständlich ist, einen Gassi-Beutel dabei zu haben. So ärgern sich sogar 89 Prozent der Hundehalten über die „schwarzen Schafe“ in den eigenen Reihen, die sich nicht um saubere Gehwege kümmern.

Dass die Hundesteuer kein Pappenstil ist, zeigen folgende Zahlen: Allein in Bayern nahmen die rund 2000 Kommunen im Jahr 2010 etwa 22 Millionen Euro ein. Bundesweit kamen rund 258 Millionen Euro zusammen.

Erfahren Sie mehr zu dem Thema und stoppen Sie die Hundesteuer!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

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