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Gastbeitrag: 10 Jahre Kleintierkrematorium Im Rosengarten

Von einem Beginn mit Protest und vielen Fragezeichen bis zu einem bundesweiten Dienstleister kann es manchmal schnell gehen. So setzte sich die Haustierkremierung in Deutschland als würdevolle Alternative zur einfachen Entsorgung durch.

Wer vor über zehn Jahren im beschaulichen Dörfchen Badbergen die Proteste gegen das damals in Planung befindliche Kleintierkrematorium miterlebt hat, hätte sich die Entwicklung bis heute sicher nicht vorstellen können. „Davon, dass wir nach zehn Jahren über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier in Badbergen und den inzwischen 20 Filialen beschäftigen würden und darüber hinaus 15 Partnerbetriebe zu unserer Tierbestattungs-Gruppe gehören, hätte ich bei Baubeginn nicht einmal geträumt“, berichtet Wolfgang Nietfeld. „Der Erfolg und die Akzeptanz entschädigen aber für die Querelen, die unsere Familie anfangs auszustehen hatte.“

Zwischen vielen Fotos aus der Umbauphase liegen auch Zeitungsartikel über Bürgerproteste der Anfangszeit. „Irgendwo haben wir auch noch eins der Plakate mit denen eine Bürgerinitiative damals Stimmung gegen unser Anliegen machte zur Erinnerung archiviert“, winkt seine Frau Gisela ab, „das ist zum Glück schon lange vorbei.“ Ein Besuch der ehemaligen Hofanlage zeigt deutlich was Familie Nietfeld hier geschaffen hat: Die Umnutzung von Landwirtschafts-Gebäuden zu einer in dieser Art deutschlandweit einmaligen Einrichtung für trauernde Tierbesitzer. Schon der inzwischen zu einer kleinen Parkanlage gewachsene namensgebende Rosengarten ist so eindrucksvoll geworden, dass er gerade in den Sommermonaten von vielen Besuchern aufgesucht wird. Mit viel Herzblut realisierte Gisela Nietfeld hier die Vorstellung nach einem Ort der Ruhe, Besinnung und Bewältigung der Trauer um ein verstorbenes Haustier. „Alleine ist das in dieser Größe natürlich nicht zu schaffen“, sagt sie und steckt die Rosenschere in ihre Gärtnerschürze. „Mit Hilfe eines Landschaftsgärtners sind aber auch unsere Pyramide und die Gedächtnisstätte für Sammelkremierungen so geworden wie ich mir das vorgestellt habe.“

Aber nicht nur der Gärtner partizipierte vom Wachstum des Kleintierkrematoriums. Vom örtlichen Bauunternehmen über Elektriker, Drucker, Werbeagentur zum Softwarehaus, viele Unternehmen der Region sind wichtige Partner von den ersten Umbaumaßnahmen bis zu den gerade erfolgten Erweiterungen. „Nachdem wir 2008 unsere zweite Kremierungsanlage in Betrieb nehmen konnten, stand zuletzt die Vergrößerung von Urnenlager und Versandabteilung an. So haben wir die Möglichkeit geschaffen, auch in Zukunft alle Kundenwünsche zeitnah zu erfüllen.“

Über 2,5 Millionen Euro wurden bisher in Gebäude, Technik und Garten investiert. Auch die Schulungsmaßnahmen für neue Mitarbeiter sieht Familie Nietfeld als Investition in die Zukunft. So konnte der erste Auszubildende des Unternehmens als Abteilungsleiter für die Logistik übernommen werden. Aktuell absolvieren fünf junge Menschen ihre Ausbildung als Bürokauffrau, Bürokaufmann, Fachkraft für Lagerlogistik oder Maschinen- und Anlagenführer beim Kleintierkrematorium.

Das sich diese Ausgaben exakt an den Bedürfnissen der betroffenen Tierhalter orientieren, zeigt eine ganze Wand voll Tierfotos und Dankesschreiben der Kunden sowie viele Gästebücher mit liebevollen Widmungen an das geliebte Haustier. „So groß das Kleintierkrematorium als Ganzes inzwischen auch geworden ist, so individuell ist natürlich jeder Trauerfall. Um jeden Tierhalterund um jedes verstorbene Tier kümmern wir uns natürlich entsprechend den Wünschen“, erläutert Gisela Nietfeld. „Ob sich der Tierbesitzer für eine Sammelkremierung mit Verstreuen der Asche im Rosengarten entscheidet oder für eine Einzelkremierung mit Ascherückführung in einer Schmuckurne, alle Einzelheiten werden durchgesprochen und abgestimmt.“

2011 wurde für das Kleintierkrematorium zudem ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 eingeführt und durch die Dekra zertifiziert. „Damit sind wir das einzige Tierbestattungsunternehmen deutschlandweit.“, schließt Wolfgang Nietfeld. Wann immer in Deutschland gerade eines der über 30 weißen Fahrzeuge mit der roten Rose gesehen wird, es könnte gerade bei der Überführung eines Kätzchen, eines Kaninchens oder eines Hundes sein. Auf dem Weg nach Badbergen.

Abschied nehmen tut weh. Und das nicht nur, wenn ein geliebter Mensch stirbt, sondern auch, wenn es sich um ein Haustier handelt. Bei den tröstenden Worten des Rosengarten-Teams und dem gesamten Ambiente des Rosengartens fällt es aber deutlich leichter.

Kleintierkrematorium Im Rosengarten GmbH
Devern 13
49635 Badvergen

 

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Ein Kommentar

  1. Als Hundefreund bin ich dankbar für diese Information.

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