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Der Fall „Robby“ sorgt bei Tierschützern und Polizei für Aufregung

In der Silvesternacht auf der Autobahn 1 bei Ahrensburg wurde „Robby“, ein neunjähriger Australien Shepherd, von Beamten des Polizeiautobahnreviers Bad Oldesloe absichtlich überfahren, weil es nicht anders möglich gewesen sei, eine Gefahr für andere Autofahrer abzuwenden. Anschließend bekam „Robbys“ Frauchen, Heidi Schwark (65 Jahre) aus Hoisdorf, eine Reparaturrechnung für den beschädigten Streifenwagen.

Landespolizeidirektor Burkhard Hamm sagte „Ich bitte Frau Schwark um Entschuldigung. Der Duktus der Zahlungsaufforderung war sehr unglücklich.“ Es sei ein „Ausnahmefall“ und ein Entschuldigungsbrief an Frau Schwark solle verschickt werden. Burkhard Hamm kündigte eine Prüfung an, ob eine sogenannte „Billigkeitsklausel“ greifen könnte, um auf den Großteil der Kosten zu verzichten. Allerdings gebe es aus seiner Sicht über die Rechtmäßigkeit des Vorgehens der Polizeibeamten „keine Zweifel“.

Thomas Schröder, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, sieht allerdings ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und fordert „eine lückenlose, öffentliche Aufklärung dieses absolut unangemessenen Verhaltens“. Die Polizeibeamten meinen, dass der Schuss aus einer Waffe die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet hätte, doch sieht das Thomas Schröder anders. „Die Polizisten haben die Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dadurch doch eigentlich noch erhöht und auch sich selbst in Gefahr gebracht. „Robby“ hätte ins Taumeln geraten können und auch in Windschutzscheiben vorbeifahrender Autos fliegen können. Seiner Meinung nach hätte die Autobahn gesperrt werden müssen. Aber warum wurde die Autobahn nicht gesperrt? „Robbys“ Frauchen macht sich darüber auch Gedanken. „Für andere Tiere macht man das doch auch – für Schwäne und Enten zum Beispiel. Der Begriff ‚Freund und Helfer‘ passt nicht mehr so ganz zu diesen Polizisten“. Bis heute kann sie das Verhalten der Polizisten nicht verstehen und trauert um ihren „Robby“, der ihr stets ein treuer Weggefährte gewesen ist. Sie sagt: „So kann man doch nicht mit Menschen umgehen, die ihr Tier lieben.“ Doch scheint man dies zu können, denn das Landespolizeiamt schrieb: „Weil es nicht gelang, das Tier einzufangen oder durch einen gezielten Schuss zu töten, musste der Hund letztlich zur Verhinderung von Gefahren für die anderen Verkehrsteilnehmer mit dem Dienstfahrzeug überfahren werden“.

Die offene Schadensersatzforderung wegen des beschädigten Streifenwagen in Höhe von 2.557,31 € hat „Robbys“ Frauchen Heidi Schwark an ihre Hundehaftpflichtversicherung weitergegeben. Doch die wolle wohl nicht ohne Weiteres zahlen und sich einen Anwalt nehmen.

Ein heiß diskutierter Fall, der für Aufsehen sorgt. Für jeden Hundebesitzer ein furchtbarer Gedanke und ich denke wir alle fühlen mit Frau Schwark mit.

Quelle: abendblatt.de

 

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

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