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Dog Frisbee

© Tatiana Katsai – Fotolia.com

Beim Dog Frisbee geht es auf den ersten Blick um zwei Dinge: Der Mensch wirft die runde Plastikscheibe und der Hund fängt sie. Doch auf den zweiten Blick geht es um viel mehr… Es geht um Sport, Spiel, einer super feinen Kommunikation zwischen Mensch und Hund, Kreativität und natürlich eine riesige Portion Spaß! Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache der Hund wird in seinen Möglichkeiten gefördert und nicht überfordert…

Zu Beginn eines Trainings lohnt es sich sehr, dass der Mensch ZUERST das Werfen der Frisbee lernt, bis es sicher funktioniert. Erst dann lernt der Hund das Fangen. Das ist wichtig, damit der Hund auch die Möglichkeit hat, eine geworfene Frisbee zu fangen und somit Erfolgserlebnisse mit der Frisbee verbindet. Viele denken beim Wort Frisbee an ihre Kindheit, „erinnern“ sich schnell wieder an die runde Scheibe und finden ihr Geschick von damals wieder. Es hilft natürlich auch, sich einen Trainingspartner zu suchen und mit diesem das gezielte Werfen und das Handling mit der Scheibe zu lernen und zu festigen.

Das Werfen klappt sicher? Dann kommt Ihr Hund ins Spiel…! Kleine Zerr- und Apportierspiele mit der Frisbee eignen sich, den Hund anfangs neugierig machen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Hund aufgewärmt ist! Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um die Muskulatur Ihres Hundes auf Sport einzustellen! Gehen Sie mit ihm vorm Training spazieren, machen Sie ein paar Tricks mit Ihrem Hund (8 durch die Beine, Slalom,…), um die Muskulatur des Hundes zu dehnen.

– Spielen Sie nur auf einem weichen Untergrund ohne Löcher, damit sich Ihr Hund nicht verletzen kann

-Achten Sie ebenfalls darauf, dass Sie mit Hundescheiben spielen. Menschenfrisbees eignen sich nicht zum Spielen mit dem Hund, da sie häufig aus ungeeignetem Material für die sensible Hundeschnautze bestehen

– Wenn Sie hohe Sprünge trainieren möchten, sollte Ihr Hund alt genug und idealerweise vor dem Beginn des Trainings vom Tierarzt untersucht worden sein

– Machen Sie nur kurze Trainingseinheiten pro Tag damit Ihr Hund motiviert bleibt und Erfolgserlebnisse hat!

Zum Beginnen eignet sich der „Roller“. Dieser Wurf kann ebenso zum Aufwärmen gespielt werden. Beim Roller wird die Frisbee über den Boden gerollt. Der Hund lernt dadurch, die Frisbee aus der Bewegung aufzunehmen. Wenn das sicher klappt, können Sie kurze Würfe mit ins Training einbauen! Achten Sie darauf, dass Ihr Hund mit dem Körper immer in Wurfrichtung steht. So wird vermieden, dass sich der Hund drehen muss. Er hat somit in dieser Position die Wurflinie am Besten im Blick und kann den Flug der Frisbee gut einschätzen. Sie können Ihren Hund durch einen Wechsel hinter dem Rücken oder einem halben Slalom durch Ihre Beine gut in die Ausgangsposition an Ihrer Seite führen.

Für die Hunde, die aufgrund von Krankheiten oder ihrer Größe nicht viel springen dürfen, hält das DogFrisbee auch etwas bereit! Die Long Distance… Hier kommt es im Wesentlichen auf die Wurftechnik des Menschen an. Dieser muss mit der Frisbee bestimmte Felder mit der Scheibe treffen, bevor der Hund sie fängt.

Die Wurftechnik
Die Frisbee sollte am Besten so flach wie möglich geworfen werden. Würfe, bei der die „Nase“ der Frisbee nach oben oder unten zeigt, fallen beim Flug nach links oder rechts ab und können so vom Hunde nicht/oder nicht vernünftig gefangen werden. Wichtig ist, dass sich Ihr Handgelenk schnell nach vorne bewegt und gerade bleibt, damit die Frisbee genügend Rotation bekommt, um fliegen zu können. Zeigen Sie beim Werfen mit Ihrem Handgelenk in die Richtung, in die Sie werfen möchten! Die Windrichtung ist ebenfalls wichtig: Beim Werfen mit dem Wind fällt die Scheibe ab, bei Gegenwind steigt die Scheibe hoch und stürzt steil zu Boden. Beide Würfe sind nicht geeignet, um mit dem Hund mit Freude zu spielen. Am Besten Sie werfen in einem rechten Winkel zur Windrichtung.

Anschließend sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt! Sie können eine Freestyle Choreographie trainieren mit langen und kurzen Würfen in verschiedenen Wurftechniken, Tricks mit dem Hund vor dem Abwurf der Frisbee einstudieren (Drehen, Rolle,…), Absprüngen des Hundes vom Rücken und über das Bein… Sie sehen, der Sport ist vielfältig und bietet für jeden sportbegeisterten Hund (und Besitzer) etwas!

Seien Sie kreativ! Es ist erlaubt, was gefällt! Achten Sie auf Ihren Hund und das Funkeln in seinen Augen… Dann werden Sie schnell die passenden Würfe und Tricks für Ihr Team herausfinden!

Viel Spaß dabei!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

3 Kommentare

  1. Hallo Nina,

    ich bin auch ein großer Fan von Dog Frisbee. Das ist einfach ein toller Sport, der nicht nur dem Hund Spaß macht und fit hält.

    Wichtig finde ich noch zu erwähnen, dass sich der Hund nicht mehr in der Wachstumsphase befindet. Da die Knochen und Gelenke für diese doch recht anspruchsvollen Sport voll ausgebildet sein sollten.

    Viele Grüße
    Johannes

  2. Hallo Nina
    Du hast da schön zusammen gefasst, was Hundefrisbee ist. Vielen Dank für deinen Artikel. Genau, auf das Funkeln in den Augen kommt es an. Frisbee macht Spass und sollte immer für den Hund und nicht für sich selbst gespielt werden.
    Sandra

  1. […] zum Thema Dog-Dancing, Frisbee und Zoll- und Rettungshundearbeit finden statt und auch der Hundeprofi Martin Rütter wird an […]

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