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Agility

Geschichte

© fabiamo – Fotolia.com

Agility ist eine Hundesportart, die ursprünglich aus England stammt. Dieser Hundesport entstand bei der Crufts Dog Show 1977, als der Brite Peter Meanwell gefragt wurde, ob er einen Pausenfüller für die Show organisieren könnte. Inspiriert vom Pferdesport entwickelte er ein Springturnier für Hunde. Die erste Vorführung fand 1978 statt. Mittlerweile ist diese Sportart eine der weltweit beliebtesten Hundesportarten!

Voraussetzung
Generell kann jeder Hund Agility betreiben. Wichtig dabei ist, jeden Hund einzeln zu betrachten. Man darf einen Bernhardiner nie mit einem Border Collie vergleichen! Grundvoraussetzungen für Agility:

– der Hund muss über ein Jahr alt sein
– der Hund muss gesund sein, da hohe Sprünge bei regelmäßigem Training die Gelenke sehr belasten
– und vor allem: DASS ES SPAß MACHT! Denn… „Agility is fun!“

Der Sport
Der Hund läuft, zusammen mit seinem Hundeführer, einen Hindernisparcours ähnlich wie bei einem Springturnier bei Pferden. Das Team muss diesen Parcours fehlerfrei und so schnell wie möglich durchlaufen. Der Hund läuft im Parcours frei (ohne Halsband und Leine) und darf vom Menschen während des Laufs nicht berührt werden. Er wird über Hörzeichen und Körpersprache des Hundeführers geführt. Der Parcours wechselt von Mal zu Mal, so dass sich der Hund und der Mensch die Reihenfolge nicht einprägen kann und es abwechslungsreich bleibt. Es fordert viel Geschick von Hund und Mensch, den Agility-Parcours fehlerfrei zu absolvieren. Im Turniersport führen bereits kleine Führfehler oder eine kurze Unaufmerksamkeit des Hundes zu Fehlern, die eine Disqualifikation nach sich ziehen können. Aber genau dieses feine Zusammenspiel von Hundeführer und Hund mach den Reiz dieser Sportart aus und fördert zudem die Bindung zwischen Mensch und Hund.

Der Hund lernt durch klassische Konditionierung, wie die verschiedenen Hindernisse heißen. In dem Moment, wo der Hund das Hindernis absolviert, benennt man als Hundeführer das Hindernis. Ziel ist es, den Hund mit Hilfe der Körpersprache und den Signalwörtern der einzelnen Hindernisse durch den Parcours zu begleiten. Spaß und Motivation ist das Wichtigste für diesen Sport. Denn nur durch Motivation und Spaß kann ein Mensch-Hund-Team heranwachsen, welches „jede Hürde“ meistert.

Das Turnier
Gestartet wird in 2 bis 4 Klassen, in die die Hunde nach Widerristhöhe eingeteilt werden: Mini und Maxi (IRJGV in Deutschland), Small, Medium und Large (FCI international, VDH in Deutschland) und Toy, Mini, Midi und Maxi (IFCS). In den verschiedenen Klassen wird die Höhe der Sprünge der Größe der Hunde angepasst. Es gibt folgende Leistungsklassen: A1, A2, A3, A0 für Beginner und die Senioren.

Die Geräte
Kontaktzonenhindernisse haben gekennzeichnete Bereiche, die Kontaktzonen, die der Hund berühren muss. Der Hund darf nicht in einem großen Sprung abkürzen und die Hindernisse somit schneller verlassen. Die Kontaktzonen unterscheiden sich farblich von den anderen Hindernissen, damit sie besser zu erkennen sind. Beim Aufstieg und beim Abstieg der Hindernisses muss der Hund mit mindestens einer Pfote die Kontaktzone berühren. Dazu gehören folgende Hindernisse:

Brücke
Die Brücke besteht aus drei Elementen: den 2 Rampen und dem Mittelteil. Die gesamte Brücke muss mit einem rutschsicheren Belag überzogen sein, damit der Hund nicht abrutschen und herunterfallen kann. Der Hund muss in der Mitte der Wippe sein Gewicht so verlagern, dass die Wippe herumkippt. Das erfordert viel Gleichgewicht und Übung! Beim Abstieg muss man darauf achten, dass der Hund gleich weiterläuft, da die Wippe zurück schwingt und den Hund verletzen könnte.

A-Wand
Die A-Wand besteht aus zwei Ebenen, die in Form eines „A“ zusammengestellt und befestigt sind. Auch hier ist es wichtig, dass das Hindernis mit einem rutschfesten Belag überzogen ist.

Tunnel
Der Hund muss dieses Hindernis in Parcours-Richtung durchlaufen. Der Tunnel sollte am Boden fixierbar sein.

Tisch
Der Tisch muss kippsicher sein und eine rutschfeste Oberfläche aufweisen. Nach Aufsprung auf den Tisch muss der Hund 5 Sekunden warten, ehe er auf das Zeichen des Besitzers wieder abspringen darf.

Hürden
Die Hürden bestehen aus 2 Seitenteilen und der Stange. Die Stange muss bei Berührung herunterfallen können. Hürden müssen vom Hund übersprungen werden und sollten am Besten nicht herunterfallen.

Reifen
Der Reifen muss vom Hund durchsprungen werden. Der Reifen wird durch Ketten höhenverstellbar aufgehängt. Starre Aufhängungen sind nicht erlaubt.

Weitsprung
Der Weitsprung besteht aus zwei bis fünf Elementen, die in aufsteigender Folge in gleichem Abstand aufgestellt werden. Das niedrigste Element steht vorne, das höchste hinten. Der Hund muss dieses Hindernis überspringen.

Agility ist eine prima Auslastung für Hunde, die Spaß daran haben ihr Köpfchen anzustrengen und die es lieben, sich zu bewegen! Ich wünsche allen Sportbegeisterten 2- und 4-Beinern viel Spaß bei diesem tollen Sport!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

2 Kommentare

  1. Ich liebe Agility und nun muss ich eine Facharbeit darüber schreiben, diese Seite hat mir echt weiter geholfen… danke.
    Bei Voraussetzungen hätte ich noch etwas ergänzt:
    Sehr wichtig ist hierfür auch die aufgebaute Bindung zwischen Mensch und Hund. Man muss den Parcours als Team begehen und nicht als Zwangspartnern.
    Vielen lieben dank
    lg LIa

  1. […] soweit! Hunde aus aller Welt treten bei der Agility Weltmeisterschaft in Dornbirn, Österreich beim Agility und Jumping gegeneinander […]

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