Du bist hier: Startseite » Geschichten » Ihre Hundegeschichte » Ihre Hundegeschichte: Brief von Hund Max an sein ehemaliges Zuhause – das Tierheim

Ihre Hundegeschichte: Brief von Hund Max an sein ehemaliges Zuhause – das Tierheim

Hund Max und seine Hundegeschichte

Hier ist Max, der euch von seinem neuen Leben erzählen möchte.

Neues zu Hause für Max

Mir geht es hier richtig gut. Mein neues Frauchen hat sich nicht von meiner zitternden Hektik beeindrucken lassen. Erst hatte ich nämlich schreckliche Angst, nicht hierbleiben zu dürfen, denn ich hatte mich spontan in diese Frau verliebt.
Überall gibt es Sessel und Polster und Kissen und Decken – da darf ich überall rauf und mich den ganzen Tag kuscheln. Zuerst wurde ich allerdings ordentlich gebadet. Frauchen meinte, ich würde sonst alles dreckig machen. Baden war gar nicht schlimm, hat Spaß gemacht und dann durfte ich wie ein Brummkreisel durch die Wohnung rennen (das mache ich immer noch, damit Frauchen ordentlich was zum Lachen hat). Die nächsten Tage habe ich dann mein neues Frauchen zum Staunen gebracht. Sie hat mich immer genau beobachtet, wie ich denn auf die verschiedensten Situationen reagieren würde. Nachdem ich 2 Tage hier war, ließ sie mich einfach von der Leine. Oh, ihr Lieben, ihr könnt euch gar nicht doll genug vorstellen, wie ich gejubelt habe! Über die Wiesen renne ich, durch den Wald, in Bäche und dann wälze ich mich im Mist! Es ist ein herrliches Hundeleben.

Hund aus der Hand füttern

Nur wie man mich ernährt, das hat bei ihr gedauert. Natürlich Trockenfutter aus der Hand, wie es sich für einen gut erzogenen Hund gehört! Ich war wohl mal bei einem Trainer und deshalb gehorche ich so perfekt! Gehe u. a. bei Fuß und auch sonst habe ich Frauchen ständig in Erstaunen versetzt: Sie erzählt überall, was ich so alles kann und wie toll ich sei und wie ich auf alle traurigen Menschen ein Lächeln zaubern kann. Ihre Freunde sind auch alle von mir begeistert: Oh ist der süß! Den hätte ich auch genommen. Hättet ihr mal, ihr lieben Leute, dann wäre ich nicht so lange im Tierheim gewesen….
[contentblock id=1 img=adsense.png]

Ja und dann schreibe ich euch noch, was ich Frauchen bis jetzt von mir alles gezeigt habe:
Ich jage nicht (Frauchen war extra mit mir auf dem eingezäunten Wald-Friedhof, wo es gaaanz viele Kaninchen gibt! Aber nicht weitersagen, das war bestimmt verboten).

Max und seine Eigenschaften

Bleibe immer brav auf den Wegen im Wald, Staubsauger ist ok, mag Postboten, fahre leidenschaftlich gerne Auto, bleibe alleine und passe auf die Wohnung auf. Belle kurz, wenn es klingelt, Tierärzte schrecken mich auch nicht. Da musste ich schon ein paar Mal hin, denn ich wurde 2 Mal von einer Biene in die Pfote ganz schlimm gestochen und eine Wolfskralle habe ich mir beim Toben abgerissen. Das tat sooo weh! Ach ja und beim Friseur war ich auch schon und war dort sehr brav.

Mein Fell ist so dünn, ohne Unterwolle und wenn ich keinen Mantel anziehe, dann friere ich richtig. So mit klappernden Zähnen. Dann waren wir schon auf der Kirmes und grad auf dem Weihnachtsmarkt. Man kann mich überall mit hinnehmen. Im Restaurant bleibe ich brav auf der Decke und betteln tue ich auch (noch) nicht.

Hund Max und Kinder

Kinder mag ich auch sehr gerne (ich klaue denen nur die Bälle, wenn sie einen haben), tut sich so ein kleiner Putz weh und weint, laufe ich schnell hin und tröste es. Zu Menschen, die schwach sind, gehe ich sofort hin, um sie zu trösten. Ich glaube, ich bekomme bald einen Job im Altenheim, da ist Frauchen nämlich sehr oft.
[contentblock id=1 img=adsense.png]

Hundesport

2 Mal die Woche mache ich Sport. Frauchen hat schnell rausgekriegt, dass ich in der Richtung was brauche und stellt euch vor: Euer Mäxchen auf dem Agilityplatz. Ich war mal wieder voll durchgeknallt! Bin überall rüber, habe mir den Ball geschnappt und ließ mich von niemand beirren. Nur Frauchen durfte mich beruhigen und mir den Ball abnehmen. Das kannte ich doch schon alles! Oh wie glücklich bin ich, dass ich jetzt zeigen kann, wie toll ich beim Agility bin. Unsere Trainerin ist auch ganz begeistert von mir, auch wenn ich viel Blödsinn mache und nicht immer still warten kann. Leider ist Frauchen hier gar nicht fit, sie macht so viel falsch und langsam ist sie auch noch. Ja, mit mir Maxrakete kommt sie nicht mit. Aber ich warte dann auf sie und mache eben auch alles langsamer. Zwischendurch üben wir dann viele Tricks, die ich ja zum Teil schon konnte. Aber nun lerne ich auch noch tanzen. Da komme ich schon mal durcheinander, bringt trotzdem Spaß. Nur mit dem Ball übt sie nicht so viel. In meinen kleinen Kopf passt dann nur der Ball rein und sonst nichts mehr, sagt sie.

Sehr nett sind auch die Hundedamen dort. Ich liebe Hundedamen und kastrierte Rüden sind ok – aber sonst habe ich wohl ein Problem. Frauchen ist dann manchmal so traurig. Ich hasse unkastrierte Rüden und kleine dunkle puschelige Dackel. Frauchen musste sogar schon mal einen Biss von mir beim Tierarzt bezahlen. Sie hat sogar eine Tierkommunikatorin eingeschaltet, aber mit der rede ich doch nicht mehr. Pöh, wieso soll ich an der Leine nicht mehr pöbeln????? Ich finde das total in Ordnung. Wenn mir da einer was zu sagen hat, ist das mein Frauchen. Sie gibt mir so komische Kügelchen und meint, die Leinenpöbelei wäre fast weg. Sie trixt mich aus, zeigt mir ein Bällchen und na, ihr wisst ja, wenn ich einen Ball sehe……

Zuhause habe ich gaaaanz viele Bälle in einem Spielkorb, aber da sind sie langweilig. Nur draußen nicht, da kann ich stundenlang  hinterher rennen und den Ball wieder bringen. Auch da ist Frauchen nicht die Fitteste. Sie könnte ruhig weiter werfen oder kicken.

Und dann kommt das Schönste: Das Kuscheln auf der Couch! Manchmal träume ich schlecht und dann hält Frauchen mich ganz fest und beruhigt mich. Ich liebe ihre Hände, wenn sie mich streichelt und seufze vor Wohlbehagen. Und dann darf ich in ihrem Bett schlafen, da ist es so mollig warm, so dass mir das morgendliche Aufstehen sehr schwer fällt.

Vor kurzem schaute sie mich so liebevoll an und sagte: Mäxchen, mein Mäxchen, wenn Du so schaust mit deinen Schleifenohren, hat man sein Herz sofort an Dich verloren. Also, liebes Team vom Tierschutzverein Mechernich, ihr lest, es geht mir richtig gut und nun wünscht euch ein wunderschönes Weihnachtsfest und viele glücklich vermittelte Hunde und Katzen

Ein fast perfekter glücklicher
MAX

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Scroll To Top