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Ihre Hundegeschichte: Bucky – das Unwetter war wie ein Zeichen

Betty erzählt uns ihre Hundegeschichte…

„Ich möchte etwas über meinen verstorbenen Buck erzählen, ein liebenswürdiger treuer Golden Retriever der mit mir durch Dick und Dünn gegangen ist und leider 2006 gestorben ist. Ich bin noch nicht drüber hinweg…

Buck ist 2000 geboren, am 24. Mai um genau zu sein. Er war ballsüchtig, Du konntest ne halbe Stunde lang schmeißen, Buck hatte immer den längeren Atem. Ich nahm zwar zum Gassi gehen immer eine Leine mit, doch angebunden war er höchst selten. Buck hörte aufs Wort. Zwar jagte er gerne Wild, aber hatte er etwas aufgespürt konnte man ihn einfach abrufen und er vergas das Wild. Rief man ihn aber nicht, jagte er alles durchs Unterholz was er sah. Er wartete immer auf mich, blieb ich etwas zurück blieb er nach spätesens 15 Meter stehen und drehte sich um. Dann wartete er. Ich war seine Bezugsperson und erzähle gerne was er für ein toller Hund war. Wie viele Hundebesitzer bin ich der Meinung, dass mein Hund damals der beste Hund der Welt war. Er beschützte mich sogar vor „Gefahren“. Jedenfalls wenn er glaube ich war in Gefahr, konnte ich ihn auch nicht mehr bremsen. Es passierte einmal dass er einen Fahrradfahrer vom Rad holte, weil er seiner Meinung nach zu schnell auf mich zukam und ich das Fahrrad auch gar nicht gesehn habe. Zum Glück war es unser Nachbar der die Situation verstand.

Genauer gesagt möchte ich erzählen wie er gestorben ist, weil ich seit dem Schuldgefühle habe. Es war am 24.Oktober als ich noch mal mit ihm raus bin, zum Spazieren gehen. Er liebte es, im Wald herumzurennen und blieb immer in Hörweite. Man konnte ihn immer rufen, wie schon gesagt, er wollte jedem gefallen und er kam zu 99%.

Als wir im Wald ankamen war es etwa 18 Uhr. Ich ließ ihn rennen und nach ein paar Minuten rief ich ihn, doch er kam nicht mehr. Ich machte mir natürlich Sorgen, er war kein Streuner und er hörte immer, war mir also sicher, es musste etwas passiert sein. Etwa eine Stunde rief und suchte ich ihn, doch ich hörte und sah ihn nicht.

Dann fing es an zu regnen und ein Unwetter zog auf, ein Zeichen wie ich im Nachhinein fand. Ich musste den Wald verlassen und die Nachricht überbringen, dass irgendewas passiert war. Meine Eltern glaubten, er würde streunern, sie kannten ihn nicht so gut wie ich, immerhin waren wir ein Team. Und streunern tat er nicht, ausgeschlossen.

3 Tage lang suchten wir ihn. Am 3. Tag gingen wir nochmal in den Wald, zu zweit. Meine kleine Schwester war 13 Jahre alt, ich etwa 15.  Als ich ihn da liegen sah drehte ich mich weg und sagte nur „mein Gott“. Meine kleine Schwester ging hin und registrierte nicht, dass er nicht mehr da war. Sie streichelte ihn und fing dann das Weinen an. Ich erinnere mich noch gut an ihre Worte: „Warum ist er denn so kalt?“

Den halben Weg Heim hat meine Schwester geweint. Als wir dann ewa 100m vor unserem Haus waren, konnte ich die Tränen auch nicht mehr zurückhalten. Ich wollte stark sein und meine Schwester trösten, doch sie war es, die meinen Eltern und der Großmutter sagte, was passiert war. Meine Großmutter weinte auch und sagte: „Jetzt können wir alle heulen.“ Das stimmte. Ich blieb erstmal draußen und weinte mich aus, während meine kleine Schwester mit der restlichen Familie sprach.

Ich denke oft noch an unseren Bucky und seine Eigenheiten. Als ich klein war war er mein bester Freund, ich verbrachte lieber mit ihm Zeit als mit einem Menschen.

Das Halsband, das er trug als er starb habe ich aufgehoben sowie seine Leinen, die unser 2. Hund nie benutzen durfte.

Jedesmal wenn ich jemanden die Geschichte erzähle fange ich an zu weinen, aber es tut gut. Ich glaube das brauche ich.

Ich frage mich immer, was passiert wäre, wenn wir nicht an diesem Tag in den Wald wären. Oder wenn ich ihn an der Leine gehabt hatte, was man im Wald tun sollte, ich aber immer ignoriert habe weil ich dachte, ich könne gut genug mit meinen Hund umgehen, dass er nicht abhaut.

Bucky starb nur 4 m von dem Platz entfernt wo ich stand und ihn rief, zwischen mehreren Bäumen sodass ich ihn nicht sehen konnte. Wenigstens starb er als er Spaß hatte. Denn der Wald war sein Lieblingsort.“

Betty geht davon aus, dass Bucky vergiftet wurde.

Vielen Dank, liebe Betty, für Deine Geschichte.

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

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