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Der Frühling kommt – die Gefahr durch Zecken

Jedes Jahr aufs Neue kämpfen Hundehalter mit allen Mitteln gegen Zecken. Der Frühling steht vor der Tür, die Temperaturen steigen,… Doch leider ist genau das die Zeit, in der Zecken wieder anklopfen. Ab 10°C nutzen die blutsaugenden Parasiten unsere Hunde als willkommenen Wirt. Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns mit diesen blutsaugenden Tierchen auseinander zu setzen. Zecken sind nicht zu unterschätzen – sie übertragen Borreliose.

Borreliose ist eine Infektionskrankheit. In Mitteleuropa werden die Borrelien durch die Holzblock-Zecke übertragen. Wird ein Hund gebissen, werden die Borrelien aktiviert und gelangen nach ca. 24 Stunden in den Hund. Bei dieser Krankheit können Organe, Gelenke, Gewebe und das Nervensystem befallen werden. Infizierte Tiere fühlen sich schlapp, haben Fieber und zeigen Anzeichen von Lahmheit. Borreliose kann mit speziellen Antibiotika behandelt werden, doch ist es wichtig, dass diese Behandlung rechtzeitig erfolgt. Je eher ein Tierbesitzer mit seinem Hund zum Tierarzt geht und die Symtome überprüfen lässt, desto besser sind die Heilungschancen.

Die beste Möglichkeit, seinen Hund vor Borreliose zu schützen, ist das sorgfältige Absuchen nach den Spaziergängen. Zecken sind in hohem Gras zu finden, aber auch Igel und andere Nagetiere sind häufig von ihnen befallen und dienen als „Sprungbrett“ für Zecken. Entfernt man Zecken rechtzeitig, kann Borreliose vermieden werden. Wenn sich eine Zecke allerdings bereits mit Blut vollgesogen hat und die Stelle um den Biss gerötet ist, kann diese Zecke vom Tierarzt eingeschickt und auf Borrelien getestet werden.

Beim Tierarzt kann man prophylaktische Mittel wie Halsbänder, Sprays, Tropfen oder Pulver kaufen. Die Substanz, die auf die Haut des Tieres aufgetragen wird, gelangt ins Unterhautfettgewebe und wird dort gespeichert. Die Zecke wird somit „vergiftet“ wenn sie sich mit Blut voll saugen möchte und fällt ab. Ein großer Nachteil dieser Substanzen ist, dass sie chemisch sind. Es gibt natürliche Möglichkeiten, seinen Hund vor Zeckenbissen zu schützen, doch kann kein Mittel, weder natürlich noch chemisch, Zecken 100%ig abwehren. Ich habe von einem Gemisch aus Teebaumöl und Neemöl gehört, welches bei der Vorsorge helfen soll.

Es gibt viele Meinungen über eine Impfung, um vor Borreliose zu schützen. Einige sagen, dass es in von Zecken stark besiedelten Gebieten durchaus sinnvoll ist. Es gibt aber keinen 100%igen Schutz, da die Impfung nur gegen die in Europa am häufigsten verbreitete Borrelien-Art wirkt. Daher muss man die Risiken einer Infektion gegen die Risiken der Nebenwirkungen abwegen. Ein Hundekörper wird durch Impfungen immer belastet. Ich rate nicht zu einer Impfung, rate aber auch nicht davon ab. Jeder muss für sich und seinen Hund entscheiden. Doch lohnt es sich darüber nachzudenken und seinen Hund so gut es geht von chemischen Substanzen fern zu halten.

Ich wünsche allen einen schönen Start in den Frühling – ohne Zecken!

 

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Ein Kommentar

  1. Oh ja, alle Jahre wieder ein wichtiges Thema – gerade für Hunde und Menschen, die in den sogenannten Risikogebieten leben. Hast Du denn Deine Hündin gegen Borreliose impfen lassen ?

    LG

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