Du bist hier: Startseite » Training » Wie begegne ich anderen Hunden auf Spaziergängen?

Wie begegne ich anderen Hunden auf Spaziergängen?

Auf jedem Spaziergang gerät man in Situationen, wo man auf fremde Hunde mit ihren Besitzern trifft. Wie verhält man sich in diesen Situationen richtig?

Kontakt zu Artgenossen ist für unsere Hunde sehr wichtig. Sie können kommunizieren, lernen mehr über verschiedene Charaktere und Rassen und nicht selten geht so ein Kennenlernen in ein schönes Spiel über.

Doch es gibt ein paar Regeln, die jeder Hundehalter kennen sollte. Zuerst einmal sollte man seinen Hund nicht einfach zu dem anderen Hund hinstürmen lassen. Dies könnte bei dem anderen Hund Unsicherheit auslösen. Der andere Hund kennt die Absichten Ihres Hundes nicht. Er könnte auch denken, dass der entgegenkommende Hund ihn angreifen möchte, je nach Körpersprache des Hundes ist dies durchaus möglich. Behalten Sie in dieser Situation den Blickkontakt Ihres Hundes. Sie sollten Ihren Hund immer ablenken, wenn dieser anfängt sein Gegenüber zu fixieren. Fixieren ist ein Drohverhalten und dies kann das Gegenüber entweder verunsichern oder dieser wird ebenfalls mit Drohverhalten reagieren. Kein schöner Start für einen ersten Kontakt!

Holen Sie Ihren Hund zu sich, leinen Sie ihn eventuell an und klären Sie mit dem anderen Hundebesitzer, ob ein Kontakt der beiden Hunde in Ordnung ist. Ist der andere Hund angeleint, kann dies durchaus einen Grund haben. Vielleicht ist der andere Hund krank, ist eine läufige Hündin oder hat vielleicht sogar Probleme mit anderen Hunden. Dann wäre ein Kontakt zu Ihrem Hund kein schöner und kann in einer aggressiven Auseinandersetzung enden.

Sehen Sie, dass der andere Hund gerade mit seinem Besitzer trainiert, ist ein Kontakt auch nicht sehr sinnvoll. Würde Ihr Hund nun zu dem Hund laufen, der gerade trainiert, könnte dieser aggressiv reagieren. Er ist gerade voll konzentriert, möchte keinen Kontakt oder wird mit Futter belohnt. In dieser Situation könnte der fremde Hund mit Futterneid reagieren. Versetzen Sie sich in die Situation des Besitzers: Er übt gerade an Tricks oder anderen Signalen und es läuft gerade super! Er möchte seinen Hund gerne belohnen und weiter üben, doch dann kommt ein fremder Hund und möchte spielen… Nur hat der trainierende Hund nur Augen für seinen Besitzer und findet den kommenden Hund störend. Nun muss der Besitzer sein Training unterbrechen. Behalten Sie Ihren Hund also in solchen Situationen bei sich und gehen Sie weiter. Sie finden bestimmt einen neuen Spielpartner für Ihren Hund, der den Kontakt auch möchte!

Wenn Sie Ihren Hund vorbildlich bei sich behalten, wenn Ihnen ein anderer Hund entgegen kommt und Sie untereinander einem Kontakt zugestimmt haben, geben Sie Ihrem Hund ein Signal dafür, dass er nun zu dem anderen Hund hin darf. So lernt er, dass er auf Ihr Zeichen warten muss und lernt, nicht gleich los zu stürmen.

Wenn der erste Kontakt in ein Spiel übergeht, können Sie sich mit dem anderen Besitzer unterhalten und den Hunden beim Toben zusehen. Doch behalten Sie die Hunde immer im Auge und achten Sie auf deren Gesten. Ein anfangs noch schönes Spiel kann jederzeit kippen. Haben Sie das Gefühl, dass sich ihr Hund anfängt unwohl zu fühlen, unterbrechen Sie das Spiel, rufen Sie Ihren Hund ab und gehen Sie weiter. Kullern Sie ein paar Leckerlis zur Auflockerung, damit sich Ihr Hund wieder entspannt.

Halten sich alle Hundehalter an diese „Hausordnung“, steht angenehmen Kontaktaufnahmen nichts mehr im Wege!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Required fields are marked *

*

Scroll To Top