Trennungsangst bei Hunden – die Angst vor dem Alleinebleiben…
31 Dec
Autor: HundetrainerBlog.de - Kategorie: Erziehung, Welpen
Trennungsangst bei Hunden entseht sehr schnell… Deshalb finde ich es wichtig, anzusprechen, wie es zu Trennungsängsten bei Hunden kommen kann und wie man diese als Hundebesitzer vermeidet.
Am Einfachsten trainiert man das Alleinebleiben mit einem Welpen, der noch keine schlechten Erfahrungen mit dem Alleinsein gemacht hat. Ich nenne es “trainieren”, da man sich viel Zeit nehmen muss, um einen Welpen an das Alleinesein zu gewöhnen. Es ist ein Training, das man Schritt für Schritt aufbauen muss, um einen Hund daran zu gewöhnen, ohne uns irgendwo zu bleiben. Wir können nicht einfach hinausgehen, die Tür hinter uns zu machen und gemütlich ins Kino gehen. Wenn wir zurück kommen, werden wir mit Sicherheit einen verstörten Hund zu hause haben, der stundenlang mit Panik zu hause bleiben musste und sehr wahrscheinlich gedacht hat, dass seine Besitzer niemals wieder kommen. Genau das denkt ein Hund, wenn man das Alleinebleiben nicht trainiert. Bleibt man zu schnell zu lange weg, wird man sehr große Schwierigkeiten haben, überhaupt jemals einen gelassenen Hund zu haben, der gerne zu hause bleibt. Denn dieser merkt sich rasent schnell, dass Alleinesein etwas ganz Furchtbares ist…
Also liegt es eigentlich auf der Hand… Man muss “klein” anfangen! Gehen Sie in einen anderen Raum und lehnen Sie die Tür hinter sich an. Gehen Sie sofort wieder hinaus und machen Sie weiter Ihre Hausarbeit oder was Sie gerade vor hatten. WICHTIG: kommen Sie nur zurück in den Raum wo Ihr Hund ist, wenn er ruhig ist und nicht jammert oder bellt! Denn sonst lernt er: Ich muss nur ausreichend kräftig und lange bellen… Dann kommen meine Besitzer schon zurück! Also: Es ist das Normalste von der Welt, dass Sie kurz mal weg sind. Wenn Sie zu Ihrem Hund zurück gehen, tun Sie so, als wäre nichts geschehen. Wenn das gut klappt, gehen Sie aus dem Raum und schließen Sie kurz eine Tür. Erst öfter ein paar Sekunden, dann oft eine Minute… Dann gehen Sie kurz aus der Eingangstür. Ein paar Sekunden, dann eine Minute… Bringen Sie schnell den Müll raus… So steigern Sie das Alleinebleiben langsam und sehr sicher. Das kann ein paar Wochen in Anspruch nehmen. Ihr Hund wird dann aber merken, dass das Alleinebleiben gar nicht schlimm ist, da Sie ja immer wieder kommen! Aber bitte seien Sie nicht zu schnell zu euphorisch… Steigern Sie die ersten 10 Minuten wirklich langsam! Schritt für Schritt und achten Sie dabei auf Ihren Hund. Er muss entspannt sein. Wenn Sie sehen, dass er dies nicht ist – gehen Sie im Training einen Schritt zurück… Wenn 10 Minuten sicher und entspannt klappen, können Sie mit etwas größeren Schritten voran schreiten.
Noch ein wichtiger Tip: Lasten Sie Ihren Hund vor dem Training aus! Nur ein ausgeglichener Hund kann sich auch entspannen und vielleicht die Zeit wo Sie nicht da sind zum Schlafen nutzen…
Jetzt wissen Sie bestimmt, warum ich an Anfang dieses Textes von Training gesprochen habe… Geben Sie Ihrem Hund Zeit zu lernen, dass Sie immer wieder kommen!

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