Nackenschütteln als Erziehungsmaßnahme?
10 Jul
Autor: HundetrainerBlog.de - Kategorie: Erziehung
In vielen Hundeschulen und bei vielen Hundebesitzern zählt das Nackenschütteln leider immer noch zu einer Methode der Maßregelung in der Hundeerziehung. Es heißt, dass Hundemütter ihre Welpen als Erziehungsmaßnahme im Nacken packen und sie schütteln. Anhand von Beobachtungen an Wölfen und Hunden konnte man dieses allerdings schon längst widerlegen! Eine Wolfs- oder Hundemutter trägt ihre Welpen im Nacken von A nach B wenn sie klein sind. Aber niemals würde eine Wölfin oder Hündin ihre Welpen im Nacken packen und schütteln! Dieses Nackenschütteln wird einzig und allein auf der Jagd eingesetzt, um Beute zu töten! Nun stellen Sie sich mal vor, wie sich ein Welpe fühlt, wenn er von seinem Besitzer mit Nackenschütteln betraft wird. Er wird total verängstigt sein und eventuell sogar Todesangst erleben. Ein Welpe wird es nicht als Maßregelung verstehen. Der Besitzer muss damit rechnen, dass das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und seinem Welpen gestört wird und der Welpe uns als unberechenbar einstuft. Und wir möchten doch einen Hund, der uns voll und ganz vertraut und der sich bei uns wohl fühlt und nicht dass er durch uns Todesangst erlebt…
Welpen kommen asozial auf die Welt… bedeutet, dass sie ihre sozialen Kompetenzen erst lernen müssen. Im Spiel untereinander kann man bei manchen Welpen Ansätze zum Nackenschütteln erkennen. Es steckt in ihren Genen, da sie Jäger sind! Unsere Aufgabe ist es, dieses Kommentarlos zu unterbinden, damit der Welpe lernt, dass es nicht zum Spielen gehört und damit sich sein Spielpartner nicht unwohl fühlt.
Nackenschütteln als Erziehungsmaßnahme gehört nicht zur gewaltlosen Hundeerziehung!

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