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Hunde aus dem Tierheim – (k)eine zweite Chance

Sehr viele Hunde haben kein behütetes zu hause… Sie wurden ausgesetzt, weil sie nicht mehr in den Alltag ihres Besitzers passten. Weil sie unerwarteterweise doch viel Auslauf und Beschäftigung benötigten. Weil ein langer Auslandsaufenthalt geplant ist und der Hund einfach nicht in diesen Plan passte. Weil der Hund ein Weihnachtsgeschenk war, das man nicht mit Vorlage des Kassenbons zurückgeben kann. Das sind unglaubliche Gründe, die sich liebende Hundebesitzer überhaupt nicht vorstellen können. Doch leider sind sie Realität. Tierheime sind der Beweis. Sie sind voll von traurigen Hundegesichtern, die Opfer ihrer Besitzer geworden sind.

Viele Menschen denken bei dem Wort „Tierheim“ an verhaltensgestörte Hunde, die kläffend am Zaun des Zwingers auf und ab laufen und überhaupt keinen vertrauenserweckenden Eindruck hinterlassen. Oder an die, die verschüchtert in der hintersten Ecke des Zwingers sitzen und sich nicht, auch nicht für das tollste Leckerlie, zu sich locken lassen. Diese Hunde sind den meisten zu schüchtern. Erwecken nicht den Eindruck eines gesunden, lebhaften Hundes mit dem sie gemeinsam aktiv sein können. Doch da stellt sich für mich eine Frage… Wie sollen diese Hunde denn reagieren? Sie wurden ausgesetzt oder haben sehr Schlimmes erlebt… Haben ihre Familie verloren und können den Grund dafür nicht sehen. Sie sind nun in einem Tierheim. Wohnen hinter Gittern neben hunderten von anderen Hunden. Die Geräuschkulisse ist unglaublich und ständig kommen Menschen an den Zaun um sie an zu schauen, aber dann doch da zu lassen. Sie haben große Verluste erlitten oder große Schmerzen… Ein Hund, der beim ersten Gassigang mit Ihnen wie wild an der Leine zieht, ist nicht gleich ein gefährlicher, viel zu wilder Hund!! Die Pfleger in Tierheimen können dem nötigen Auslauf eines Hundes (2-3 Stunden am Tag) bei der Anzahl der Hunde einfach nicht nachkommen. Diese Hunde sind unterbeschäftigt und haben eine große Menge Energie, die sie nirgends los werden.

Wenn Sie in sich gehen, können Sie die Reaktionen dieser Hunde nachempfinden. Es sind normale Reaktionen auf Trauer, Angst und Langeweile… Jeder Hund ist anders. Und jeder Hund geht mit Verlusten und Trauer unterschiedlich um. Die einen gehen in die Offensive und versuchen so ihre Unsicherheit und ihre Angst zu bewältigen. Die anderen werden depressiv und verkrümeln sich in einer Ecke…

Man kann in Tierheimen Hunden begegnen, die sehr viel durchgemacht haben. Jeder Hund hat eine Vergangenheit, die sie prägt und die den Hund aus ihnen macht, der sie sind. Viele Hunde aus dem Tierheim werden mit viel Geduld und Verständnis, Wissen über Hunde und Zeit, sich auf diesen einen Hund einzustellen, zu wunderbaren Weggefährten.

Ich empfehle, sich an eine gute Hundeschule zu wenden, die ohne Zwang, Druck und Strafe arbeitet, die jahrelange Erfahrung mit dem Training von Menschen und Hunden hat und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitet. Diese kann sie dabei unterstützen, den passenden Hund zu finden. Es gibt Hundeschulen, die sie auf dem Weg ins Tierheim begleiten und die Ihnen bei dem Besuch mit Antworten zur Seite stehen.

Viele Hunde, die aus dem Tierheim kommen, blühen erst in ihrem neuen zu hause richtig auf! Doch es gibt durchaus auch Hunde, die mit und durch uns Menschen bereits zu viel Schlechtes erfahren haben und die vielleicht nie wieder Vertrauen zu uns Menschen aufbauen können…

Nehmen Sie sich Zeit um den passenden Hund für Sie zu finden. Eine zweite Chance hat jeder verdient….

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

2 Kommentare

  1. geld verdienen

    Danke für die tollen Inhalte, ich komme immer wieder gerne hier her zum Lesen!

  1. […] ein Hund aus dem Tierheim kann ein wunderbarer Begleiter sein! Wenn Sie sich noch auf keine Rasse festgelegt haben, können […]

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