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Gewöhnung an eine Transportbox

Hunde in einer Transportbox

Warum eine Transportbox? Hilft diese meinem Vierbeiner? Warum fahren so viele mit dem Auto und transportieren ihren Hund in einer Hundebox?

Eine Transportbox hat viele Vorteile

Eine Transportbox kann aus verschiedenen Gründen bei der Hundeerziehung hilfreich sein. Sie kann einem Hund z.B. helfen, besser alleine zu bleiben. Manche Hunde sind mit dem Platzangebot unserer Wohnungen überfordert und irren während des Alleinebleibens umher, um ihre Besitzer zu suchen, oder weil sie das Gefühl haben, überall gleichzeitig sein zu müssen. Gewöhnt man solche Hunde an eine Transportbox, können sie zur Ruhe kommen, da sie nur einen begrenzten Raum zur Verfügung haben. Außerdem kann der Hund in einer Box sicher im Auto transportiert werden und ängstlichen Hunden kann eine Transportbox helfen, Schutz zu finden. Egal wofür Sie eine Box für Ihren Hund benötigen, es ist absolut nötig, dass sich der Hund in dieser Box 100%ig wohl fühlt und man sich für die Gewöhnung an eine Transportbox ausreichend viel Zeit lässt – so viel, wie der Hund benötigt.

Was ist bei der Transportbox für Hunde im Auto zu beachten?

Bei der Wahl der richtigen Box sollte man darauf achten, dass man für geräuschempfindliche Hunde keine Transportbox aus Metall wählt sondern eine aus Kunststoff. Gestalten Sie die Box gemütlich, also legen Sie Ihrem Hund eine kuschelige Decke hinein, damit er auf dem Boden der Box nicht ausrutscht und sich hinlegen kann. Außerdem sollte man bei ängstlichen Hunden besondersa darauf achten, dass man während des Trainings nicht gegen die Box stößt – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund die Box noch mehr meidet und sie ihm Angst macht.

Hund muss sich an die Transportbox gewöhnen

Beginnen Sie, indem Sie die Box zur Gewöhnung an einen Platz stellen, wo der Hund leichten Zugang zu ihr hat. Bei vielen Boxen kann man den Deckel abnehmen. So kommt Ihrem Hund die Box nicht gleich wie eine dunkle Höhle vor – er wird lieber in die untere Schale gehen wollen. Legen Sie eine Decke oder ein Hundekissen in die Schale, damit der Untergrund nicht rutschig ist. Werfen Sie ein Leckerli (Futter, Wurst,…) hinein. Das kann alles sein, natürlich auch das Lieblingsspielzeug Ihres Hundes, sollte dieser nicht sonderlich verfressen sein. Geben Sie Ihrem Hund Zeit bei der Suche. Sollte er nicht hineingehen wollen, animieren Sie ihn freundlich und helfen Sie ihm bei der Suche.

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Nach und nach können Sie die Menge der Leckerlis erhöhen und auch ein kleines Spiel daraus machen. Ihr Hund kann warten, während Sie in der Box (Schale) kleine Leckereien verstecken. Sie können diese auch ein wenig unter der Decke verstecken. Schicken Sie Ihren Hund dann auf die Suche und lassen Sie ihn in Ruhe suchen. Es ist egal, wie lange er dafür benötigt! Es geht einzig und allein darum, dass er sich an die Box gewöhnt und diese mit etwas Positivem verknüpft. Sollten Sie ihn bei der Suche unter Druck setzen, könnte das auf der Strecke bleiben…

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Hund ohne Zögern in die Schale geht und freudig seine Leckereien sucht, können Sie den Deckel der Box auf der Schale befestigen. Nun legen Sie wieder ein Leckerli in die Box, zuerst nicht ganz nach hinten, und lassen Ihren Hund das Leckerli suchen. Klappt das gut, nehmen Sie mehr Leckerlis und verstecken Sie diese etwas besser, damit Ihr Hund in der Box etwas beschäftigt ist. Sollte ihr Hund zögern und ihm der Deckel nicht ganz geheuer sein, legen Sie die Leckerlis noch weiter an den Rand (am Ausgang) der Box und legen Sie diese erst weiter nach hinten, wenn Ihr Hund entspannt ist. Lassen Sie bei diesem Trainingsschritt die Tür noch unbedingt auf!

Sie können die Box im Raum stehen lassen und immer wieder etwas Schönes darin verstecken. So etabliert sich die Box als etwas Angenehmes und Normales, was zum Alltag gehört. Vielleicht sucht Ihr Hund die Transportbox ja auch bereits von selbst mal auf und genießt ein kleines Nickerchen darin.

Mit dem Training entspannt sich der Hund und findet die Transportbox normal

Wenn alles völlig entspannt abläuft können Sie trainieren, die Tür zu schließen. Üben Sie immer weiter mit den Leckerlis. Sie können natürlich auch die Futterrationen (Trockenfutter) Ihres Hundes zum Trainieren verwenden, falls Sie Sorge um die Figur Ihres Vierbeiners haben sollten. Ist Ihr Hund in der Box und sucht nach den Leckerlis, lehnen Sie die Tür leicht an. Allerdings so, dass Ihr Hund ohne Schwierigkeiten alleine hinaus kommen kann wenn er möchte. Ist er wieder draußen, wiederholen Sie den Trainingsschritt mit den Leckerlis. Bleibt er drinnen, legen Sie immer wieder ein Leckerli nach. So belohnen Sie ihn dafür, dass er in der Box geblieben ist. Klappt das nach mehrmaligen Übungen ebenfalls völlig problemlos und entspannt,  können Sie die Türe ganz verschließen. Sie können vorher auch etwas zum Knabbern mit in die Box legen, was Ihren Hund etwas beschäftigt. Aber bleiben Sie direkt neben der Transportbox und lassen Sie Ihren Hund nicht aus den Augen. Damit er weiß, dass Sie in seiner Nähe sind. Öffnen Sie die Tür in der Zeit, wo Ihr Hund ruhig ist. Wenn Ihr Hund jammert und bellt, ignorieren Sie ihn solange, bis er ruhig ist und lassen Sie ihn erst dann wieder aus der Box. Die Zeit in der Box können Sie immer weiter steigern. Aber übertreiben Sie es nicht! Lassen Sie sich Zeit mit dem Training und steigern Sie die Zeiten in der Box kleinschrittlich.

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Außerdem darf die Box nie als „Wegsperrmöglichkeit“ für den Hund genutzt werden! Sie soll dem Hund Sicherheit geben, er soll sich darin wohl fühlen.

Wenn Ihr Hund in der Transportbox in Panik gerät, lassen Sie Ihren Hund sofort aus der Box heraus. Vielleicht war das Training zu schnell, die Traningsschritte zu klein und Ihr Hund ist noch nicht soweit. Beginnen Sie in diesem Fall am Besten von vorne und wählen Sie kleinere, kürzere Trainingsschritte.

Tipps zur Transportbox

Achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Hund keine Romane erzählen während er in der Box ist… Verknüpfen Sie ein Wort – vielleicht „Box“ – in dem Moment, wo er hinein geht. Belohnt wird Ihr Hund mit dem Futter, was er in der Box findet.

Haben Sie fleißig mit Ihrem Hund trainiert, wird er sich in der Box wohl fühlen und diese gerne aufsuchen. Sie können ihm seine Mahlzeiten in der Box geben, den Kauknochen zum Nachtisch am Abend oder einfach mal so zum Training. So wird sich Ihr Hund nie weggesperrt fühlen, sondern die Box als sein kleines Reich ansehen, wo er Ruhe hat und immer wieder etwas Leckeres zum Fressen bekommt.

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

5 Kommentare

  1. Ein toller Artikel und genau das, was ich gesucht habe. Wir wollen unserer Susi morgen eine Transportbox kaufen und sie daran gewöhnen. Vielen Dank für die Tipps!

  2. Vielen Dank für diesen Artikel. Er bestätigt genau das, was wir gerade mit unserer 10 Monate alten Hündin erleben. Sie ist sehr schnell hochgefahren, schläft aber viel zu wenig, weil sie alles mitbekommen will. Mit viel Leckerli haben wir sie an die Box gewöhnt. Wider Erwarten kam sie dort dann endlich mal zur Ruhe und heraus kam ein völlig entspannter Hund. Heute sucht sie die Box neuerdings freiwillig auf und wenn sie könnte würde sie vielleicht sogar die Tür zu machen. Die Box mit viel Geduld eingesetzt ist für den Hund keine Strafe, wie ich dachte, sondern Weinessig pur.

  3. Natürlich nicht Weinessig sondern Wellness -☺. Kann das jemand ändern bitte. Soetwas denkt sich mein Rechtschreibprogramm aus.

  4. Wer seinen Hund zu Hause in eine Hundebox sperrt, ist einfach krank im Kopf!

  5. Toller Trainingsartikel um den eigenen Hund die Box schmackhaft zu machen. Und ein toller Blog mit vielen Tipps und Infos. Werde ab sofort öfters hier vorbeischauen 😉

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