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Der Hundeprofi Martin Rütter gegen Stachelhalsbänder

In der Folge vom 20.11.2010 besuchte Martin Rütter Hunde und ihre Besitzer, denen er vor ca. einem halben Jahr erfolgreich geholfen hat. Der Hundeprofi wollte wissen, was denn eigentlich aus den Problemfällen von damals geworden ist…

Berichten möchte ich heute über Gas, dem Dobermannmischling, der damals bei jedem Besuch Pfützchen auf dem heimischen Boden hinterließ und sich Besuchern gegenüber verhielt wie ein aufdringlicher junger Hund ohne jegliche Berührungsängste. Gas´ Frauchen bekam das Problem dank der Tipps des Hundeprofis gut in den Griff. Sie trainierte, dass Gas sich, wenn Besuch kam, immer auf seine Decke zurückziehen sollte. Das brachte Ruhe ins Chaos und beim Besuch des Hundeprofis nach einem knappen halben Jahr hat Frauchen das Problem immer noch im Griff. Gas wartet ruhig auf seiner Decke als Martin Rütter das Haus betritt und auch als Frauchen ihn zu sich rief, war er zwar freudig über das neue Gesicht im Wohnzimmer, doch blieb ruhig. Bei dem letzten Besuch vom Hundeprofi musste dieser sich den Sessel mit Gas teilen, da er einfach auf Martin Rütters Schoß sprang.

Gas´ Frauchen ist genauso zufrieden mit der Situation wie Martin Rütter. Sie sagte, dass sie zwischendurch das Training etwas hat Schleifen lassen und auch sofort merkte, wie Gas wieder in alte Verhaltensweisen zurück fiel. Doch nun ist sie wieder konsequent und das Training zeigt Wirkung.

Ein weiteres Problem von Gas´ Frauchen ist die Leinenführigkeit. Als junger Dobermannmix ist Gas ein kräftiger Kerl, der viel Power hat. Wenn die Tür auf geht, zieht Gas sein Frauchen einfach an der Leine hinter sich her. Gas Frauchen wusste sich keinen Rat mehr und legte sich ein Stachelhalsband zu. Als Martin Rütter dies hörte war er entsetzt. Ein Stachelhalsband oder Würgehalsband gehört auf den Schrott, meint der Hundeprofi. Er fragte Gas´ Frauchen, wie ihr Hund auf das Stachelhalsband reagiere… Gas würde einmal qieken wenn er zu doll zieht und dann aber aufhören. Natürlich, Gas hat Schmerzen und läuft dann lieber dicht bei ihr, als noch mal Schmerzen zu spüren. Doch möchte man einen glücklichen Hund an seiner Seite und nicht einen, der mit angelegten Ohren aus Angst vor Schmerzen neben uns her läuft!

Der Hundeprofi zeigte, wie es auch ohne Würger oder Stachelhalsband geht!

Gas´ Frauchen sollte nicht mehr ihrem Hund hinterher laufen, sondern selbst die Richtung bestimmen. Immer wenn Gas in eine Richtung geht, sollte sie in die andere gehen, ohne am Halsband zu zupfen. Nach ein paar Drehungen sah man bereits, wie Gas aufmerksamer wurde. Man sah deutlich das Fragezeichen auf Gas´ Stirn: „Was macht Frauchen denn da und wieso läuft sie mir nicht mehr hinterher?“ Nun gab es für Gas immer eine Belohnung wenn er sich seinem Frauchen zugewandt hat und nicht mehr an der Leine zog. Das half! Auf der Wiese ohne Ablenkung klappte das schon sehr gut. Natürlich muss das konsequent trainiert werden. Gas darf keinen Erfolg mehr beim Ziehen haben.

Der Erfolg für ziehende Hund: Er kommt durch sein Ziehen da hin wo er möchte! Zum Beispiel schnell auf seine Lieblingsspielwiese…

Zieht Gas an der Leine heißt es: in die entgegengesetzte Richtung gehen. Ist die Leine locker und Gas aufmerksam gibt es ein Leckerli.

Natürlich muss ein Hund immer ausreichend ausgelastet werden. Von einem Hund, der zu wenig Auslauf bekommt kann man nicht erwarten, brav an lockerer Leine zu gehen. Er muss die Möglichkeit haben, seine Energie los zu werden und das täglich! Freilauf, Beschäftigung und die Möglichkeit, sich auszupowern muss neben dem Leinenführigkeitstraining jeden Tag dazu gehören!

Gas´ Frauchen war dankbar für die Tipps und versprach, das Stachelhalsband auf den Müll zu werfen, wo diese Halsbänder eindeutig hingehören!

 

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

Ein Kommentar

  1. Sorry, aber wie sich das manche vorstellen…..
    Ich habe jetzt einen zwei jährigen unkastrierten Kangal Rüden der schon 7 Vorbesitzer hatte und nichts kannte. Ich hatte auch alles auf liebe weise versucht, es klappt auch, aber einen 60 kilo Hund im Eifer zu halten, soll mir dann mal ein Herr Rütter vormachen. Ich habe allersdings nur ein Dressur Halsband also kein Stachler! Hatte auch Spezialgeschirre und Gentle Leader aber nichts hatte geholfen.

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