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Bellende Hunde….

20 Mar

Autor: HundetrainerBlog.de - Kategorie: Erziehung

Hunde haben eine andere Art zu kommunizieren als wir Menschen. Unter all den feinen Signalen, mit denen Hunde kommunizieren, gibt es auch das Bellen. Ein bellender Hund kann in der heutigen Gesellschaft leicht zu Schwierigkeiten führen – vor allem dann, wenn er zu hause bellt… nicht jeder Nachbar ist erfreut über bellende Vierbeiner.

Sie bellen, um sich auszudrücken. Das ist die Erklärung. Hunde haben selbstverständlich Emotionen, die sie versuchen durch bellen auszudrücken. Sie sind freudig aufgeregt, weil sie gerade auf dem Weg zum Hundeplatz sind, sie haben Angst davor alleine zu bleiben, sie möchten Aufmerksamkeit von Ihnen, sie versuchen einen anderen Hund zum Spielen aufzufordern, sie verteidigen ihr Territorium…. diese Liste kann man fast endlos fortführen.

Zu aller erst sollte man bedenken, dass es bellfreudige Rassen gibt. Es gibt Rassen, denen durch Jahrzehnte lange Zucht das Bellen diese Eigenschaft weitervererbt wurde. Bei Wachhunden ist es sehr erwünscht, dass sie bellen und Gefahr anzeigen. Manche Jagdhunde wurde dieses Merkmal angezüchtet, damit sie Wild lautstark anzeigen können. Und nun kommen Menschen, verlieben sich in eine Rasse, ohne sich vorher Gedanken über die Merkmale und Wesenseigenschaften der Rassen zu machen und wundern sich, dass sie nun einen bellfreudigen Hund in ihrer 2-Zimmer Stadtwohnung haben und dass ihnen das auf die Nerven geht. Die Hunde können am aller wenigsten dafür.

Doch gibt es auch in Sachen Erziehung einiges was man bedenken sollte. Bekommt ein Hund Aufmerksamkeit von seinem Besitzer wenn er bellt, wird er dieses Verhalten weiter ausbauen und häufiger zeigen. Er bellt und bekommt Aufmerksamkeit. Er lernt durch Erfolg und Misserfolg. Lohnt es sich zu bellen (er bekommt Aufmerksamkeit) wird er es wiederholen. Denn die meisten Besitzer vergessen ihren Hund zu loben/beschäftigen wenn er denn gerade leise ist. Wie soll ein Hund dann lernen was erwünscht ist? Ignoriert man einen bellenden Hund und wendet man sich ihm erst wieder zu, wenn er still ist, wird er das lohnende Verhalten (das still sein) wieder zeigen und das auffordernde Bellen nach und nach immer seltener zeigen.

Auch schimpfen und Augenkontakt zählt zu Aufmerksamkeit!

Hunde bellen auch aus Angst oder Unsicherheit… bestätigen Sie Ihren Hund in diesen Situationen nicht und versuchen Sie ihn nicht durch streicheln zu beruhigen. Den streicheln erzielt genau das Gegenteil. Ihr Hund wird sich in seiner Angst bestätigt fühlen. Zeigen Sie Ihrem Hund souverän, dass er vor dem „komischen Ding“ keine Angst zu haben braucht. Schauen Sie es sich gemeinsam mit Ihrem Hund an. Das gibt Ihrem Hund Sicherheit! Wenn Sie Ihren ängstlichen oder unsicheren Hund in so einer Situation anmeckern oder zurechtweisen, wird er unsicherer werden und keinesfalls ein selbstbewusster Hund, der seine Umwelt sicher meistern wird.

Konfrontieren Sie Ihren Hund nicht mit allem… eine Horde Kinder, die schreiend auf Ihren Hund zu laufen, sehen für Ihren Hund mit Sicherheit sehr bedrohlich aus! Auch wenn die Kinder Ihren Hund nur streicheln möchten. Üben Sie mit Ihrem Hund behutsam den Umgang mit Kindern. Am Besten beginnen Sie mit dem Kontakt zu einem Kind. Erklären Sie dem Kind, wie es sich am Besten verhalten soll im Umgang mit Hunden. Dann wird Ihr Hund auch im Umgang mit Kindern souverän sein

Ihr Hund lernt von Ihnen! Bleiben Sie souverän und zeigen Sie Ihrem Hund seine Umwelt, damit er sagen kann: „Das ist nicht schlimm – das kenne ich schon!“ Oder: „Das ist nicht schlimm – das macht Spaß!“

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Kommentare

Sie finden hier 42 Kommentare zu “Bellende Hunde….”

  1. Jule meinte am 8. August 2009 - 21:29 Uhr

    Guten Tag,
    ich habe einen 8 Wochen alten Australian Shepherd Welpen und möchte wissen, wie ich dem Hund das Bellen “abgewöhne”!
    Er bellt und jault jeden Morgen solange, bis man zu ihm kommt und ihm fressen gibt…
    Er hat das beim Züchter auch schon gemacht, obwohl er dort seine Geschwister und seine Mutter im selben Raum hatte.
    Hat der Hund einfach Spaß am Bellen? Warum macht er das jeden Morgen solange, bis man ihm Aufmerksamkeit schenkt? Es hat ihm anscheind nichtmal seine Familie gereicht…

    Ich möchte gerne wissen, ob man dem Hund das Bellen abgewöhnen kann oder ob es einfach am Charakter des Hundes liegt.
    Sind Hunde die schon als Welpen bellen auch die Hunde, die später viel bellen?

    Ich hoffe das mir jemand helfen kann=)
    Jule

  2. HundetrainerBlog.de meinte am 12. August 2009 - 09:35 Uhr

    Hallo Jule,
    Du hast Recht-es gibt Rassen,die bellfreudiger sind als andere. Und Hütehunden liegt es in den Genen.
    Wichtig ist,dass ihr auf ihr Bellen nicht eingeht. Sie darf keine Aufmerksamkeit von euch bekommen wenn sie bellt. Wenn sie bellt, wartet so lange, bis sie ruhig ist. Sobald sie nicht mehr bellt, macht estwas Schönes mit ihr.
    Wenn ihr konsequent seid,könnt ihr es ihr abgewöhnen! :-)
    Berichtet mir gerne! Und wenn ihr noch Fragen habt-schreibt mir!
    Liebe Grüße

  3. stef meinte am 18. August 2009 - 14:53 Uhr

    habe auch eine wichige frage zum bellen!!!

    meine papillon hündin bellt immer, wenn ich oder mein freund zur tür rein kommen oder wenn jemand an der haustür vorbeigeht. wenn sie die haustür fixiert und ich was im hausgang höre, lenke ich sie immer ab und sie bellt draussen, wenn ein fremder hund vorbei geht (obwohl sie andere hunde kennt).
    soll ich nun das bellen ignorieren oder schimpfen? sie wird durchs ignorieren doch nicht aufhören.

    was soll ich tun? sie ist erst kurze zeit bei uns, noch ganz neu, aber schon ein jahr alt.

    vielen dank

  4. HundetrainerBlog.de meinte am 27. August 2009 - 11:45 Uhr

    Hallo!

    Es gibt Rassen, die bellfreudiger sind als andere. Hunde teilen sich durch ihr bellen mit. Kann es sein, dass sie Euch begrüßt, wenn ihr zur Tür herein kommt? Du sagst, dass sie noch nicht lange bei euch ist – vielleicht muss sie sich an die neuen Geräusche erst gewöhnen. Wie lange ist sie genau bei euch?

    Durch Schimpfen wirst Du nicht viel erreichen. Es kann sein, dass Du ihr durch Dein Schimpfen sogar “Recht gibst”. Sie kann sich dann ermuntert fühlen, weil Du ja mit schimpfst. Vielleicht verunsichern sie die neuen Geräusche auch. Dann würdest Du sie eher verunsichern. Ignorieren wäre da die bessere Variante. Oder bestätige sie sofort in dem Moment mit Leckerlie, wo Geräusche zu hören sind, sie aber noch nicht bellt. So zeigst Du ihr, was Du möchtest – ohne zu schimpfen.

    Bellt sie lange? Oder schlägt sie nur kurz an?

    Wie wohnt ihr? Stört es euch sehr?

    Ich freue mich auf Deine Antwort.

    Liebe Grüße

  5. Sunny meinte am 16. September 2009 - 21:01 Uhr

    Hallo
    ich haba seit kurzen einen Labrdor Rüden 11 Wochen alt immer wenn ich ihn allein lassen will fängt er an zu bellen ich muss dazu sagen das wir ihn noch nicht komplett mit zu Hause haben wir holen ihn nur für ein paar stunden am tag und schaffen ihn dann wieder zum züchter da wir im Oktober erst noch für 2 wochen in den Urlaub fliegen und ich den Hund nicht erst nach hause holen will um ihm dann im Urlaub wieder dort abzugeben.
    Wie bringe ich meinen Hund dann bei das er nicht bellen braucht wennn er alleine ist?
    Und wie soll ich die erste nacht gestallten? ER soll ein hofhund werden
    Liebe Güße
    Sunny

  6. Carolin meinte am 17. September 2009 - 10:44 Uhr

    Hallo,

    auch ich habe eine Frage zum Bellen. Wir haben einen fast 7-Monate alten Am-Staff-Rüden, der schon seit 4 Monaten bei uns ist. Er ist eigentlich der liebste und treueste Hund der Welt. Wir haben wirklich keine Probleme mit ihm und er hört aufs Wort. Aber seit ca. 2 Wochen schlägt er immer an, sobald er draußen auch nur das leiseste Geräusch wahrnimmt. Egal ob draußen Katzen vorbeilaufen, der Nachbar in der Garage sein Motorrad rausholt oder Kinder vorbei laufen, er fängt vor allem nachts immer an mit bellen und raubt uns in den letzten Tagen damit oft den Schlaf. Sonst ist er Kindern, Erwachsenen und anderen Tieren gegenüber sehr freundlich und aufgeschlossen.

    Wie können wir ihm begreiflich machen, dass er bellen kann, aber bitte nicht bei jeder Kleinigkeit?

    Liebe Grüße
    Carolin

  7. HundetrainerBlog.de meinte am 17. September 2009 - 10:49 Uhr

    Liebe Sunny,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

    Ihr hattet Euren Hund ja noch nicht oft bei Euch und er hatte noch nicht wirklich Gelegenheit, Euch kennen zu lernen. Versuche Dich in die Lage Deines Hundes zu versetzen. Er wird von Euch für ein paar Stunden von seiner Mama weg geholt, von seinen Geschwistern, aus seiner gewohnten Umgebung. Das alleine ist für Euren Rüden schon eine große Aufregung! Dann kommt er zu Euch und kennt sich nicht aus. Er weiß nicht, wo er ist und was er darf und was nicht. Er kennt die Familienverhältnisse und Regeln nicht und fühlt sich erstmal recht unsicher. Auch wenn ihr ihn schön öfter geholt habt, was super ist (!), ist es doch neu für den Kleinen. Es ist richtig, dass man Welpen ganz früh schon daran gewöhnen sollte, alleine zu sein. Doch muss man das in ganz kleinen Schritten mit den Welpen üben! Schau dafür auch auf meinen Beitrag zum Thema “Trennungsangst bei Hunden” http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/trennungsangst-bei-hunden.html. Übe wirklich nur in ganz kleinen Schritten! Geht nur in ein anderes Zimmer und schließt die Tür für ein paar Sekungen und kehr dann ganz selbstverständlich zurück. Kehrt immer nur dann zurück, wenn Euer Hund nicht bellt. Wartet den kleinen Moment ab in dem er ruhig ist und geht zurück zu ihm. Sonst lernt er, dass er nur genug bellen muss, damit ihr zurück kommt! Fängt mit ein paar Sekunden an… steigert Euch, wenn es gut klappt, zu Minuten, usw. Achtet immer darauf, dass Euer Hund genug getobt hat und müde ist, wenn ihr ihn alleine lasst. Wenn Du zurück kommst tue so, als wäre es das Normalste von der Welt, dass Du gehst und auch wieder kommst. Wenn ihr Euren Hund überschwänglich lobt wenn ihr wieder kommt, wird es für ihn etwas besonderes sein und er wird es schwer haben, sich zu entspannen. Es ist ganz normal mal alleine zu sein! :-) Aber lese ruhig meinen anderen Artikel! Da steht alles drin! :-)

    In der ersten Nacht würde ich dem Kleinen einen Schlafplatz bei Euch im Zimmer einrichten. Ihr könnt eine lauwarme Wärmflasche unter eine Kcheldecke legen, damit er das Gefühl hat, nicht alleine zu sein. Ein tickender Wecker im Bett kann für Welpen ebenfalls beruhigend sein. Wenn ihr ihn in Eurer Nähe habt, könnt ihr auch schnell reagieren wenn er mal muss. Und Euer Rüde fühlt sich nicht so alleine. Denn es wird seine erste Nacht ohne Mama und Geschwister sein!

    Territoriales Verhalten entwickelt sich erst mit der Pubertät eines Hundes. Deshalb genießt die erste Wichtige Zeit mit Eurem Hund und baut eine Beziehung zu ihm auf! Wenn Hofhund seine Aufgabe sein soll, wird er da mit Eurer Unterstützung rein wachsen. Ganz bestimmt! Jetzt ist es erstmal wichtig, dass er Vertrauen zu Euch aufbaut und mit Euch gemeinsam eine tolle Zeit erlebt! Denn diese Zeit kommt nicht wieder…

    Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit Eurem Kleinen und hoffe, dass ich Dir helfen konnte! Wenn ihr noch weitere Fragen habt – schreibt mir gerne!

    Liebe Grüße und viel Erfolg!

  8. HundetrainerBlog.de meinte am 17. September 2009 - 11:15 Uhr

    Hallo liebe Carolin,

    erstmal eine schöne Rasse, die ihr Euch ausgesucht habt.

    Es gibt bei Hunden sogenannte “Angstphasen”, in denen Hunde – für uns Menschen meist unverständlicher Weise – ängstlicher auf Dinge reagieren, als zuvor. Dann ist die Mülltonne vor der Tür auf einmal ganz fürchterlich und manche Geräusche kommen den Hunden auch komisch vor. Auch im Anfang der Pubertät spielen die Hormone verrückt und manche Hunde entwickeln in dem Alter teriitoreales Verhalten. Es könnte also mehrere Hintergründe haben, warum Euer Hund nun etwas bellfreudiger ist als vorher.

    Es ist leider etwas schwierig zu beurteilen, was die Ursache für das Bellen Eures Hundes ist… auf jeden Fall solltet ihr auf sein Bellen nicht eingehen, damit er nicht dafür bestätigt wird (nichts sagen, nicht anschauen). Ist er dann einen kleinen Moment ruhig, gebt ihm etwas zu Kauen, eine Belohnung oder einen Kong. So lernt er, dass ruhiges Verhalten von Euch erwünscht ist und sein Bellen nicht. Belohnt allerdings nicht zu schnell nach dem Bellen, sonst könnte er es als Belohnung fürs Bellen ansehen!

    Wo ist tagsüber sein Schlafplatz? Wie beschäftigt ihr ihn tagsüber?

    Fühlt er sich nachts zur Zeit besonders unsicher? Wo schläft er in der Nacht? Ihr könntet ihm eine Art Höhle bauen, in der er sich sicherer fühlt… was ist Euer Eindruck: ist er eher unsicher beim Bellen? Also ist er eher zurück geneigt und wirkt etwas unsicher, oder ist seine Körperhaltung steif und selbstbewusst?

    Ich würde mich freuen, wenn ihr mir meine Fragen beantworten könnt, damit ich mir ein genaueres Bild von Eurem Staff machen kann.

    Liebe Grüße und hoffentlich bis bald!

  9. Carolin meinte am 17. September 2009 - 12:23 Uhr

    Vielen Dank für das Kompliment. :)

    Also tagsüber ist er eigentlich immer beschäftigt, da mein Freund zurzeit zuhaus ist und ihn überall mit hin nimmt und ihn auch sonst immer unterhält. Wir haben auch relativ Spielzeug (Kong usw.) für ihn, damit er auch beschäftigt ist, falls wir mal nicht zuhaus sind.

    Seinen Schlafplatz hat er im Erdgeschoss unter der Treppe, ca. 2 m von der Hauseingangstür entfernt. Wir haben eigentlich auch den Eindruck, dass es ihm dieser Platz gefällt, da er auch nachts von allein dort hin geht und sich dort lieber schlafen legt als bei uns im Wohnzimmer oder Schlafzimmer. Wir haben auch im Haus alle Türen immer offen, sodass er eigentlich genug Auswahl hat.

    Soweit ich das bis jetzt beobachten konnte, baut er sich immer auf beim bellen, d. h. er stellt sich richtig stämmig hin und macht ein breites Kreuz.

    Vielen Dank schon mal

    Liebe Grüße

  10. HundetrainerBlog.de meinte am 22. September 2009 - 15:52 Uhr

    Hallo Caroliln,

    also hat Euer Rüde auch die Möglichkeit seine Power los zu werden? Hat er oft die Möglichkeit, mit anderen Hunden zu spielen?

    Bellt er auch wenn ihr dabei seid? Oder nur nachts? Bleibt er auf seinem Platz wenn er bellt, oder geht er zur Tür?

    Ignoriert ihn grundsätzlich wenn er bellt und belohnt ihn wenn er leise ist. Also bellt er, bekommt er keinerlei Aufmerksamkeit – ist er einen kurzen Moment ruhig, bekommt er von Euch ein Leckelie. Wenn er von seinem Platz aufsteht um z.B. zur Tür zu gehen um zu bellen, zeigt ihm ohne Kommentar und ohne zu schimpfen den Weg zurück zu seinem Platz. Dort wird er belohnt wenn er ruhig auf seinem Platz bleibt. Dadurch lernt er, dass ihr die Situation unter Kontrolle habt und dass er nicht aufpassen muss.

    Schreibt mir gerne wie Euer Training voran geht!

    Liebe Grüße

  11. Carolin meinte am 22. September 2009 - 16:24 Uhr

    Hallo,

    vielen Dank für die Tipps.

    Also unser Tyson spielt relativ oft mit anderen Hunden, z. B. fast wöchentlich mit der fast 1-jährigen Labrador-Hündin von meinen Eltern. Dabei mischt er auch immer kräftig mit, obwohl er vom körperlichen her noch nicht so mithalten kann. Auch ansonsten ist er anderen Hunden gegenüber sehr aufgeschlossen und möchte mit ihnen spielen.

    Er bellt auch am Tag, also auch wenn wir dabei sind. Dabei ist es sehr unterschiedlich – mal bellt er und geht gucken, ob da irgendwo was ist und manchmal bleibt er auch einfach liegen. Zum Beispiel hat er am Wochenende “mit uns ferngeschaut” und hat dann gebellt, als im Fernsehen ein Hund gebellt hat. Dabei ist er aber auf seinem Platz geblieben.

    Wir werden jetzt erstmal die Ratschläge befolgen und schauen, wie er sich entwickelt.

    Vielen Dank nochmal für die Tipps!

    Liebe Grüße

  12. mandy meinte am 29. September 2009 - 10:08 Uhr

    hallo,
    unsere huendin hat vor 2 tagen ihre welpen zur welt gebracht. seitdem ist sie jedes mal, sobald sich jemand auf unser grundstueck bewegt von 0 auf hundert und bellt was das zeug hålt. auch wenn sich besuch ankuendigt wird dieser mit unentwegtem bellen empfangen. auch wenn sie diese menschen bereits kennt. sie war vorher auch schon so aber da hat man das gut in den griff bekommen. da haben diese bellenden begruessungen nur ein paar sekunden gedauert. sie war gucken, wer da kam und ist dann wieder weg gegangen.
    zu zeit wird es aber zu zerreissprobe fuer uns alle, wenn unsere huendin hier die “uebermutti” spielt und unseren besuch bzw freunde unsere tochter foermlich aus dem haus bellt und das obwohl niemand in ihre nåhe kommt. unsere huendin ist mit kindern gross geworden und sie liebt es draussen mit kindern zu spielen. ist zwar manchmal ein richtige zicke, aber sie tut keiner fliege etwas zu leide. hoffen nun sehr, dass ihr derzeitiges verhalten nur von den hormonen kommt und sich bald legt.

    bin fuer gute ratschlaege sehr sehr dankbar.

    liebe gruesse mandy

  13. HundetrainerBlog.de meinte am 1. October 2009 - 10:51 Uhr

    Hallo Mandy,

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!

    Wo hat Eure Hündin ihre Wurfkiste in Eurem Haus? Es kann sein, dass Eure Hündin sehr auf ihren Nachwuchs achtet und sich deshalb so aufgeregt verhält. Hast Du, oder irgendjemand aus Deiner Familie, einen Zugang zu ihr? Also kann jemand an sie ran ohne dass sie bellt oder aufgeregt ist? Auf der einen Seite ist es verständlich, dass sie so reagiert. Sie möchte ihren Nachwuchs beschützen und weiß natürlich nicht, dass ihr niemand der Besucher etwas Böses möchte. Und wenn Du sagst, dass sie auch vorher schon Fremden gegenüber recht mißtrauisch war, hat sich dieses nun durch die Welpen verstärkt – ihr natürlicher Mutterinstinkt ist geweckt.

    Ich würde Eurer Hündin in den nächsten Tagen viel Ruhe gönnen. Auch wenn kleine Welpen natürlich zuckersüß sind und sich nun verständlicherweise mehr Besuch ankündigt als sonst – vielleicht ist Eurer Hündin der Besuch zu viel. Für sie ist es eine neue Situation, mit der sie erst zurecht kommen muss. Zu viel Besuch, der jeder ein Blick in die Wurfkiste werden möchte, kann im Moment zu viel sein. Achte darauf, dass nur Leute, die sie akzeptiert in ihre Nähe kommen. Denn wenn Eure Hündin Stress hat, gibt sie diesen Stress an ihre Welpen weiter. Dies könnte unruhige Welpen aus ihnen machen. Zum einen wird Stress über die Muttermilch an die Welpen weitergegeben, zum anderen schauen sich die Welpen in ein paar Wochen viel von der Mutter ab und merken schnell, dass Besucher etwas Unangenehmes sein müssen, wenn ihre Mama so reagiert.

    Es ist wichtig, dass Eure Hündin und somit die Welpen, Kontakt zu Menschen jeglichen Alters hat! Doch versucht, dies in einem Maß zu gestalten, in dem es Eurer Hündin angenehm ist. Vielleicht könnt ihr die Wurfkiste an einem anderen Ort platzieren? Gebt ihr Ruhe und einen Ort, wo sie sich sicher fühlen kann. Wenn Du in ihrer Nähe sein kannst, verbringe Zeit bei ihr und den Welpen. Und auch wenn der Kontakt zu Kindern für Welpen ebenfalls sehr sehr wichtig ist, sind sie zur Zeit in einer Phase, in der sie ihre Umwelt noch nicht wahrnehmen können und es im Moment wichtig ist, dass es ihrer Mamma gut geht.

    Berichte gerne wie es sich bei Euch in den nächsten Tagen entwickelt!

    Liebe Grüße

  14. e-sunshine meinte am 14. October 2009 - 18:22 Uhr

    Hey!

    Ich habe vor drei Monaten meinen kleinen Paul bekommen.Er war damals vier Monate alt, der kleine Yorkie. Er ist ein absolut herzensguter kleiner wurm, der auf jeden zugeht, den ganzen Tag spielen oder spazieren gehen möchte (wenn er nicht grade schläft). Von Beginn an verstand er sich gut mit allen anderen Hunden die einem auf den täglichen Spaziergängen entgegen kamen. Dabei hat er schon das ein oder andere mal eine Tatze von größeren Hunden abbekommen, was ihn allerdings nicht davon abhält zu jeedm Hund zu wollen und zu spielen…darf er dies nun nicht, da die anderen Hundebesitzer Angst um den kleinen paul haben, beginnt er fürchterlich an zu bellen. Hunde auf der anderen Straßenseite, 100 meter vor uns etc sorgen dann für eine gewaltige Geräuschkulisse aus Pauls Richtung! Seine beste Freundin, eine Jack Russel Dame, ist sein ein und alles. Seit einer Woche nun bellt Paul einfach ALLES und JEDEN an, besonders wenn seine Freundin dabei ist…was ist da los? Will er sie und uns dann beschützen/ sein Revier verteidigen? Wie schaffe ich es dass er es sein lässt? Dagegen ist sein plötzlich wieder auftretendes “in die wohnung pinkeln” wirklich ein kleines Problem!!

    Bin für jeden wirksamen Ratschlag mehr als dankbar!!

    Liebe Grüße

  15. HundetrainerBlog.de meinte am 19. October 2009 - 11:25 Uhr

    Hallo!

    Es kann gut sein, dass Dein Paul nun in der Pubertät beginnt, seine Ressourcen (Euch, die Hündin) zu verteidigen. Auch, dass er wieder in die Wohnung macht, kann ein Hinweis darauf sein. Habst Du das Gefühl, dass er in der Wohnung bestimmte Bereiche markiert?

    Vielleicht hat Paul auch eine Tatze zuviel abbekommen und steht anderen Hunden nun eher skeptisch gegenüber?

    Bellt er nur an der Leine, oder auch wenn er frei läuft? Spielt er noch immer freudig mit anderen Hunden, oder ist er nun eher zurückhaltend?

    Ich würde Dir raten, nun sehr aufmerksam spazieren zu gehen. Denn wichtig ist, dass er keine Erfolgserlebnisse mit seinem Bellen hat. Jedesmal wenn er jetzt bellt, gehen die anderen Hunde, ganz logischerweise, weiter und an ihm vorbei. Somit hat er das Gefühl, dass er durch sein Bellen, den anderen Hund vertrieben hat und sein Verhalten wird gefestigt. Deshalb kannst Du jetzt erstmal nur dafür sorgen, dass er nicht bellt. Bevor Paul anfängt zu bellen, lenke ihn mit Leckerlies ab. Gehe normalen Schrittes weiter und halte ihm das Leckerlie vor die Nase (gebe es ihm hinterher). So wird er vorerst abgelenkt sein und nicht an die anderen Hunde denken. Benutze ein besonders tolles Leckerlie oder Leberwurst für den Anfang. Vermeide auf Spaziergängen, dass Paul an anderen Hunden direkt vorbei gehen muss. Je dichter die anderen Hunde kommen, desto höher ist der Reiz und um so wahrscheinlicher, dass er anfängt zu bellen, weil die “Gefahr” für ihn zu nah scheint. Wähle also immer ausreichend Abstand und breite Spazierwege. Versuche mit Paul im Kontakt zu bleiben. Wenn das locken gut klappt, gehst Du dazu über, ihn zu belohnen. Du kannst ein Geräusch verknüpfen, auf das Paul reagieren soll. Ein Schnalzen zum Beispiel. Jedes Mal wenn Du schnaltzt bekommt er ein Leckerlie. So hast Du die Möglichkeit, ihn anzusprechen wenn euch ein anderen Hund entgegen kommt. Jede Sekunde die er ruhig ist, wird er von Dir mit Futter belohnt. Wenn er bellt, ignoriere ihn und gehe zügig weiter. Versuche durch das Signal wieder Kontakt zu ihm herzustellen und belohne ihn wenn es klappt. Wichtig, dass er kein Leckerlie bekommt, wenn er gerade gebellt hat!

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, dass ich Dir eine Idee mit auf den Weg geben konnte. Die Hintergründe für sein Verhalten kann ich von hier aus natürlich nicht sehen. Deshalb kann ich nur allgemeine Ratschläge aus der Ferne geben….

    Liebe Grüße

  16. andi meinte am 3. November 2009 - 22:36 Uhr

    Hallo,
    mein Problem ist ähnlich wie das meiner Vorschreiberin. Habe seit 5 Wochen einen 6 Mon. alten Yorkie-Rüden, der draußen alles und jeden anbellt (Hunde, Menschen, Autos, Fahrräder, Jogger,…). Ich gehe bereits in eine Hundeschule bzw. zum Junghundetreff. An der Leine führt er sich wie wild auf, zerrt und bellt und bellt. Er ist vollkommen übererregt. Ich arbeite auf Raten des Hundetrainers mit einem Clicker und gebe sobald er das Bellen auch nur für eine Sek. unterbricht click und Belohnung. Ansonsten versuche ich zu Ignorieren. Mein Problem ist, dass mein Hund so aufgeregt ist, dass er mit Leckerchen (auch nicht mit Putenbrust, Leberwurst o.ä.) kaum zu locken ist, d.h. das Leckerlie wird – wenn überhaupt – schnell abgeholt und dann weitergebellt. Irgendwie komme ich auch nach 4 Wochen Ignorieren kein Stück weiter. Er zerrt dann auch ganz furchtbar an der Leine und schaltet völlig ab. Kann er zu dem Angebellten Kontakt aufnehmen, ist dann meistens alles i.o. und er beruhigt sich.
    Gruß

  17. MarieT meinte am 20. November 2009 - 14:26 Uhr

    Hallo,
    ich habe auch ein Problem, dieses bezieht sich allerdings nicht nur auf das Bellen.
    Ich habe vor ca. 3 Monaten eine Hündin aus Ungarn bekommen, die wirklich ein Schatz und Sonnenschein ist. Außerdem haben wir noch zwei andere Hunde, einen Podenco-Rüden und eine kleine Mix-Hündin.
    Also, die Hündin ist ca. 1 Jahr alt, und geschätzt ein Schäferhund-oder Hütehund-Mischling. Sie hört prima, aber eine Sache ist richtig nervtötend. Und zwar “beschützt” sie mich vor anderen Hunden. Nicht vor den anderen beiden, die ja zu “ihrem” Rudel gehören, aber vor allen anderen. Sobald ich draußen einen anderen Hund begrüßen will oder ein anderer Hund mich, kommt sie von egal woher angerast und schmeißt sich mit Vollgas buchstäblich dazwischen. Mit Schnappen, Bellen – sie beißt nicht zu oder so, aber bei Hunden, die nicht so “tolerant” sind, kommt es dann schon zu mehr oder weniger ernsten Auseinandersetzungen – sie beruhigt sich auch nicht dadurch, daß sie die Hunde nun alle mittlerweile kennt.
    Wie kann ich ihr das abgewöhnen bzw. wie kann ich dieses Verhalten umkanalisieren? Mit Leckerlis geben habe ich schon versucht, klappt eher schlecht, denn da hat sie ja zusätzlich NOCH WAS, was sie beschützen “muß”…
    Danke im Voraus für einen Tipp.

    Liebe Grüße,
    Marie

  18. Achim meinte am 17. January 2010 - 23:47 Uhr

    Guten Tag!
    Ich hoffe sehr, dass Sie mir und meiner Freundin und unserem Hund helfen können!
    Meine Freundin und ich sind seit 2 Jahren zusammen. Ich bin quasi zu den beiden dazugekommen.
    Der Hund meiner Freundin (Kleiner Münsterländer, Rüde und 7 Jahre alt) hat mich sofort in sein Herz aufgenommen.
    Es gab bei meiner Freundin in der alten Wohnung ab und zu die Situation, dass die Nachbarn nachts in unserer Abwesenheit durch andauerndes Bellen und Jaulen gestört wurden.
    In den letzten Monaten scheint dies aber nicht mehr der Fall gewesen zu sein.
    Wir sind beide im Schichtdienst und es kommt ab und zu vor, dass wir gleichzeitig Nachtdienst haben und der Hund alleine in der Wohnung bleiben muss, es handelt sich um ca. 10 Stunden.
    Wir sind jetzt vor vier Wochen in eine gemeinsame Wohnung umgezogen und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase haben wir ihn bereits ca. 3 Nächte (nicht aneinanderhängend) alleine lassen müssen. Er hat immer eine eingeschaltete Lampe im Wohnzimmer stehen und bewegt sich ansonsten frei in der Wohnung.
    Auch kommt es vor, dass sich unsere Dienste überschneiden und er für 1 bis 2 Stunden alleine ist.
    Es handelt sich dabei meistens um die Abendstunden (Dunkelheit).
    Wir hatten gehofft, dass er sich in der Zeit immer ruhig verhalten hat.
    Falsch gedacht.
    Heute flatterte ein böser Brief ins Haus.
    Die Nachbarn sprachen von lange anhaltendem Gebell und Gejaule, vorwiegend in den Abendstunden, ca. 30 Minuten andauernd und immer wieder wiederkehrend.
    Das Fass zum Überlaufen brachte die vergangene Nacht (die zweite in Folge, die er alleine verbringen musste).
    In dieser Nacht soll er ab Verlassen der Wohnung (ca. 20 Uhr)angefangen haben zu bellen, der Höhepunkt war zwischen 0.45- und 1.45 Uhr. Er jaulte und bellte, so dass die Nachbarn im Haus alle geweckt wurden und an Schlafen nicht zu denken war. Glücklicherweise kam ich um 01.45 Uhr nach Hause und hatte den Vorfall offensichtlich abgebrochen. Gehört hatte ich in diesem Moment aber nichts.
    Über den bösen Brief und die Erkenntnis des Theaters in unserer Abwesenheit sehr getroffen und enttäuscht, wissen wir nun nicht weiter und haben schon einmal den Kinobesuch am Donnerstagabend gecancelt.
    Ein Test heute Abend, brachte uns die Gewissheit, dass es offensichtlich sehr ernst ist!!
    Ich brachte den Hund nach dem Gassi gehen um 20.10 Uhr in die Wohnung, verabschiedete mich und wartete anschließend vor der Wohnungstür. (Vorher bin ich die Treppen heruntergegangen und habe die Eingangstür geöffnet und wieder ins Schloss fallen lassen.., dann bin ich vor unsere Wohnungstür geschlichen und habe dort gewartet)
    Nach ca. 5 Minuten bellte er laut. Ich bin dann gleich wieder in die Wohnung und habe ihn auf seinen Platz geschickt, denn ich wollte die Geduld unserer Nachbarn nicht noch mehr strapazieren!
    Wir sind nun völlig verzweifelt und haben Angst, die Wohnung zu verlassen und fürchten vor Knsequenzen, wenn unser Hund weiter die Nachbarschaft tyrannisiert.
    Bitte helfen Sie uns dieses große Problem in den Griff zu bekommen.
    Was haben wir falsch gemacht und/oder was können wir tun, um unserem Hund klar zu machen, dass er dies nicht tun darf bzw. muss!!??
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort!
    Grüße, Achim

  19. eva meinte am 21. January 2010 - 12:27 Uhr

    hallo,
    hab auch probleme das mein hund (ruby, 6 jahre, mischling aus rumänien) jogger anbellt. erst dachte sie will mich beschützen weil sie es nur 2 mal abends (zum glück)wenn es schon dunkel war gemacht hat, aber jetzt ist es mir heute auch bei einem jogger passiert der auf dem eis im stadtpark ins schlittern kam. ich hab sie jetzt schon seit 2,5 jahren und menschen haben sie nie interessiert sie lässt sich super gerne von allen streicheln, aber irgendwas ist gerade los, und ich weiß nicht was.
    würde mich über eine antwort sehr freuen
    grüße eva

  20. HundetrainerBlog.de meinte am 21. January 2010 - 12:46 Uhr

    Hallo Eva!
    Es könnte sein, dass sich Ruby bei dem Geräusch, was das Schlittern erzeugt hat, erschrocken hat und deshalb gebellt hat. Ich habe gestern einen Hund auf der Straße gesehen, der ganz in Gedanken mit seinem Herrchen spazieren ging, bis ein Kinderwagen auf der Straße in einen Schneeberg gefahren ist. Er hüpfte einen Schritt zurück und bellte, weil er sich erschrocken hat.
    Wenn Du Jogger siehst, kuller ein paar Leckerlies und kuller Dich so an dem Jogger vorbei. Warum Deine Maus bellt, kann ich so nicht sagen. Wenn Du aber sagst, dass sie es noch nie vorher gemacht hat, könnte es wirklich mit den Schneegeräuschen zusammen hängen. Deshalb überbrücke die Zeit, in dem Du versuchst, die Jogger zuerst zu sehen und sie mit Leckerlies abzulenken, bis der Jogger vorbei ist. Wichtig, dass sie gar nicht mehr auf die Idee kommt zu bellen, damit es für sie nicht zur Gewohnheit wird. Und wichtig für Dich, dass Du nicht auf das Bellen eingehst, wenn Du den Moment doch mal verpassen solltest. Denn sonst würdest Du sie dafür bestätigen. Dann einfach entschlossen weitergehen.
    Hast Du noch Fragen? Dann schreib gerne!
    Liebe Grüße und viel Erfolg!

  21. HundetrainerBlog.de meinte am 21. January 2010 - 13:02 Uhr

    Hallo Achim,

    verstehe ich Dich richtig, dass euer Hund bevor Du eingezogen bist, keinerlei Probleme hatte, alleine zu bleiben? Oder war es so, dass er bei Deiner Freundin nicht so lange allein bleiben musste? Kommt es erst seit Kurzem vor, dass er während euer Schicht alleine bleiben muss? 10 Stunden sind schon eine sehr lange Zeit und wenn es unregelmäßig (nicht täglich) passiert, kann sich ein Hund schlecht an so eine Situation gewöhnen. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass ich einen Hund nicht 10 Stunden alleine lassen würde. Denn so viele Stunden bedeuten für einen Hund nachgewiesen Stress. Habt ihr nicht die Möglichkeit, euren Hund, wenn ihr beide Schicht habt, wo anders unterzubringen? Natürlich müsste man den Hund auch an diese neue Situation gewöhnen, aber er wäre nicht so lange alleine. Hat euer kleiner Jagdhund die Möglichkeit, sich vor dem Alleinebleiben odentlich auszupowern? Ein Münsterländer ist ja ein sehr aktiver Hund, der durchaus 3 Stunden Bewegung inkl. Kopfarbeit benötigt. Ihr könnt auch einen Kong vorbereiten, mit dem er sich während euer Abwesenheit beschäftigen kann.

    Nun seid ihr leider in der Situation, dass ihr das Alleinebleiben neu üben müsst. Also von vorne anfangen. Kurz (vielleicht nur eine Minute) die Wohnung verlassen, zurück kommen wenn er ruhig ist. Wenn ihr wieder kommt, so tun, als wäre es das Normalste von der Welt. Dann die Abstände langsam ausdehnen. Aber ganz wichtig, dass ihr immer erst zurück in die Wohnung geht, wenn er nicht bellt, denn sonst bekommt er von euch eine Bestätigung für sein Bellen. Auch wenn Du ihn auf seinen Platz schickst. Das macht für den Hund kein Unterschied. Für ihn bedeutet es, ich belle und Herrchen und Frauchen kommen zurück. Das festigt sich schnell! Versucht also irgendwie die Situationen zu vermeiden, in denen er lange alleine bleiben muss. Das bleibt leider nicht aus, wenn ihr keinen Ärger mehr mit den Nachbarn haben möchtet. Hat der Hund erstmal Stress mit dem Alleinebleiben, muss man kleinschrittlich von vorne beginnen. Das ist viel Arbeit, aber eine andere Möglichkeit gibt es leider nicht.

    Schau Dir auch gerne meinen Beitrag zum Thema Trennungsangst an: http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/trennungsangst-bei-hunden.html

    Ich helfe euch gerne wenn ihr noch Fragen habt!

    Liebe Grüße und ganz viel Erfolg und Geduld!

  22. eva meinte am 21. January 2010 - 13:57 Uhr

    hallo,
    jetzt hab ich noch eine frage, wenn ich wie gesagt im dunklen mit ihr spazieren gehe und kurz stehen bleibe, so war es jedenfalls letztens, und da kam hinter mir aus dem kleinen wäldchen ein mann rausgelaufen, den hat sie auch so angebellt, hab falsch reagiert und sie mehrmals versucht abzurufen, hat sie sich da auch erschreckt.
    kann ich da noch mehr machen das sie sich nicht immer vor menschen erschrickt!
    Kommt bei denen nämlich garnicht gut an, sie läuft ja frei! Anleinen?
    Vielen vielen dank für die so schnelle antwort
    grüße eva

  23. HundetrainerBlog.de meinte am 21. January 2010 - 14:16 Uhr

    Hallo Eva,
    in solchen Situationen würde ich sie schon versuchen abzurufen, denn wie Du schon sagst, die meisten Menschen freuen sich nicht darüber. Gerade wenn es dunkel ist passiert es leicht, dass Hunde sich erschrecken. Geht uns ja genauso! Versuche vorausschauend spazieren zu gehen und arbeite mit Leckerlies wenn Du jemanden siehst, den Ruby evtl anbellen könnte. Wenn plötzlich jemand aus dem Gebüsch kommt, kannst Du natürlich nicht reagieren. Dann hole sie zu Dir und gehe weiter, sodass sich der Mensch nicht auch noch fürchten muss. :-) Wenn Du Probleme hast, sie bei Dir zu behalten, leine sie kurz an und gehe mit ihr weiter. Ist die Situation vorbei, kannst Du sie ja wieder ableinen.
    Liebe Grüße

  24. alex meinte am 2. February 2010 - 21:43 Uhr

    Hallo!!!
    Ich habe leider auch ein Problem mit meinem nun fünf Monate altem Malteser Rüden! Als ich den kleinen bekam war er ca 10 Wochen alt. vor ungefähr einem Monat hat er nun angefangen, dass er draußen unwillkürlich Menschen anbellt oder zu bellen anfängt wenn er irgendein Geräusch hört , wie z.B. eine zufallende Autotür. Meistens bellt er nur sehr kurz aber dafür sehr häufig und er vergisst dabei auch manchmal darauf sein
    Geschäft in ruhe fertig zu machen. Wenn ich mit ihm draußen bin und es begegnet uns jemand, dann läuft er gleich ganz freudig auf die Person zu und beginnt mit dem Schwanz zu wedeln , aber zuvor eben immer dieses lästige bellen. nun hat er auch angefangen in der Nacht zu bellen wenn er Geräusche hört oder mitten am tag wenn er draußen vor der Tür einen Nachbarn hört!Wir haben zu Hause auch noch einen Mittelschnauzer, er ist jetzt zehn und er bellt leider auch bei jedem Geräusch das er draußen vor der Tür hört. Sobald nun der große bellt bellt der kleine natürlich fleißig mit, nur ist es jetzt schon fast so das der kleine öfters bellt als der große. Ich habe am Anfang noch mit dem kleinen geschimpft wenn er gebellt hat, aber dann habe ich eben gehört das man ihn einfach ignorieren soll aber das ist gar nicht so einfach. Jedesmal wenn ich sehe dass draußen jemand kommt, dann fange ich gleich an den kleinen abzulenken und mit ihm zu spielen und ihm ein leckerli hinzuhalten. Manchmal funktioniert es ganz gut aber leider des öfteren geht es schief und das leckerli interessiert ihn gar nicht wirklich und er bellt. Ich hoffe sie können mir zu meinem Problem einen Ratschlag geben. Vielen Dank

  25. HundetrainerBlog.de meinte am 4. February 2010 - 10:39 Uhr

    Hallo Alexandra,

    es gibt verschiedene Phasen im Leben eines Hundes. Und gerade in diesem Alter gibt es immer mal wieder sogenannte “Angstphasen”. In dieser Phase finden sie alles furchtbar und angsteinflößend! Die Mülltonne, die schon seit Monaten an der selben Stelle steht ist auf einmal ein riesen Monster!

    Aber bei Dir scheint es eine Kombination zu sein. Wenn zu hause noch ein anderer Hund ist, der auch recht bellfreudig ist, schauen sich die “Kleinen” natürlich auch vieles ab. Wie ist Deine Wohnsituation? Könntest Du Probleme mit den Nachbarn bekommen, oder haben die mit dem Bellen kein Problem? Schlagen die beiden nur kurz an, oder hören sie nicht mehr auf zu bellen? Wenn es drinnen für Dich ein Problem darstellt, wirst Du mit beiden Hunden trainieren müssen. Und leider stacheln sich zwei Hunde immer wieder gegenseitig an. Deshalb meine Frage, ob sie nur kurz Bescheid sagen und sich dann aber wieder einkriegen.

    Du hast es ganz richtig gemacht. Ignoriere sein Bellen und zeige ihm, dass die Situationen gar nicht schlimm sind. Du bist ganz souverän und selbstbewusst – nicht streng! Wenn er einen Gegenstand anbellt, gehe mit ihm gemeinsam dorthin und schaut es euch gemeinsam an. Das macht ihn sicherer für die Zukunft und er merkt, dass er sich bei Dir sicher fühlen kann. Wenn Du schon weißt, dass er entgegenkommende Menschen anbellt, versuche ihn abzulenken. Das kann mit einem tollen Spiel sein – vielleicht ein Tau zum zerren – oder ein besonders tolles Leckerli, was Du über den Boden kullerst. Kuller es gerne von einer Seite zur anderen und suche es gemeinsam mit Deinem Kleinen. Das macht den meisten Hunden super viel Spaß und sie sind abgelenkt. Du könntest Deinem Kleinen auch sein Futter draußen geben. Für jede Zusammenarbeit mit Dir bekommt er etwas Futter. Was fütterst Du? Packe einfach die Frühstücksportion in Deinen Leckerlibeutel und mache Dich auf den Weg. Übe ganz viel mit ihm und kuller Leckerlis. Verstecke welche und finde sie gemeinsam mit Deinem Kleinen. Das macht ihn müde und er merkt, dass er nur an sein Futter kommt, wenn er mit Dir zusammen arbeitet. Das stärkt die Bindung und macht es Dir leichter. Das kannst Du mit Deinem Mittelschnauzer natürlich genauso machen.

    Versuche es und schreibe mir gerne wenn Du noch Fragen hast. Ich freue mich natürlich auch, wenn ich von Erfolgen lesen kann. :-)

    Liebe Grüße

  26. Micha meinte am 7. February 2010 - 15:25 Uhr

    Hallo,
    ich habe einen 15 Jahre alten Laikarüden. Er schläft in seinem Alter sehr viel. Seit einem halben Jahr fängt er, wenn er ausgeschlafen hat mit bellen an und möchte spazieren gehen. Egal ob mitten in der Nacht oder am Nachmittag. Vorher hat er das noch nie gemacht.
    Was kann dagegen tun.Vielleicht können sie mir einen Tipp geben. Danke

  27. alex meinte am 8. February 2010 - 18:20 Uhr

    Vielen herzlichen Dank! Ich werde gleich mit dem Üben anfangen und berichte dann gerne mein hoffentliches Erfolgserlebnis :) Zu Ihrer Frage: Es ist meistens unterschiedlich ob die zwei nur kurz melden oder richtig losbellen. Meistens fängt der große an , dass er zu bellen beginnt wenn er im Stiegenhaus etwas hört und dann beruhigt er sich aber relativ schnell wieder, nur dann bellt der kleine natürlich mit, aber beruhigt sich dann nicht so schnell. Meine Wohnsituation sieht so aus, dass ich noch bei meinen Eltern wohne, wo auch der Mittelschnauzer zu hause ist, aber relativ oft bei meinem Freund bin und bis jetzt haben sich die Nachbarn zum glück noch nicht aufgeregt, wenn der Kleine plötzlich anfängt in der Wohnung zu bellen, wobei er da meistens nur kurz anschlägt und zur Tür saust, wo er ein zwei mal bellt und dann gleich wieder zu mir läuft. Bei meinen Eltern zuHause hat es eigentlich noch nie Probleme mit den Nachbarn gegeben, da die sehr tolerant sind.
    Als besonderes Leckerli habe ich mir jetzt eine Hundwurst besorg die ich ihm draußen gebe wenn wir spazieren gehen und er etwas richtig macht.
    Ich bin schon sehr gespannt wie das Training anschlägt und vielen Dank nochmal
    Einen schönen Tag noch und liebe Grüße

  28. HundetrainerBlog.de meinte am 9. February 2010 - 10:25 Uhr

    Liebe Alexandra!

    Danke für Deine Antwort! Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg beim Trainieren! Meld Dich gerne und berichte!

    Liebe Grüße

  29. HundetrainerBlog.de meinte am 9. February 2010 - 10:28 Uhr

    Hallo,

    muss er denn sein Geschäft erledigen wenn Sie mit ihm nach draußen gegangen sind? Also haben Sie das Gefühl, dass er dringend mal muss. In dem Alter kann es ja sein, dass seine Blase schwächer wird. Was machen Sie wenn er anfängt zu bellen?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!

    Liebe Grüße

  30. Matthias meinte am 5. March 2010 - 13:51 Uhr

    Hallo ich habe ein hund Husky Labrador mischling sich hört zu hause aufs wort und drausen auch sie macht sitzt platz fass rolle springen pfoe geben usw das problem ist das sie bellt wenn sie nachts andere menschen sieht oder andere hunde auch tags über bei den hunden sie bellt und sieth aber wenn wir an den hund angekommen sind freut sich sich und will spielen bei manchen scheißt sie sich ein also sprich sie versteckt sich hinter mir sie schläft bei mir im bett auch wenn ich es nicht manchmal möchte aber unser vehätniss ist super trotzdem hört sie nicht wenn andere hunde da sind

  31. HundetrainerBlog.de meinte am 8. March 2010 - 11:25 Uhr

    Hallo Matthias!

    Es kann gut sein, dass Deine Hündin unsicherer ist wenn es dunkel draußen wird. Es kann ebenso sein, dass sie sich durch andere Hunde verunsichert fühlt – vielleicht hat sie mal schlechte Erfahrungen gemacht? Versuche immer zwischen ihr und anderen Hunden einen gewissen Abstand zu halten, damit sie sich nicht von diesen bedrängt fühlt. Du könntest Leckerlis kullern und sie immer sofort mit einem besonders leckeren Leckerlil belohnen wenn sie nicht bellt. Dann lässt Du sie Kontakt zu dem anderen Hund aufnehmen – da sagst Du ja, dass das kein Problem darstellt. Gib ihr in dem Moment Sicherheit! Wenn Du merkst, dass sie Angst hat, vermeide den Kontakt zu dem anderen Hund und gehe einfach weiter. So setzt Du sie nicht weiter ihrer Angst aus und sie merkt, dass Du die Situation im Griff hast.

    Schau doch gerne mal bei meinen Beitrag zum Thema “bellende Hunde” vorbei: http://www.hundetrainerblog.de/erziehung/bellende-hunde.html – dort findest Du bestimmt noch weitere Informationen, die Dir helfen können.

    Hört sie nicht, wenn sie mit anderen Hunden spielt? Oder in welchen Situationen hört sie nicht auf Dich?

    Wenn es für Dich ok ist, dass sie bei Dir im Bett schläft, ist das kein Problem. Wenn Du das Gefühl hast, dass euer Verhältnis sonst prima ist! Kuscheln zu zweit ist ja besonders schön! :-)

    Viel Erfolg beim Training!

  32. Kathleen meinte am 29. March 2010 - 19:22 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Frage zum bellen.
    Wir haben seit 3 Tagen eine 6 Monate alte Schäferhündin. Sie ist etwas schüchtern und unterwürfig, aber wenn vor unserem Tor Geräusche sind, jemand vorbei läuft oder ein anderer Hund im Dorf bellt, dann bellt sie sehr laut und lange.
    Auch wenn wir spazieren gehen, weicht sie nicht von meiner Seite, außer wenn ein anderer Hund oder Mensch in unsere Nähe kommen bellt sie diesen an.
    Ich würde gerne wissen, wie ich ihr beibringen kann, das von dem anderen Wesen keine Gefahr ausgeht, denn sie wirkt dabei sehr unsicher. Ich möchte aus ihr einen starken Hund machen, der nicht mehr vor alles und jeden Angst hat!!!
    Vielen Dank.
    LG Kathleen

  33. HundetrainerBlog.de meinte am 30. March 2010 - 08:33 Uhr

    Hallo Kathleen,

    wo habt ihr Deine Schäferhündin her? Ist sie aus einem Tierheim, oder wisst ihr mehr darüber, wie sie aufgewachsen ist? Es scheint mir, als wenn Deine Hündin nicht ausreichend mit allen Umweltreizen sozialisiert wurde. Doch kann es im Moment auch sein, dass sie sehr sensibel reagiert, weil es für sie ein komplett neues Umfeld ist.

    Es gibt Hunde, die verhalten sich territorealer als andere und beschützen den eigenen Garten oder das Haus verstärkt. Doch da Du sagst, dass sie sehr schüchtern ist, kann es auch gut sein, dass sei au Unsicherheit bellt. Ist sie alleine im Garten wenn sie bellt? Oder ist sie immer unter Aufsicht dort? Ich würde sie nicht alleine im Garten lassen. Immer wenn sie bellt, nimmst Du sie mit rein. Ohne zu schimpfen – kommentarlos mit rein nehmen. So zeigst Du ihr, dass Du alles unter Kontrolle hast und sie diese Aufgabe nicht übernehmen braucht.

    Auf Spaziergängen würde ich bereits reagieren bevor sie bellt! Versuche andere Menschen und Hunde zu erkennen, bevor Dein Hund sie sieht. Lenke sie mit Leckerlis ab und belohne sie für jede Sekunde, die sie nicht bellt. Du kannst auch eine kleine Leberwurst als besondere Ablenkung einsetzen und sie daran schlecken lassen. So kannst Du sie sicher an den “gefährlichen” Menschen und Hunden vorbeilocken, ohne dass sie anfängt zu bellen. Denn das ist jetzt wichtig. Jede Sekunde, die sie nicht bellt, stellt einen Lernerfolg für sie dar. Du kannst auch Leckerlis kullern und sie an anderen HUnden vorbei locken. Du musst sehr schnell sein und solange sie ruhig ist, ganz ganz viel mit Futter arbeiten und sie belohnen. Oder baue ein Spiel ein. So lernt sie, dass sich ruhiges Verhalten lohnt. An jedem Hund, an dem sie ohne bellen vorbei kommt, lernt sie, sicherer zu werden und Vertrauen zu schöpfen. Später, wenn es einige Zeit gut geklappt hat, brauchst Du sie nicht mehr zu locken. Viele Hunde schauen dann den Hund an und nehmen anschließend sofort Blickkontakt mit ihrem Besitzer auf. um zu fragen, ob das so richtig ist. Dann lobst Du sie ganz lieb! So wird sie dann den Anblick eines Hundes oder Menschen mit einer positiven Aktion von Dir verbinden.

    Achte immer darauf, dass die Abstände zwischen ihr und den anderen Hunden/Menschen groß genug sind, damit sich Deine Hündin nicht von diesen bedrängt fühlt. Wenn sie so unsicher ist, wird sie den Abstand brauchen.

    Hat sie doch einmal gebellt und Du vielleicht zu spät regiert, gehe einfach kommentarlos weiter. Halte einen großen Abstand ein und nehme sie einfach mit, bis ihr an der “Gefahr” vorbei seit. Würdest Du auf ihr bellen eingehen, würde sie sich bestätigt fühlen. Zumindest würde sie denken, dass die Angst, die sie empfindet, richtig ist.

    Spielt sie mit anderen Hunden losgelassen? Hat sie Hundekumpels, die sie mag? Was für Spiele mag sie draußen? Es ist wichtig, dass Du die Kleine ausreichend auslastest und ihr auf jedem Spaziergang etwas Besonderes bietest. Dann hat sie Ablenkung und eure Bindung wird zusätzlich gestärkt. Als Schäferhund wird sie schnell diese Auslastung brauchen. :-)

    Berichte mir gerne wie das Training voran geht!

    Viel Erfolg und Spaß!

  34. Kathleen meinte am 30. March 2010 - 13:34 Uhr

    Vielen Dank für die Tips, ich werde sie ausprobieren und berichten.
    Wir haben unsere Schäferhündin von einem Züchter, da hatte sie Kontakt zu anderen Hunden und hat auch mit denen gespielt.
    Sie hat noch keine Hundekumpels, da wir sie ja noch nicht so lange haben.
    Mit der Schäferhündin unserer Bekannten hat sie schon Bekanntschaft gemacht, hat beim ersten Kontakt vor Angst gebellt, geschriehen und sich vergrochen, es dauerte eine Weile bis sie sich beruhigte und nach einem Tag war es viel entspannter und sie haben miteinander gespielt. Leider haben wir nicht so oft Kontakt, da sie weit weg wohnen und nur selten uns besuchen.
    Ich will mit ihr zur Hundeschule gehen, denn ich habe Angst, dass sie mal ein Angstbeiser wird, wenn ich ihr nicht zeige, dass andere Hunde keine Gefahr für sie sind.
    Gruß Kathleen

  35. HundetrainerBlog.de meinte am 30. March 2010 - 14:22 Uhr

    Hallo Kathleen,

    es hört sich für mich fast so an, als hätte die Kleine entweder deutlich zu wenig Erfahrung mit anderen Hunden oder besonders schlechte gemacht. Vielleicht waren ihr die Hunde beim Züchter bereits bekannt und sie hat nie neue kennengelernt? Vielleicht wurde sie auch mal gebissen und verhält sich deswegen so ängstlich. Das kann viele Gründe haben. Aber schön, dass Du Deiner Kleinen Sicherheit geben und mit ihr trainieren möchtest.

    Gibt es bei euch eine Hundespielgruppe in einer Hundeschule? Für sie wäre es jetzt wirklich wichtig, ganz vielen verschiedenen Hunden (Rassen und Typen) zu begegnen und dort dann ausschließlich gute Erfahrungen zu machen. Viele Hundeschulen bieten so eine Spielgruppe an. Dort wird nur gespielt, aber das unter Aufsicht des Hundetrainers. Dieser kann eingreifen, wenn es zu wild wird oder wenn sich ein Hund unwohl fühlt. Bitte achte darauf, gerade bei Deiner unsicheren Hündin, dass Du nicht an Hundetrainer gerätst, die sagen “da muss sie durch” wenn sich Deine Hündin nicht wohl oder bedrängt fühlt. Denn das schürt nur noch mehr Angst. Streichel sie nicht in dem Moment, wenn sie ängstlich ist – das bestätigt! Du kannst ihr zwischen Deinen Beinen Schutz geben, oder wenn sie zu doll bedrängt wird, aus der Situation raus gehen.

    Suche wenn möglich viele verschiedene Plätze auf, wo andere, verträgliche Hunde, frei laufen und spielen können. Schaue sonst auch mal in Foren, ob es vielleicht Spieltreffs in Deiner Nähe gibt. Nehme alles an positiven Hundekontakten mit, was Du finden kannst, ohne natürlich Deine Hündin zu überfordern. Und baue bei diesen Treffen die Übungen mit den Leckerlies ein, damit sie nicht bellt. Höre auf Dein Bauchgefühl und mute ihr immer nur soviel zu, wie sie sich gut fühlt.

    Ich drück Dir die Daumen!

  36. Jana meinte am 1. April 2010 - 22:28 Uhr

    Hallo!
    Wir haben ein großes Bellproblem mit unserem fast 3 jährigen Mischlingsrüden.Er bellt alles und jeden an das an unserem Gründstück vorbei geht(solange bis es endlich vorbei ist).Unsere Nachbarn leider auch(ununterbrochen) wenn sie aus ihrer Haustür kommen und an ihren Briefkasten oder zum Auto gehen.Das macht er allerdings nur wenn er allein im Garten ist und wir im Haus oder ganz außerhaus sind.Wenn wir uns mit im Garten aufhalten gibt er kein Ton von sich egal was kommt.Obwohl wir ihn genauso wenig in diesen Momenten beachten als wären wir gar nicht da.Wenn er draußen bellt läßt er sich auch super abrufen,er kommt sofort aber wenn das nächste kommt was ihn stört geht es von vorn los mit dem gebelle.Unsere Nachbarn stört das gebell schon sehr und wir finden es auch nicht so toll.Könnt ihr uns vielleicht helfen?!?!

  37. HundetrainerBlog.de meinte am 2. April 2010 - 16:44 Uhr

    Hallo!

    Es gibt Hunde, die reagieren sehr territorial und bewachen “ihr” Grundstück. Weist Du, welche Rassen in Deinem Hund stecken? Vielleicht ist sogar einer seiner Vorfahren ein Wachhund gewesen… Denn dann steckt es in seinen Genen.

    Wenn er nicht bellt, wenn ihr dabei seid, lasst ihn nicht alleine im Garten. Gerade, wenn es die Nachbarn so stört. Wenn er bellt, ruft ihn zu euch. Wenn das gut klappt und er dann aufhört, ist es doch eine gute Lösung! Ganz abgewöhnen wird man ihm das wahrscheinlich nicht. Hunde, die ihr Grundstück bewachen, haben auch immer wieder Erfolg mit ihrem Verhalten. Sie stellen sich an den Zaun und bellen die Hunde oder Menschen an, die an dem Grundstück vorbei gehen. Sie bellen solange, bis sie weg sind und haben somit gelernt, dass sie nur lang genug bellen müssen, damit die “Eindringlinge” verschwinden. Lässt man den Hund also das Grundstück bewachen, belohnt sich der Hund immer selbst – er hat ja immer Erfolg. Um die Nachbarn also nicht zu verärgern, lasst euren Hund nicht alleine im Garten und holt ihn zu euch, sollte er dann doch einmal bellen. So verhindert ihr, dass er weiter Erfolgserlebnisse hat und ihr pflegt den Nachbarschaftsfrieden.

    Liebe Grüße und alles Gute

  38. Barbara meinte am 25. April 2010 - 18:40 Uhr

    Hallo,
    wir haben auch ein Problem mit unserer 2jährigen Hündin ( Pudelmix).
    Sie ist ein ganz lieber Hund, aber sobald wir gassi gehen und wir begegnen einem Hund legt Sie los und ist kaum zu beruhigen und mit
    nichts abzulenken. Es passiert aber nicht bei jedem Hund und auch
    nicht jeden Tag. Manchmal bellt sie auch Menschen an. Sie hat auch
    schon einen Müllsack angebellt.
    Was können wir tun?

  39. HundetrainerBlog.de meinte am 26. April 2010 - 10:23 Uhr

    Hallo Barbara,

    wie lange ist ihr Hund schon bei Ihnen? Hat sie eventuell schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen/Hunden gemacht? Ist sie generell ein eher ängstlicher Hund? Wie reagieren Sie, wenn sie bellt? Wie sieht ihr Tagesablauf mit Ihrer Hündin aus – wieviel Bewegung und Beschäftigung bekommt sie?

    Ich freue mich auf Ihre Antworten!

    Liebe Grüße vom HundetrainerBlog-Team

  40. Tatjana meinte am 19. May 2010 - 11:45 Uhr

    Hallo,
    ich habe einen 10-Monate alten Border Collie/ Appenzeller Sennenhund Mischling, der viel Power hat, einen starken Charakter und ein eher ängstliches Gemüt… er stammt von einem Bauernhof mit Kindern, die sich in den Sommerferien ausschliesslich mit ihm beschäftigt haben, da er der Schönere war (hat noch einen Bruder). Er wurde oftmals aus seinem “Versteck” gezerrt und selten in Ruhe gelassen. Die Mutter war der Appenzeller und als Hofhund gehalten (an einer Art langen Leine angebunden). In den Welpenspielstunden hatte er sich in den ersten drei Mal in ene Ecke gezwängt und sich von den anderen Welpen und Menschen versteckt… ging auf Angriff wenn einer zu Nahe kam. Zu Hause kommt er erst zur Ruhe, wenn man sich hinsetzt. Ansonsten muss er einem auf Schritt und Tritt folgen und kann nicht schlafen.
    Er lernt jedoch sehr gerne und schnell… ich mache seit fast 2 Monaten Obidience mit ihm, wobei er stets sehr gut mitgearbeitet hatte (also ohne Leine trainiert) und schnell begriffen hatte was zu tun war. Seit einigen Wochen hatte er wieder mit einem Verhalten begonnen, das er schon als kleiner Welpe zeigte: Sich vor mir auftürmen und bellen (in einem hohen, auffordernden Bellen… meist in Spielstellung). Wenn ich es ignoriere dann springt er um mich herum und versucht mich zu packen… bis ich quasi reagieren muss oder blaue Flecken einstecke… abgesehen von diesen “Anfällen” ist er sehr gehorsam. Er war auch stets sehr gesittet mit anderen Hunden… nun hat er begonnen einzelne Rüden anzupeilen, anzubellen und mich in diesem Situationen zu überhören. (Ich weiss, das könnten die Hormone sein, aber er erhielt ein “Kastrationsimplantat”.)
    Wie soll ich ihm diese für mich sehr anstrengenden, Nervtötenden Verhaltensweisen abgewöhnen?

  41. HundetrainerBlog.de meinte am 21. May 2010 - 09:00 Uhr

    Hallo Tatjana,

    so wie Sie beschreiben, ist Ihr Rüde in den für ihn äußerst wichtigen Monaten sehr isoliert gehalten und hat wenig Eindrücke kennengelernt. Auch scheint er den Kontakt zu anderen Hunden nicht kennengelernt zu haben, was sich dann in der Welpenspielgruppe zeigte.

    Wie verhalten Sie sich wenn er Ihnen zu hause auf Schritt und Tritt folgt? Haben Sie schon mal versucht, häufig ohne Grund die Räume zu wechseln? Setzen Sie sich hin, stehen wieder auf, gehen in die Küche und wieder zurück, die Treppe hoch, auf die Toilette,….. Und machen Sie nie etwas, was Ihr Hund interessant finden könnte. Viele Hunde merken dann, dass es langweilig ist, ihrem Besitzer zu folgen und kommen zur Ruhe, weil es Ihnen einfach zu anstrengend ist. Das bedarf natürlich Training und dass man den Hund zu hause ignoriert.

    Wie sieht Ihr Tagesablauf mit Ihrem Hund aus? Wie starten Sie am morgen, wie lange und wo gehen Sie mit ihm spazieren? Wie beschäftigen Sie ihn auf den Spaziergängen?

    Reagier Ihr Hund nur an der Leine mit Bellen wenn er auf andere Hunden trifft? Sind es nur Rüden oder auch Hündinnen? Sie schreiben, dass er einen starken Charakter hat aber eher ein ängstliches Gemüt hat… Das verwirrt mich ein wenig. Es kann durchaus sein, dass Ihr Hund auf Grund zu weniger Erfahrungen mit anderen Hunden so reagiert – das wäre Unsicherheit. Ein starker Charakter würde eher aus Selbstsicherheit so reagieren. Vielleicht helfen Sie mir hier noch ein wenig auf die Sprünge. Ihr Hund kommt jetzt in ein Alter, wo für ihn andere Dinge wichtig werden. Es geht nicht mehr nur ums Spielen, sondern auch um andeer Hündinnen, Territorium,… Trotz Kastrationsimplantat wird Ihr Hund erwachsen und zeigt andere Verhaltensweisen. Seit wann trägt er das Kastrationsimplantat? Wie kam es dazu, dass Sie sich dafür entschieden haben? Wie reagieren Sie, wenn Sie mit ihm auf andere Hunde treffen?

    Wann fordert Ihr Hund Sie auf? Ist es vor einem Spaziergang wenn er aufgeregt ist, ist es während dessen? Wie reagieren Sie?

    Das sind nun viele Fragen von meiner Seite, die aber wichtig sind, um Ihnen zu helfen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir wieder schreiben würden!

    Bis dahin liebe Grüße

    Ihr
    HundetrainerBlog-Team

  42. Achim meinte am 29. August 2010 - 16:25 Uhr

    Hallo!
    Ich wollte mich zunächst für die schnelle Antwort und Hilfe bedanken.
    Mittlerweile hat sich unser Hund offensichtlich an die neue Wohnung und unsere Abwesenheit gewöhnt.
    Wir sind jetzt -bedingt durch unseren Schichtdienst- teilweise beide gleichzeitig abwesend. Auch einen Nachtdienst macht er problemlos mit. Zur Not instruieren wir eingeweihte, sehr freundliche Nachbarn, die einen Schlüssel bekommen haben. Sie können jederzeit in die Wohnung und uns informieren, falls er mal wieder anschlagen sollte. Wir haben seit Januar mehrere Nachtdienste hinter uns, in denen er offensichtlich geschlafen und nicht gebellt hat. Allerdings trauen wir ihm und uns nur einen Nachtdienst zu. Zwei infolge gingen meistens daneben!
    Auch tagsüber ist es kein Problem mehr.
    Warum auch immer, hat er offensichtlich kein Problem mehr mit der Situation.
    Wir haben auch unser Verhalten verändert. Verabschiedungen und Wiederkommen sind jetzt ruhiger geworden und ohne großes Tammtamm (das konnte meine Freundin sehr gut).
    Und wir versuchen immer einen großen Gassi-Spaziergang mit viel Spielen und voller Auslastung zu unternehmen, damit er wirklich müde und ausgelastet ist ;-)
    Ich bin froh, dass es so eingetreten ist, aber trotzdem sind wir ratlos, warum er es dann ab und zu doch wieder tut?
    Offensichtlich hat er ab und zu irgend etwas quer sitzen ;-)
    Aber das ist halt unser kleiner (verrückter) Hund mit ausgeprägtem, eigenen Charakter!!
    Danke und Grüße,
    Achim

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