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Fahrradfahren mit dem Hund

Lust auf eine lustige und entspannende Radtour mit Ihrem Hund? Oder treibt es Ihnen den Angstschweiß ins Gesicht wenn Sie nur darüber nachdenken? Zerrt Ihr Hund Sie vom Fahrrad? Läuft er überall aber nicht brav an einer Seite? Das muss nicht sein. Gesittetes Rad fahren kann gelernt werden!

© Otmar Smit – Fotolia.com

Von Vorteil ist es, wenn Ihr Hund bereits Ihre linke Seite und Ihre rechte Seite unterscheiden kann. Ich meine nicht „bei Fuß“, sondern ein Signal, was Ihrem Hund zeigt, dass er auf die jeweilige Seite wechseln soll, ohne eng an Ihrem Bein „kleben“ zu müssen. Nehmen Sie sich hierfür ein Leckerlie und locken Sie Ihren Hund im Gehen von der einen Seite hinter Ihrem Rücken auf die andere. In dem Moment, wo Ihr Hund an der gewünschten Seite angekommen ist, benennen Sie ein Signalwort wie z.B. „rechts“, oder „links“. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund immer hinter Ihrem Rücken den Handwechsel vornimmt. Denn dies ist wichtig, damit Ihr Hund Ihnen später auf dem Rad bei einem Seitenwechsel nicht vors Fahrrad läuft.

Anschließend gewöhnen Sie Ihren Hund an Ihr Fahrrad. Nehmen Sie das Rad mit auf Ihre Spaziergänge, schieben Sie es und lassen Sie es „Alltag“ werden. Dann üben Sie mit Ihrem Hund das Gehen an lockerer Leine am Rad. Belohnen Sie Ihren Hund immer dann, wenn die Leine locker ist. Spannt Sie sich wieder, bleiben Sie stehen und warten, bis sich die Leine wieder lockert. Ihr Hund wird dadurch lernen, dass sich eine lockere Leine und der Kontakt zu Ihnen lohnen!

Üben Sie den Seitenwechsel auch auf diesen Spaziergängen mit Rad an der Hand! Denn mit einem Fahrrad in der Hand wird Ihre Körpersprache eine ganz andere sein, als beim Üben ohne Rad. Geben Sie Ihrem Hund Zeit, Sie zu verstehen und gehen Sie lieber wieder einen Schritt zum Locken mit Leckerlie zurück, damit Ihr Hund versteht, was sie von ihm möchten.

Als nächsten Schritt suchen Sie sich eine ebene Fläche auf der Sie ungestört Ihre Runden drehen können. Fahren Sie größere Kreise und denken Sie dabei daran, mit Ihrem Hund im Kontakt zu bleiben. Die lockere Leine wird belohnt, also halten Sie sich auch immer Leckerlies bereit. Sie können diese z.B. in einer Tasche aufbewahren und diese vorn an Ihrem Lenker befestigen.

Seien Sie auch beim Radfahren spannend für Ihren Hund! Bauen Sie verschiedene Tempi in Ihre Tour ein. Mal langsam, mal schneller und mal geben Sie richtig Gas! Das macht Spaß, ihr Hund kann sich so richtig auspowern und läuft nicht „einfach nur“ neben Ihnen her.

Achten Sie auch darauf, anfangs keine langen Radtouren mit Ihrem Vierbeiner zu machen. Ihr Hund muss erst Kondition und Muskeln aufbauen, um bei einer längeren Radtour gesundheitschonend mithalten zu können. Beobachten Sie Ihren Hund… was ist er für ein „Typ“? Ein Sprinter, der es liebt richtig Gas zu geben? Oder eher der Traber?

Pausen während der Übungen sind sehr wichtig, damit Ihr Hund sich entspannen kann. Geben Sie ihm einen Schluck zu trinken und lassen Sie ihn seine Umgebung erschnüffeln.

Wenn Sie sich sicher fühlen steht einer schönen entspannten Radtour mit Ihrem Vierbeiner nichts im Wege!

Über Nina Adebahr

Ich habe ein Herz für Hunde, bin nebenberuflich ausgebildete Hundetrainerin und Vollzeit-Hundemama aus Leidenschaft für meine 10 Jahre alte Magyar Viszla Hündin. Mein Ziel ist es, zwischen Mensch und Hund zu vermitteln – für ein harmonisches, respektvolles Miteinander und für mehr Verständnis für unsere Vierbeiner. Liebe Grüße, Ihre Nina Adebahr

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